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Was bedeutet Kunst für Sie?
Kunst ist für mich das Ergebnis eines gemeinschaftlichen, kreativen und kommunikativen Prozesses zwischen Künstler, seinem Werk und der Öffentlichkeit. Zum Handwerk des Künstlers müssen auf jeden Fall noch Kreativität und Intuition hinzukommen, um von Kunst sprechen zu können.


Woher kommt Ihre Kreativität?
Kreativität bedeutet die Fähigkeit schöpferischen Denkens und Handelns. Sie kommt zum einen durch die umfassende Beschäftigung mit anderen Interessensbereichen, womit eine Horizonterweiterung verbunden ist. Zum anderen geht es auch darum, Lebensabläufe durch Neugier, Flexibilität, Eigenständigkeit und Nonkonformismus im Denken in andere Richtungen zu bringen, so dass sich ganz neue Formen und Ansätze entwickeln. Das zeigt sich dann vor allem in der musikalischen Interpretation.

Ihr Motto lautet?
Die wahren Optimisten glauben nicht, dass alles gut wird, aber, dass nicht alles schief gehen kann.

Mehr zur Ö1 Talentebörse
Lea Birringer, Geigerin
Eine vielfach ausgezeichnete Nachwuchs-Musikerin
Audio
Lea Birringer spielt Paganini, Saint-Saens, Lutoslawski
Länge: 1:27 min
"Ich habe eine um drei Jahre ältere Schwester. Sie begann mit drei, Klavier zu lernen. Unsere Eltern wollten uns schon früh zur Musik heranführen. Vor allem meine Mutter, die einmal selbst Klavier lernen wollte, damals aber nicht die Möglichkeit dazu hatte. Und so wollte sie es nun ihrer Tochter ermöglichen.

Ich war schon mit drei von Musik begeistert. So nahmen mich meine Eltern einmal zum Klavierlehrer meine Schwester mit. Aber der meinte, es wäre doch besser, wenn ich ein anderes Instrument erlerne. Und er schickte uns zu seiner Frau, die Geigenpädagogin ist. So war es eigentlich Zufall, dass ich mit der Geige begonnen habe. Sie ist einfach mein Instrument", erzählt Lea Birringer, die aus Quierschied im Saarland in Deutschland stammt, Jahrgang 1986, über ihre Anfänge.

(c) Walter Remy
Lea Birringer

Seit 2001 studiert Birringer an der Universität Mozarteum in Salzburg bei Igor Ozim Konzertfach Geige. Zunächst besuchte sie den Vorstudienlehrgang, nach der Matura begann sie 2005 mit dem Vollstudium. Den Bachelor wird sie im kommenden Juni machen, und danach mit dem Master-Studium fortsetzen.
Entscheidung für Salzburg
"Ich lernte schon bei Professor Ozim, als er noch in Köln unterrichtete. Danach war er an der Hochschule in Bern. Und eines Tages sagte er mir, dass er nach Salzburg ans Mozarteum wechselt. Also fuhr ich dann jedes zweite Wochenende nach Salzburg zum Unterricht. Und begann dann natürlich hier mit dem Vollstudium. Denn ich wollte unbedingt bei Progessor Ozim bleiben, der ein hervorragender Lehrer ist", erläutert Lea Birringer.
Mit der Geige singen
"Man kann mit ihr singen, quasi die menschliche Stimme nachahmen - das fasziniert mich besonders an der Geige. Und es gibt ein riesiges Repertoire. Man bleibt daher nie auf der Stelle stehen, sondern muss sich immer weiterbilden", beschreibt Birringer ihre Affinität zur Geige.
Als Solistin von Salzburg bis Japan
Mittlerweile konnte Lea Birringer umfangreiche Erfahrungen als Solistin sammeln: so trat sie bisher unter anderem mit den Berliner Symphonikern, dem Rundfunksinfonieorchester Saarbrücken sowie den Jenaer Philharmonikern auf.

Die junge Geigerin spielte unter anderem in Salzburg, in der Philharmonie Berlin, in der Schweiz, in Luxemburg, Italien, Kroatien sowie in Japan.

(c) Fotoatelier Tollinger, Brigitte Rumpf
Abschluss-Konzert des Johannes Brahms Wettbewerbs (Pörtschach/Kärnten, 2008): Lea Birringer, die im Vorjahr Siegerin dieses internationalen Bewerbs war, spielt bereits rund 20 Konzerte im Jahr.

Gewinnerin des Brahms Wettbewerbs 2008
Seit ihrer Jugend hat Lea Birringer zahlreiche Wettbewerbe gewonnen und erhielt Preise und Auszeichnungen. So war sie 2008 Siegerin des Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs in Pörtschach:

"Der Brahms Wettbewerb war für mich natürlich ganz wichtig, weil ich da aus 83 Kandidatinnen und Kandidaten als Siegerin hervorging. Im Jahr davor konnte ich Lipizer- sowie beim Spohr-Wettbewerb jeweils zweite Preise erringen. Diese Auszeichnungen waren als Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin, sehr wichtig für mich", berichtet Lea Birringer, die kürzlich bei David-Oistrach-Wettbewerb in Moskau ein Diplom erhielt.

(c) Birringer
Finalrunde des "Premio Rodolfo Lipizer" in Gorizia/Italien (2007): Bei diesem Wettbewerb erhielt die bereits vielfach ausgezeichnete junge Geigerin Lea Birringer den zweiten Preis.

Ceruti-Geige von Deutscher Stiftung Musikleben
Seit 2005 ist die erfolgreiche Nachwuchs-Geigerin Stipendiatin und Preisträgerin des 13. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumenten-Fonds der Deutschen Stiftung Musikleben - und hat seither eine Ceruti-Geige ex 1800:

"Ich habe das Glück, dass die Deutsche Stiftung Musikleben mir dieses wunderbare Instrument zur Verfügung stellt und ich auf einer Ceruti spielen darf. Und ich hoffe, dass ich sie noch lange behalten kann", berichtet Birringer.
Berufliche Perspektiven
"Natürlich will ich vor allem als Solistin tätig sein. Aber realistisch gesehen ist es schwer, nur davon zu leben. Daher ist es wichtig, sich zumindest ein zweites Standbein zu schaffen. Sei es nun eine Orchesterstelle oder in der Kammermusikmusik. Ich möchte beim Klavier-Trio, wo meine Schwester als Pianistin mitwirkt, bleiben. Außerdem würde ich gerne in naher Zukunft zu unterrichten beginnen", präzisiert Birringer ihre Berufsvorstellungen.
Konzerte im Mozarteum-Solitär und in München
Ihr nächstes Konzert hat Lea Birringer am 2. Mai 2009 im Solitär der Mozarteum-Uni Salzburg, wo sie mit einer Mozart-Sonate sowie dem Mendelssohn-Klaviertrio op. 49 zu hören sein wird.

Und am 19. Juni 2009 wird die junge Geigerin im Rahmen von "Sport meets Art'09" mit ihrer Schwester Esther im Circus-Krone-Bau München auftreten, wo sie Waxmans "Carmen Fantasie" spielt.

Mehr dazu in Aktuelle Veranstaltungen
Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin
Derzeit schreibt die ambitionierte Nachwuchs-Geigerin an ihrer Diplomarbeit über Jascha Haifetz und seine Interpretation des Korngold-Violinkonzerts. Für ihr Repertoire erarbeitet sie nun auch das Korngold-Violinkonzert sowie Violinkonzerte von Schostakowitsch und Szymanowski.

Wie ihre Zukunftswünsche lauten? "Mein größter Wunsch ist es natürlich, Solistin zu sein. Und das auf einer Basis von zahlreichen Kammermusik-Konzerten. Aber auch die Pädagogik ist mir wichtig. Deshalb würde ich sehr gerne unterrichten - und meine Erfahrungen weitergeben", so Lea Birringer.
Text: Matthias Osiecki
Die Ö1 Talentebörse ist ein Kunstförderprojekt mit Unterstützung der Bank Austria.

Mehr zu Preisen, Auszeichnungen und Stipendien von Lea Birringer in oe1.ORF.at

Kontakt
Lea Birringer

Tipp
Die Porträts der Ö1 Talentebörse können seit 1. September 2008 im Rahmen der Ö1 Podcast nachgehört werden. Alle Sendungen des kostenfreien Radio-Abos finden Sie hier.

Links
Universität Mozarteum Salzburg
Lea Birringer
Esther Birringer
Berliner Symphoniker
Deutsche Stiftung Musikleben
16. Internationaler Johannes Brahms Wettbewerb 2009
Sport meets Art '09
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Ö1 Talentebörse: Musik

Sophie Pacini, Klavier
Angela Tröndle, Jazzmusikerin
Florian Aichinger, Flötist
Martin Riener, Posaune
Alice Sara Ott, Pianistin
Martin Eckmann, Tuba
Gernot Jöbstl, Oboe
Matthias Kranebitter, Komponist
Matthias Bartolomey, Cellist
David Eggert, Cellist
Alina Pinchas, Geige
Hannes Kerschbaumer, Komponist
Kristina Suklar, Geige
Stephan Maria Karl, Komponist
Michael Lagger, Jazz-Klavier
Herbert Maderthaner, Oboe
Wolfgang Heiler, Fagott
Marios Joannou Elia, Komponist
Rony Moser, Klarinettist
Antanina Kalechyts, Orgel
Meng Li, Dirigentin
Karin Meissl, Schlagwerk
Christoph Ehrenfellner, Dirigent, Komponist, Geiger
Daniela Koch, Flötistin
Christian Wieder, Jazztrompete
Christine Kisielewsky, Popularmusik
Chin-Chao Lin, Dirigent
Nikola Djoric, Akkordeon
Manuel Hofstätter, Schlagzeug
Elke Uta Frenzel, Oboe
Lea Birringer, Geigerin
Sebastian Aigner, Schlagwerk
Piotr Skweres, Violoncello und Komposition
Christoph Pepe Auer, Jazzmusiker
Sarah Christian, Geigerin
Raphael Handschuh, Viola
Ioanna Apostolakos, Geige
Adrian Buzac, Oboe
Daniel Ottensamer, Klarinettist
Clemens Berg, Pianist
Daniel Auner, Geiger
Christian Haimel, Gitarre
Martin August Fuchsberger, Dirigent
Katrina Szederkenyi, Harfenistin
Keiko Hattori, Pianistin
Stefan Stroissnig, Pianist
Bence Kulcsár, Schlagwerker
Gerald Pöttinger, Posaune
Evelyn Pena Comas, Querflöte
Marina Bkhiyan, Violine
Manuel Huber, Hornist
Christoph W. Pirker, Orgel
Katharina Engelbrecht, Geigerin
Jürgen Hofstätter, Trompete
Alex Ladstätter, Klarinette
Christoph Wimmer, Kontrabassist
Yuki Manuela Janke, Geigerin
Johannes Wilhelm, Pianist
Maria Erlacher, Sopran
Caroline Löffler, Violine
Cordula Stepp, Sopranistin
Elisabeth Baumer, Barock-Oboe
Konstanze Ackermann, Klassisches Saxofon
Andreas Penninger, Organist und Dirigent
Adam Rekucki, Kontrabass
Wolfgang Mayer, Komponist
Trio Tritonous, Geige, Cello, Klavier
Thomas Fichtinger, Klarinette
Peter Ovtscharov, Pianist
Andreas Teufel, Pianist
Sergey Malov, Violine
Andreas Ziegler, Tonmeister
Fabian Kerber, Bassposaune
Eva Klampfer, Jazzgesang
Alja Velkaverh, Flöte
Franziska Kober, Kontrabass
Peter Fliecher, Trompete
Veronika Trisko, Pianistin
Lucja Madziar, Geigerin
Christian Hollensteiner, Trompete
Hannes Hölzl, Posaune
Michaela Girardi, Geigerin
Michal Matejcik, Harfe
Johannes Bär, Trompete
Rupert Struber, Schlagzeuger
Jana Kmitova, Komponistin
Sandra Kirschenhofer, Flötistin
Birgit Selhofer, Dirigentin