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Karin Meissl, Schlagwerk
Mit breiter Palette von Klassik bis Jazz
Audio
7. Beethoven, 3. Satz (Ausschnitt)
Länge: 0:27 min
"Ich habe mit fünf mit der Blockflöte begonnen. Damals wurde in meinem Heimatort Bockfließ eine Blasmusikkapelle aufgebaut. Nach zwei Jahren stellte sich dann die Frage, auf welches Instrument ich umsteigen könnte.

Ursprünglich wollte ich Querflöte lernen, aber es waren alle Plätze in der Musikschule schon besetzt. Aber es hat sich schließlich gut ergeben, da meine Blockflöte-Lehrerin auch Schlagzeug unterrichtete. Sie machte meine Mutter darauf aufmerksam, dass ich ein besonderes rhythmisches Talent habe und auch motorisch alles gut funktionieren würde", berichtet Karin Meissl, gebürtige Niederösterreicherin aus Hainburg, die in Bockfließ aufgewachsen ist, Jahrgang 1983, über ihre Anfänge.

(c) Meissl
Karin Meissl

Begonnen hat die junge Musikerin am Konservatorium Wien mit dem Konzertfach-Studium Schlagwerk bereits 1996 zunächst bei Ernst Theis. Seit 2003 studiert Meissl bei Josef Gumpinger, dem Schlagzeuger des RSO Wien.

Den Bachelor hat sie bereits 2006 abgelegt, ihr Master-Studium wird Meissl im Sommer 2010 beenden.

Ebenfalls 2006 hat sie das Studium für Instrumentalpädagogik (IGP) am Konservatorium Wien Privatuniversität mit den Schwerpunkten Jazz-Schlagzeug bei Walter Grassmann und Anton Mühlhofer sowie Elementare Musikpädagogik bereits abgeschlossen. Mit dieser Ausbildung ist sie befähigt zu unterrichten.

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Die erfolgreiche Schlagwerkerin Karin Meissl bei einem Konzert des Symphonieorchesters des Konservatoriums Wien.

Die Vielfalt als Herausforderung
"Es ist die Vielfalt, die vielen Instrumente, die man im Bereich Schlagwerk beherrschen muss. Und man hat sozusagen eine Chef-Rolle, denn man ist immer auf sich allein gestellt, weil man seine Stimme immer allein spielt. Dazu muss man selbstbewusst sein und Selbstvertrauen haben.

Denn ich kann mich nicht darauf verlassen, zum Beispiel noch zehn weitere Geigen meine Stimme mitspielen. Ich bin immer allein und verantwortlich für meine Schläge, die ich setze. Das ist natürlich eine Herausforderung", erläutert Meissl, die auch Jazz-Schlagzeug als Nebenfach studiert.
Von Jeunesse Orchester bis Wiener Philharmoniker
Seit 2005 konnte Karin Meissl als Substitutin umfangreiche Orchester-Praxis sammeln vom Jeunesse Orchester bis zu den Wiener Philharmonikern:

"Meine Schlagwerk-Kollegen haben schon relativ früh begonnen, neben dem Studium zu substituieren. Bei mir hat es etwas gedauert. Bei mir hat es etwas gedauert. Mit etwa 20 habe ich dann begonnen, in nahezu allen Wiener Orchestern zu substituieren. Das war sehr wichtig, denn ich habe realisiert: das ist mein Beruf, das will ich machen.

Die wichtigste und lehrreichste Zeit für mich war jene in der Staatsoper mit den Wiener Philharmonikern. In dieser Zeit habe ich sozusagen wirklich Blut geleckt", berichtet die junge Schlagwerkerin, die ab Herbst 2005 einen Halbjahresvertrag hatte.

Tourneen mit den Wiener Philharmonikern führten sie nach Europa, Japan sowie nach Amerika. Beim Neujahrskonzert 2006 wirkte sie unter Mariss Jansons mit.

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Die junge Solo-Paukistin Karin Meissl bei einer Probe der Grazer Philharmoniker, bei denen sie seit Oktober 2007 fix engagiert ist.

Solo-Paukistin der Grazer Oper seit 2007
Und vor zwei Jahren gelang es Karin Meissl, in dieser bisher eher Männern vorbehaltenen Domäne, Fuß zu fassen: Ihr zehntes Probespiel - an dem sie ursprünglich gar nicht teilnehmen wollte - brachte ihr 2007 das Fix-Engagement als Solo-Paukistin an der Grazer Oper:

"Ich kam gerade von einer Tournee zurück und wollte eigentlich gar nicht an dem Probespiel teilnehmen. Professor Gumpinger hat mich aber dazu gedrängt. So war es dann eine Schnellaktion mit einer Woche intensivstem Üben.

Das Probespiel verlief dann ausgezeichnet. Ich war in Super-Form und das freie Spiel klappte hervorragend. Ab Oktober habe ich dann an der Grazer Oper begonnen", schildert die erfolgreiche Musikerin. Die Abstimmung der Grazer Philharmoniker nach der Probezeit fiel einstimmig für Karin Meissl aus, die nun fix engagiert ist.
In Nono-Oper bei Salzburger Festspielen 2009
In diesem Sommer wirkte die ambitionierte Schlagwerkerin bei den Wiener Philharmonikern unter Ingo Metzmacher in der Salzburger Festspiel-Produktion der Nono-Oper "Al gran sole carico d'amore", die bis 14. August 2009 gezeigt wurde, mit.

Ende August spielte sie mit den Innviertler Symphonikern, die heuer Orffs "Carmina burana" und Strawinskys "Feuervogel"-Suite aufführten.
Mitglied der "Rhythmania Artists"
Karin Meissl ist auch Mitglied des Schlagwerk-Ensembles "Rhythmania Artists", das seit 2002 besteht:

"Wir haben alle fünf am Konservatorium studiert und zunächst in den Pausen gemeinsam gespielt. So entstand dann die Idee, ein eigenes Ensemble zu gründen. Diese Tätigkeit ist für uns Berufsmusiker sehr wichtig – es ist eben unsere Art von Kammermusik", erklärt Meissl.

Und am 16. August 2009 waren die "Rhythmania Artists", die etwa vier Konzerte pro Jahr geben, bei den Festspielen in Golling zu hören.

(c) Meissl
Karin Meissl mit dem Schlagwerk-Ensemble "Rhythmania Artists", dem sie seit 2002 angehört, bei einer CD-Aufnahme.

Die Dinge auf sich zukommen lassen
Außer an ihren aktuellen Projekten arbeitet die junge Musikerin, die auch pädagogisch tätig ist, derzeit am Gesang, den sie im Rahmen der "Rhythmania Artists" einsetzt.

Welche Zukunftswünsche hat die erfolgreiche Nachwuchs-Schlagwerkerin? "Ich bin mit dem, was ich bisher erreichen konnte, sehr zufrieden. Und genauso will ich es in Zukunft halten - und mache keine großen Pläne, sondern lasse die Dinge auf mich zukommen", so Karin Meissl.
Text: Matthias Osiecki
Die Ö1 Talentebörse ist ein Kunstförderprojekt mit Unterstützung der Bank Austria

Kontakt
Karin Meissl

Tipp
Die Porträts der Ö1 Talentebörse können seit 1. September 2008 im Rahmen der Ö1 Podcast nachgehört werden. Alle Sendungen des kostenfreien Radio-Abos finden Sie hier.

Hör-Tipp
Ö1 Talentebörse, Mittwoch, 5. August 2009, 7:55 Uhr

Links
Konservatorium Wien Privatuniversität
Innviertler Symphonie Orchester
Kunst & Musik Forum Golling
Musikschule Korneuburg
Oliver Madas
Oper Graz
RSO Wien
Salzburger Festspiele
Wiener Jeunesse Orchester
Wiener Philharmoniker
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Ö1 Talentebörse: Musik

Sophie Pacini, Klavier
Angela Tröndle, Jazzmusikerin
Florian Aichinger, Flötist
Martin Riener, Posaune
Alice Sara Ott, Pianistin
Martin Eckmann, Tuba
Gernot Jöbstl, Oboe
Matthias Kranebitter, Komponist
Matthias Bartolomey, Cellist
David Eggert, Cellist
Alina Pinchas, Geige
Hannes Kerschbaumer, Komponist
Kristina Suklar, Geige
Stephan Maria Karl, Komponist
Michael Lagger, Jazz-Klavier
Herbert Maderthaner, Oboe
Wolfgang Heiler, Fagott
Marios Joannou Elia, Komponist
Rony Moser, Klarinettist
Antanina Kalechyts, Orgel
Meng Li, Dirigentin
Karin Meissl, Schlagwerk
Christoph Ehrenfellner, Dirigent, Komponist, Geiger
Daniela Koch, Flötistin
Christian Wieder, Jazztrompete
Christine Kisielewsky, Popularmusik
Chin-Chao Lin, Dirigent
Nikola Djoric, Akkordeon
Manuel Hofstätter, Schlagzeug
Elke Uta Frenzel, Oboe
Lea Birringer, Geigerin
Sebastian Aigner, Schlagwerk
Piotr Skweres, Violoncello und Komposition
Christoph Pepe Auer, Jazzmusiker
Sarah Christian, Geigerin
Raphael Handschuh, Viola
Ioanna Apostolakos, Geige
Adrian Buzac, Oboe
Daniel Ottensamer, Klarinettist
Clemens Berg, Pianist
Daniel Auner, Geiger
Christian Haimel, Gitarre
Martin August Fuchsberger, Dirigent
Katrina Szederkenyi, Harfenistin
Keiko Hattori, Pianistin
Stefan Stroissnig, Pianist
Bence Kulcsár, Schlagwerker
Gerald Pöttinger, Posaune
Evelyn Pena Comas, Querflöte
Marina Bkhiyan, Violine
Manuel Huber, Hornist
Christoph W. Pirker, Orgel
Katharina Engelbrecht, Geigerin
Jürgen Hofstätter, Trompete
Alex Ladstätter, Klarinette
Christoph Wimmer, Kontrabassist
Yuki Manuela Janke, Geigerin
Johannes Wilhelm, Pianist
Maria Erlacher, Sopran
Caroline Löffler, Violine
Cordula Stepp, Sopranistin
Elisabeth Baumer, Barock-Oboe
Konstanze Ackermann, Klassisches Saxofon
Andreas Penninger, Organist und Dirigent
Adam Rekucki, Kontrabass
Wolfgang Mayer, Komponist
Trio Tritonous, Geige, Cello, Klavier
Thomas Fichtinger, Klarinette
Peter Ovtscharov, Pianist
Andreas Teufel, Pianist
Sergey Malov, Violine
Andreas Ziegler, Tonmeister
Fabian Kerber, Bassposaune
Eva Klampfer, Jazzgesang
Alja Velkaverh, Flöte
Franziska Kober, Kontrabass
Peter Fliecher, Trompete
Veronika Trisko, Pianistin
Lucja Madziar, Geigerin
Christian Hollensteiner, Trompete
Hannes Hölzl, Posaune
Michaela Girardi, Geigerin
Michal Matejcik, Harfe
Johannes Bär, Trompete
Rupert Struber, Schlagzeuger
Jana Kmitova, Komponistin
Sandra Kirschenhofer, Flötistin
Birgit Selhofer, Dirigentin