Von der Wunde zur Narbe

Viele Menschen wollen ihre Narben entfernen oder verschönern lassen.
Narben werden mit Druckverbänden, Peelings, Laser oder Silikonpflaster behandelt. Hypertrophe Narben und Keloide werden oft mit Kortison unterspritzt, um die Produktion von Kollagen zu hemmen. In atrophe Narben wird häufig eigenes Körperfett gespritzt oder sie werden mit Trichlor-Essigsäure behandelt, um die Gewebe-Neubildung anzuregen.
Bei zusammengezogenen Narben, so genannten Kontrakturen, sind operative Maßnahmen sinnvoll. Dabei werden die Narben herausgetrennt und neu vernäht, so dass die Wunde erneut primär verheilen kann. Führt eine Narbe zu Bewegungseinschränkungen, kann sie dabei auch an eine günstigere Körperstelle verlegt werden.
Bei Operationen werden Narben nach Möglichkeit an unsichtbare Stellen gelegt. So wird zum Beispiel bei einem "Facelifting" unter dem Ohr oder im haartragenden Bereich geschnitten. Bei Lid-Operationen wird die Naht in die Oberlidfurche gesetzt. Bei Brust-Vergrößerungen sind Narben unter der Achsel oder in der Unterbrust-Falte versteckt.
Ist es nicht zu vermeiden an sichtbaren Körperstellen zu operieren, werden Wunden mit einem speziellen Faden und einer speziellen Nahttechnik geschlossen, damit zumindest "schöne" Narben zurückbleiben. Ein neuer Ansatz zur Narbenreduktion ist, dass man den für die Narbenbildung wichtigen Botenstoff TNF Alpha blockiert.
Die Neuraltherapie geht davon aus, dass beispielsweise Narben als Störfelder in Betracht kommen und in anderen Teilen des Körpers Schmerzen verursachen können. So könnte etwa eine Narbe am Knie für Kopfschmerzen sorgen, der Nabel als erste Wunde im Leben zu Harnweginfekten führen oder ein Piercing Gelenkschmerzen auslösen. Um Narben zu "entstören" wird ein Lokalanästhetikum in oder um die Narbe gespritzt. Diesen Vorgang nennt man Quaddeln.
Sind Menschen durch einen Unfall plötzlich entstellt, sind sie meist auch traumatisiert. Das Ereignis an sich ist traumatisch und die entstellende Narbe erinnert permanent daran. Hier kann die Psychiatrie mit den Methoden der Trauma-Therapie helfen. Auch Menschen, die den Drang verspüren sich selbst zu bestrafen, also zu verletzen, benötigen psychiatrische Hilfe.
Der Auslöser für dieses meist unbewusste Verhalten sind körperliche Gewalterfahrungen und Aggressionsverbot in der Kindheit. Ebenfalls in der Kindheit sind die Gründe für die Borderline- Persönlichkeitsstörung zu suchen. Diesen Menschen fällt es schwer, Nähe und Distanz zu regulieren. In diesem Zustand wird eine unerträgliche Spannung aufgebaut, die bei körperlichen Schmerzen nachlässt.
"Gestorben wird, wenn wir es sagen"
100 Jahre Unfallchirurgie
Achtung, Schnarchgefahr!
Akute und chronische Harnwegsinfekte
Arbeitslosigkeit und Gesundheit
Asthma bronchiale
Atherosklerose-Forschung
Beschwerden in den Wechseljahren
Burnout im Gesundheitswesen
Das Streben nach Gesundheit
Diabetes
Die Wirbelsäule der Frau
Eigenverantwortung
Eingriffe zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten
Frauengesundheit
Früherkennungsmethoden
Früherkennungsmethoden - Teil 2
Gesund altern
Gesund altern - Teil 2
Gesundheit und Straßenverkehr
Glaube und Religion im Krankheitsfall - Teil 1
Glaukom und Erkrankungen der Makula
Glück zum Selbermachen
Hörschäden nehmen zu
Inkontinenz
Jugendliche Amokläufer
Kinder- und Jugendheilkunde
Krank durch gesundes Essen
Krank durch Lebensmittel?
Medizin im Internet
Medizinuniversität Salzburg
Narben
Probiotika
Proteomik
Resilienz
Rheuma
Schilddrüsenerkrankungen
Schlafstörungen
Sommersportarten
Trockenes Auge und Bindehautentzündung
Ungewöhnliche Krankheitsverläufe
Unsichtbare Welt der Mikroorganismen
Wer braucht Nahrungsergänzungsmittel?
Wie die Psyche krank macht