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Was bedeutet Kunst für Sie?
Kunst und speziell die Schauspielerei bedeutet für mich ein Medium, über das ich eine Botschaft vermitteln und viele Menschen erreichen kann.

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Meine Kreativität kommt aus mir selbst und wird stark beeinflusst von den Dingen, die ich erlebe.

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Michael Großschädl, Schauspieler
Erste Premiere mit "Wie im Himmel" am 18. September
Audio
"As some Day it may happen" aus "Der Mikado"
Länge: 1:22 min
"Es hat schon in meiner Kindheit begonnen. Meist war ich es, der die Leute bei Familienfesten unterhalten hat. Als ich im Gymnasium war, gab es ein Casting für die 'Knax-Klub-Mini-Playback-Show' der Steiermärkischen Sparkasse. Ich nahm daran teil und wurde mit zwei Mädchen genommen. Wir bekamen dann einen Moderatoren-Crash-Kurs und haben abwechselnd diese Show moderiert. Es war das erste Mal, dass ich Bühnenluft schnupperte.

Als wieder jüngere Nachfolger für die Show gesucht wurden, war mir klar, dass ich diesen Weg weitergehen und mich im Theater-Bereich ausprobieren wollte. Damals ging ich neben der Schule ins 'Theater am Ortweinplatz'.

Mit etwa 16 war mein weiterer Weg klar. nach der Matura bereitete ich mich auf das Vorsprechen vor und hatte das Glück, gleich aufgenommen zu werden", berichtet Michael Großschädl, gebürtiger Grazer, Jahrgang 1987, über seine Entwicklung.

(c) Großschädl
Michael Großschädl

2005 begann er mit dem Schauspiel-Studium an der Kunst-Universität Graz, das er im Juni dieses Jahres mit Auszeichnung abgeschlossen hat.

Zu seinen Rollen-Lehrern zählten Oskar Krawanja, Kitty Buchhammer, Rolf Stahl, Axel Richter sowie Reinhard Herrgesell-Mitter.

Ein Höhepunkt seiner Karriere als Jungmoderator bleibt Michael Großschädl übrigens unvergesslich: als er gemeinsam mit ORF-Lady Ingrid Thurnher die Grazer Herbstmesse 2000 eröffnen durfte.

(c) Großschädl
Michael Großschädl in Shakespeares "Sommernachtstraum" im Rahmen des Sommertheaters im Burggarten Graz (Rollen: Egeus, Peter Squenz, Bohnenblüte, Regie: A. Richter, Juni 2007 und Mai 2008).

Wie eine Reise durch sich selbst
"Beim Schauspielen fasziniert mich vor allem die Wandlungsfähigkeit. Und man lernt dabei soviel über sich – es ist mitunter wie eine große Reise durch mich selbst. Dazu kommt noch, dass ich im Schauspiel - ob Theater oder Film - ein Medium sehe, mit dem ich sehr gut Menschen erreichen und eine Botschaft transportieren kann", erläutert Großschädl seinen Zugang.

(c) Großschädl
Michael Großschädl als Erzähler in Strawinskys "Geschichte vom Soldaten" (Regie: R. Herrgesell-Mitter, musikalische Leitung: N. Heidarian-Rasty, Theater im Palais, Graz, Mai 2007).

Besondere Affinität zu Strindberg-Rollen
"Eine ganz besondere Beziehung habe ich zu den jungen Charakteren von Strindberg, wie zum Beispiel den Studenten Archenholz aus der 'Gespenstersonate', oder den Sohn aus dem 'Pelikan'. Das sind Charaktere, die mich sehr interessieren und die ich gerne einmal spielen würde.

Eine meiner Lieblingsrollen ist der Moriz Stiefel aus Wedekinds 'Frühlingserwachen', der mich seit der Aufnahmeprüfung begleitet. Aber ebenso interessieren mich die jungen Rollen bei Shakespeare, Goethe und Schiller", erklärt Michael Großschädl.

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Michael Großschädl als Scharfrichter Koko in Gilbert & Sullivans Operette "Der Mikado" (Regie: A. Richter, musik. Leitung: H. Pack, musik. Bearbeitung, Arrangement: G. Noack, Theater im Palais, Graz, Mai 2009, Gastspiel Yokohama/Japan, Juni 2009)

"Der Mikado" als letzte Uni-Produktion
Während seines Schauspiel-Studiums konnte Großschädl bereits einige Theater-Praxis sammeln: so spielte er unter anderem in den Uni-Produktionen von Strawinskys "Geschichte vom Soldaten", im Tanzprojekt "Schwindsucht" sowie im "Sommernachtstraum". Am Grazer Schauspielhaus wirkte er unter anderem in der Inszenierung von Peter Konwitschnys "König Lear" mit.

Seine letzte Uni-Produktion erschloss dem jungen Schauspieler, der auch eine musikalische Ausbildung hat, ein neues Genre: er spielte in Gilbert und Sullivans Operette "Der Mikado": "es war nicht zuletzt ein ganz wichtiges Projekt für mich, weil hier verschiedene Sparten wie die Opern-Abteilung und Kostüm- und Bühnenbild zusammengearbeitet haben. Und das eröffnet andere Sichtweisen.

Es ist enorm spannend, mit Musik und mit Gesang zu arbeiten. Denn einem Bühnentext muss ich selbst Leben geben. Durch Musik und Gesang sind mir aber zum Teil bereits Emotionen vorgegeben. Und das zu erarbeiten war wahnsinnig spannend. Einfach zu sehen, wo im musikalischen Bereich die Möglichkeiten liegen. Und für mich sehr schön, auch auf der Bühne zu singen, weil ich das sehr gerne tue", berichtet Michael Großschädl über diese Produktion, die auch in Yokohama anlässlich des 140-Jahre-Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und Japan gastierte.

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Michael Großschädl als Günther in der von "Theater Melone"-Produktion "Systemhäschen" des Westbahntheaters Innsbruck (Regie: F. Hackspiel, 2007 und 2008).

Erfolgreiches Haas-Stück am Grazer Schauspielhaus
Eine andere wichtige Arbeit war für den jungen Schauspieler das Stück "Das Wetter vor 15 Jahren" nach dem Roman von Wolf Haas, in dem er am Grazer Schauspielhaus in den Spielzeiten 2007/08 und 2008/09 auftrat.

"Bei dieser Kooperation der Kunst-Uni mit dem Schauspielhaus haben noch vier Kolleg/innen des Schauspiel-Instituts mitgewirkt. Wir haben das Stück mit Regisseurin Sandra Schüdekopf und Dramaturgin Susanne Pirker erarbeitet. Ich glaube, es ist uns ganz gut gelungen - denn aus den ursprünglich zwölf geplanten Vorstellungen wurden schließlich 43 Abende, die ausverkauft waren. Es war insofern auch eine große Erfahrung für mich, ein Stück so oft zu spielen", stellt Michael Großschädl fest.
Fixengagement in Neuss ab Herbst 2009
Und noch vor seinem Studien-Abschluss erreichte Michael Großschädl ein wichtiges Ziel: ab kommender Saison ist er für zwei Jahre am Rheinischen Landestheater Neuss in Deutschland engagiert:

"Ich hatte ein gutes Vorsprechen - und daraus wurde zum Glück ein Engagement. Das erste Stück, in dem ich spiele, ist 'Wie im Himmel' nach dem gleichnamigen Film des schwedischen Filmregisseurs und Autors Kay Pollak. Regie führt Intendantin Bettina Jahnke, die Premiere ist am 18. September", freut sich der Nachwuchs-Schauspieler.

Mehr dazu in Aktuelle Veranstaltungen

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Michael Großschädl als Schwejk im Kurz-Kunstfilm "Schwejk Perspectives" (Regie: F. Moser und P. Schwinger, "steirischer herbst", 2006).

In Kurzfilm "Schwejk Perspectives"
Auch etwas Filmerfahrung konnte Großschädl im Kurzfilm "Schwejk Perspectives", der für den "steirischen herbst" 2006 entstand, sammeln.

"Film ist natürlich ein Medium, das mich auch sehr interessiert. Ich möchte aber über das Theater zum Film kommen. Der Idealfall wäre, wenn ich dann beides machen könnte."

(c) Großschädl
Michael Großschädl als Herr Trommler in Natascha Gangls "Zugvögel" (Regie: S. Mitterecker, Theater im Palais, Graz, Jänner 2008).

Theater, Film und Musical
Derzeit ist der erfolgreiche Nachwuchs-Schauspieler mit den Proben für seine erste Premiere in Neuss beschäftigt.

Wie lauten seine Zukunftswünsche? "Zusammen mit meiner Familie in einem gesicherten Umfeld leben, an einem Haus spielen und nebenbei auch Film und Musical machen zu dürfen", so Michael Großschädl.
Text: Matthias Osiecki
Die Ö1 Talentebörse ist ein Kunstförderprojekt mit Unterstützung der Bank Austria

Mehr zu Aufführungen und Film von Michael Großschädl in oe1.ORF.at

Kontakt
Michael Großschädl

Tipp
Die Porträts der Ö1 Talentebörse können im Rahmen der Ö1 Podcast nachgehört werden. Alle Sendungen des kostenfreien Radio-Abos finden Sie hier.

Links
Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
Michael Großschädl
Schauspielhaus Graz - Das Wetter vor 15 Jahren
Rheinisches Landestheater Neuss
Schauspielhaus Graz
Theater Melone
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Ö1 Talentebörse: Bühne

Diana-Marina Fischer, Sopran
Sarantos Zervoulakos, Schauspielregie
Andrejus Kalinovas, Tenor
Raimund Orfeo Voigt, Szenografie
Angela Smigoc, Schauspielerin
Simona Eisinger, Koloratursopran
Martina Mikelic, Altistin
Markus Subramaniam, Schauspieler
Michael Großschädl, Schauspieler
Regina Riel, Sopran
Alexander Meile, Schauspieler
Stefan Leonhardsberger, Schauspieler
Martina Lechner, Musikalisches Unterhaltungstheater
Eva Maria Sommersberg, Schauspielerin
Marie Jung, Schauspielerin
Andrè Schuen, Bassbariton
Steffen Jäger, Regie
Emily Cox, Schauspielerin
Anna Unterberger, Schauspielerin
Theresa Langer, Schauspielerin
Verena Rotky, Bühnengestaltung
Ines Schiller, Schauspielerin
Louisa von Spies, Schauspielerin
Susanne Inkiow, Regie
Anita Götz, Sopran
Katja Lehmann, Regisseurin
Nikoletta Korkos, Tänzerin
Irene Mattausch, Sopran
Sophia Freynhofer, Schauspielerin
Johannes Pölzgutter, Musiktheaterregie
Nanina R. Kotlowski, Tänzerin
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Matthäus Schmidlechner, Tenor
Christiane Karg, Sopranistin
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Alexander F. Zieglarski, Schauspieler
Barbara Schulte, Theater-Regie
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Anna Maria Nowak, Tänzerin
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Sirkka Mentlein, Musiktheater-Regie
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Thomas Frank, Schauspieler
Taylan Memioglu, Tenor
Magdalena Kronschläger, Schauspielerin
Florian Berger, Tanz
Jolene McCleland, Mezzosopran
Bettina Schwarz, Schauspielerin
Barbara Novotny, Schauspielerin
Bryan Rothfuss, Bariton
Peter Gregor Pertusini, Schauspieler
Tania Oppel, Koloratursopran
Anisha Bondy, Musiktheater-Regie
Daniela Keckeis, Schauspielerin
Katharina Knap, Schauspielerin
Rainer Sellmaier, Bühnenbild
Thiemo Strutzenberger, Schauspieler