Für das interkulturelle Verständnis
Initiiert wurde das umfangreiche Projekt vor mittlerweile vier Jahren von der "Library of Congress" in Washington, die nicht mehr nur die eigenen Objekte, sondern das kulturelle Erbe der ganzen Welt online zugänglich machen wollte.
Derzeit sind 32 Partnerorganisationen an dem Projekt beteiligt. Ziel ist es, in jedem Land der Welt eine Partnerinstitution zu haben, um eine wahre "Weltbibliothek" zu bilden. Schon jetzt sind zwar alle 193 Mitgliedsstaaten der UNESCO mit Objekten im Online-Archiv vertreten, allerdings kommen viele davon nicht direkt aus den jeweiligen Ländern, sondern aus Bibliotheken und Museen des Westens.
Die Nachfrage nach solcherart digitalisierten Inhalten ist groß. Das weiß man spätestens seit dem Start eines ähnlichen Projektes auf EU-Ebene im letzten Herbst. Als auf der "Europeana" die EU-Mitgliedsstaaten mehr als zwei Millionen Objekte online gestellt hatten, brach die Seite zum Start unter dem Nutzeransturm zusammen.

Das kulturelle Erbe der ganzen Welt soll online zugänglich gemacht werden.
Die Zahl von knapp 1.200 Objekten mag im Vergleich zur "Europeana" für eine "Weltbibliothek" noch sehr klein erscheinen, aber dafür wird hier auf Qualität statt Quantität gesetzt: Die Art der Präsentation und Beschreibung ist hochprofessionell und trotzdem auch für Nichtwissenschaftler spannend. Und das in arabisch, englisch, spanisch, französisch, portugiesisch, russisch und chinesisch. Einige Objekte werden zusätzlich per Video von Kuratoren erklärt.
In die Bilddokumente lässt sich weit hineinzoomen ohne dass die Ansicht gleich völlig verpixelt. Und es hat schon was, wenn man eine 700 Jahre alte arabische Handschrift aus Timbuktu bis in die Details des kalligraphischen Pinselstrichs auf dem eigenen PC betrachten kann.
Digital.Leben, Montag bis Donnerstag, 16:55 Uhr
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