Inspiriert durch "Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ ist das Linzer Ars Electronica Center im Rahmen von "Linz09“ zu einer Reise um die Welt aufgebrochen - real und virtuell.
The Three Gorges of the Future
Das größte Wasserkraftwerk der Welt
Das größte Wasserkraftwerk der Welt
Der Drei-Schluchten-Damm am Jangtse-Strom ist eines der umstrittensten Bauvorhaben Chinas. Bereits in den 1950er Jahren begannen die Planungen, 2011 soll die Gesamtanlage 22.000 Megawatt Strom liefern. Der Drei-Schluchten-Damm ist das größte Wasserkraftwerk der Welt. Wegen des Projekts mussten mehr als eine Million Menschen ihren Lebensraum verlassen. Die Baukosten betragen zirka 20 Milliarden Euro.

Das umstrittenste Bauvorhaben Chinas, der "Drei-Schluchten-Damm" am Jangtse-Strom, findet auch in "Second LIfe" statt.

Das umstrittenste Bauvorhaben Chinas, der "Drei-Schluchten-Damm" am Jangtse-Strom, findet auch in "Second LIfe" statt.
“Drei Schluchten Damm"
Der Künstler Handong Zhu versucht in seinem Projekt drei Aspekte zu integrieren: Das Gebiet der drei Schluchten wird in "Second Life" nachgebaut. In diesem virtuellen Teil des Projektes werden unter anderem die zahlreichen Konflikte thematisiert, die der Bau des Drei-Schluchten-Damms in China hervorgerufen hat: die Absiedelung von mehr als einer Million Menschen, der Umgang mit dem Verlust und die Versuche der Erhaltung des kulturellen Erbes.
In "Second Life" kann man die untergegangenen Dinge sehen. Der Künstler taucht unter die (Wasser-)Oberfläche und holt die versunkenen Gegenstände an das Tageslicht. Der zweite Projektteil ist eine Live-Verbindung mit Linz. Dabei werden Menschen zu sehen sein, die sich in Plastik-Ballon-Blasen auf dem Fluss bewegen, mit denen man von Linz aus sprechen kann.
Der dritte Teil des Projektes ist die direkte Verbindung in die virtuelle Welt von "Second Life" beziehungsweise auch die Kommunikation mit den Menschen in China über Terminals im Ars-Electronica-Basislager auf dem Linzer Hauptplatz.
Der Künstler Handong Zhu versucht in seinem Projekt drei Aspekte zu integrieren: Das Gebiet der drei Schluchten wird in "Second Life" nachgebaut. In diesem virtuellen Teil des Projektes werden unter anderem die zahlreichen Konflikte thematisiert, die der Bau des Drei-Schluchten-Damms in China hervorgerufen hat: die Absiedelung von mehr als einer Million Menschen, der Umgang mit dem Verlust und die Versuche der Erhaltung des kulturellen Erbes.
In "Second Life" kann man die untergegangenen Dinge sehen. Der Künstler taucht unter die (Wasser-)Oberfläche und holt die versunkenen Gegenstände an das Tageslicht. Der zweite Projektteil ist eine Live-Verbindung mit Linz. Dabei werden Menschen zu sehen sein, die sich in Plastik-Ballon-Blasen auf dem Fluss bewegen, mit denen man von Linz aus sprechen kann.
Der dritte Teil des Projektes ist die direkte Verbindung in die virtuelle Welt von "Second Life" beziehungsweise auch die Kommunikation mit den Menschen in China über Terminals im Ars-Electronica-Basislager auf dem Linzer Hauptplatz.
Handong Zhu über "Three Gorges of the Future“
"Das Werk beschreibt aus persönlicher Perspektive die aktuelle Lebenssituation einfacher Menschen entlang beider Ufer des Drei-Schluchten-Stausees, es stellt realistisch und objektiv Geschichte und Fakten der drei Schluchten vor dem Hintergrund der rasanten Verstädterung Chinas dar und beschreibt die Auswirkungen des Anstiegs des Wasserspiegels auf Städte, kulturelles Erbe und Landschaft am Oberlauf des Jangtse.“
"Das Werk beschreibt aus persönlicher Perspektive die aktuelle Lebenssituation einfacher Menschen entlang beider Ufer des Drei-Schluchten-Stausees, es stellt realistisch und objektiv Geschichte und Fakten der drei Schluchten vor dem Hintergrund der rasanten Verstädterung Chinas dar und beschreibt die Auswirkungen des Anstiegs des Wasserspiegels auf Städte, kulturelles Erbe und Landschaft am Oberlauf des Jangtse.“
Auswirkungen auf Umwelt und Ökologie
Handong Zhu über die deutlichen Konsequenzen des Baus: "Hauptsächlich ist das Klima betroffen, es gibt Bergrutsche, Einbrüche des Bodens, sowie eine Unterbrechung der biologischen Kette bei Flora und Fauna. Aber gleichzeitig wurde durch die Energiegewinnung durch das Drei-Schluchten-Projekt die Verfeuerung von Kohle in thermischen Kraftwerken um 50 Millionen Tonnen reduziert, wodurch der Ausstoß von CO2-Partikeln und damit der Treibhauseffekt zum Nutzen des Umweltschutzes verringert worden ist."
"Die kulturellen Auswirkungen betreffen vor allem Kulturgüter und historische Bauten im Drei-Schluchten-Tal und den Erhalt des nicht-materiellen Kulturerbes. In den drei Schluchten sind einst die Kulturen der Staaten Ba und Zhu aufeinandergetroffen. Auch wenn die Regierung versucht hat, die wichtigsten Kulturschätze und Bauten zu schützen, so bleiben bei den Schutzmaßnahmen vor Ort doch oft nur ein Bedauern über die Verluste zurück", meint Handong Zhu.
"Die Menschen, die diese Region verlassen mussten, haben auf einen Schlag ihre regionale Identität verloren. Die Zukunft wird zeigen, inwieweit der Drei-Schluchten-Damm in letzter Konsequenz die Region verändert hat.“
Handong Zhu über die deutlichen Konsequenzen des Baus: "Hauptsächlich ist das Klima betroffen, es gibt Bergrutsche, Einbrüche des Bodens, sowie eine Unterbrechung der biologischen Kette bei Flora und Fauna. Aber gleichzeitig wurde durch die Energiegewinnung durch das Drei-Schluchten-Projekt die Verfeuerung von Kohle in thermischen Kraftwerken um 50 Millionen Tonnen reduziert, wodurch der Ausstoß von CO2-Partikeln und damit der Treibhauseffekt zum Nutzen des Umweltschutzes verringert worden ist."
"Die kulturellen Auswirkungen betreffen vor allem Kulturgüter und historische Bauten im Drei-Schluchten-Tal und den Erhalt des nicht-materiellen Kulturerbes. In den drei Schluchten sind einst die Kulturen der Staaten Ba und Zhu aufeinandergetroffen. Auch wenn die Regierung versucht hat, die wichtigsten Kulturschätze und Bauten zu schützen, so bleiben bei den Schutzmaßnahmen vor Ort doch oft nur ein Bedauern über die Verluste zurück", meint Handong Zhu.
"Die Menschen, die diese Region verlassen mussten, haben auf einen Schlag ihre regionale Identität verloren. Die Zukunft wird zeigen, inwieweit der Drei-Schluchten-Damm in letzter Konsequenz die Region verändert hat.“
Text: Petra Herczeg
"80+1 - Eine Weltreise" ist ein Projekt für
Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas.
Mit freundlicher Unterstützung der voestalpine AG.
Mehr zu Linz09 in oe1.ORF.at
Hör-Tipps
Digital.Leben, bis 6. September 2009, Montag bis Donnerstag, 16:55 Uhr, "80+1 - Eine Weltreise", Berichte über das Projekt von "Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas". Die einzelnen Beiträge sind auch über den Ö1 Podcast erhältlich.
Mehr dazu unter Ö1 Podcast
Die Sendungsinhalte zum Projekt "80+1" sind auch mobil unter der Festnetznummer 050 304-2009 abrufbar (Gebühren gemäß den Tarifen Ihres Telefonanbieters).
Tipp
Zum Abschluss von 80+1 und dem gleichzeitigen Beginn der ars electronica ist Radio Österreich 1 mit dem "Mobilen Ö1 Atelier" als Kommunikationsplattform auf dem Linzer Hauplatz präsent und widmet sich in Zusammenarbeit mit dem Festival dem Kernthema "Human Nature". Parallel dazu ist das Ö1 Kulturjournal live vor Ort und sendet von 31. August bis 4. September 2009 erstmals aus dem obersten Stock des neuen Ars Electronica Center (AEC).
Links
80 + 1
Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas.
Mit freundlicher Unterstützung der voestalpine AG.
Mehr zu Linz09 in oe1.ORF.at
Hör-Tipps
Digital.Leben, bis 6. September 2009, Montag bis Donnerstag, 16:55 Uhr, "80+1 - Eine Weltreise", Berichte über das Projekt von "Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas". Die einzelnen Beiträge sind auch über den Ö1 Podcast erhältlich.
Mehr dazu unter Ö1 Podcast
Die Sendungsinhalte zum Projekt "80+1" sind auch mobil unter der Festnetznummer 050 304-2009 abrufbar (Gebühren gemäß den Tarifen Ihres Telefonanbieters).
Tipp
Zum Abschluss von 80+1 und dem gleichzeitigen Beginn der ars electronica ist Radio Österreich 1 mit dem "Mobilen Ö1 Atelier" als Kommunikationsplattform auf dem Linzer Hauplatz präsent und widmet sich in Zusammenarbeit mit dem Festival dem Kernthema "Human Nature". Parallel dazu ist das Ö1 Kulturjournal live vor Ort und sendet von 31. August bis 4. September 2009 erstmals aus dem obersten Stock des neuen Ars Electronica Center (AEC).
Links
80 + 1
Um Ihre Meinung abgeben zu können, müssen Sie sich einloggen.
Log-in
Die ORF.at-Foren
sind jedermann zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen.
Bitte bleiben Sie sachlich und bemühen Sie sich um eine faire und
freundliche Diskussions-Atmosphäre. Die Redaktion übernimmt keinerlei
Verantwortung für den Inhalt der Beiträge, behält sich aber das Recht
vor, krass unsachliche, rechtswidrige oder moralisch bedenkliche
Beiträge zu löschen.
80+1
Exploration und Literatur
Mission Jules Verne
Rollenspiele
Reale Identitäten
SmartEars
Globaler Schiffsfriedhof
Bangalore, Indien
Urbanet
Altern
Wie klingt Gaza?
TaxiLink- Projekt
Conserving the diversity of life
Arrorró
"Movement & Impact“
Klimawandel
Medien - Weltwahrnehmung
Topologie von Dubai
Lampedusa und "White Shadow"
The Three Gorges of the Future
Live Bits von den Märkten in Dhaka
Water in Africa - Water in Austria
One laptop per child
Schicke ein Lächeln nach Bhutan
Eine reale und virtuelle Weltreise