oe1.ORF.atORF.at
oe1.ORF.at
Webradio Podcast
Highlights
Was bedeutet Kunst für Sie?
Kunst ist auch für mich ein zu allgemeiner Überbegriff verschiedener Ausdrucksformen, von denen die Musik einen Großteil darstellt. Die Musik ist wahrlich die einzige Sprache, die nicht übersetzt werden muss, da ein jeder sie verstehen kann. Das macht sie für mich zu einem unersetzlichen Bestandteil meines Lebens.

Woher kommt Ihre Kreativität?
Daraus, dass ich versuche, aus den Stücken die Ideenvielfalt, die der Komponist deutlich, aber doch versteckt zum Ausdruck gebracht hat, auf meine Weise zu erkennen und wiederzugeben. Das Aufbauen meiner Interpretation ist eine permanente Entdeckungsreise. Das bedeutet nicht, um jeden Preis originell sein zu wollen, sondern sich mit Demut vor dem zu verneigen, was bereits kreiert wurde.

Ihr Motto lautet?
Ich träume nicht mein Leben, sondern lebe meinen Traum.

Mehr zur Ö1 Talentebörse
Sophie Pacini, Klavier
Mit Debüt-CD zum Chopin-Jahr 2010
Audio
Sophie Pacini spielt Mozart, Liszt, Schumann
Länge: 1:38 min
"Meine Eltern wollten, dass ich ein Instrument lerne. Und so habe ich mit sechs Jahren mit dem Klavierspielen begonnen. Wir hatten zuhause ein Klavier, da meine Vater früher manchmal spielte.

Meine Klavier-Lehrerin merkte, dass ich schnell lerne und mich schnell entwickle. Mit acht spielte ich erstmals auswendig ein Konzert mit Orchester. So brachte mich meine Lehrerin zu der Hochbegabten-Institutsleiterin aus Kiew, die sie kannte, damit ich ihr vorspiele und Ratschläge von ihr erhielte.

Die russische Pädagogin wollte mich aber gleich nach Kiew mitnehmen - was meine Eltern damals natürlich nicht wollten. So gab sie mir einige Tipps, was ich spielen und an welchen Wettbewerben ich teilnehmen sollte. In der Folge nahm ich dann am Steinway-Wettbewerb teil, den ich auch gewann", erzählt Sophie Pacini, gebürtige Münchnerin, Jahrgang 1991, über ihren Beginn.

(c) Pacini
Sophie Pacini

Bereits mit zehn begann sie mit ihrer Klavier-Ausbildung an der Mozarteum Universität Salzburg. Nach einer Auswahlprüfung wurde sie 2004 in das neu gegründete Hochbegabten-Institut aufgenommen, wo sie auch Improvisations-, Harmonie- und Tonsatzlehre, sowie Kompositions- und Dirigierunterricht erhielt.

Seit Herbst 2007 studiert sie in der Meisterklasse von Pavel Gililov und ist seit Juni 2009 Vollstudentin. Abschließen wird sie ihr Klavier-Studium voraussichtlich 2012.

Der herausragenden jungen Pianistin widmete das Ö1 Magazin "Intrada" am Freitag, 12. März 2010 (10:05 Uhr), ein Radioporträt.
Durch Empfehlung nach Salzburg
Da ihre Eltern die bestmögliche Ausbildung für ihre Tochter wollten, kam Pacini durch Empfehlung zunächst zu dem renommierten Klavier-Pädagogen Karl-Heinz Kämmerling nach Salzburg.

(c) Pacini
Mit dem Sinfonieorchester der Universität Mozarteum unter Leitung von Dennis Russell Davies wirkte Sophie Pacini im Juni 2009 in der Aufführung von Leonard Bernsteins 2. Symphonie "The Age of Anxiety" als Solistin mit.

Das Klavier - ein komplexes Instrument
"Mit dem Klavier ist es ja möglich, teilweise ganze Orchesterpartien darzustellen. Es ist ein so flexibles Instrument - und das komplexeste. Daher ist es auch das einzige Instrument, bei dem man an der Uni kein Nebenfach belegen muss. Und man kann immer wieder etwas Neues entdecken", schildert Pacini ihren Zugang.
Debüt-CD zum Chopin-Jahr 2010
Mit ihrem großen Förderer Gustav Kuhn hat Sophie Pacini auch beide Chopin-Klavierkonzerte einstudiert, die sie mit dem Haydn Orchester Bozen unter seiner Leitung im Rahmen des Chopin-Jubiläumsjahres 2010 aufnehmen wird:

"Meine Debüt-CD mit den Chopin-Konzerten wird Ende dieses Jahres erscheinen. Meine Beziehung zu Chopin hat sich in den letzten zwei Jahren entwickelt. Denn seine Musik hat mir immer mehr die Aspekte der romantischen Musik erschlossen. Meiner Meinung nach ist Chopin einer der besten Lehrer für die Zeit der Romantik", erläutert Pacini zu ihrer ersten Einspielung, die beim Label "col legno" erscheinen wird.
Bei "5 Jahre Ö1 Talentebörse"-Gala
Am 3. Dezember 2009 trat Sophie Pacini im Rahmen der Jubiläums-Gala "5 Jahre Ö1 Talentebörse" als eines der insgesamt zehn ausgesuchten Talente im ORF-RadioKulturhaus auf. Eine Aufzeichnung des Abends wurde in "Ö1 extra" am 5. Dezember 2009 gesendet.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Und im Rahmen der Ö1 Talentebörse-Reihe war ein Kurz-Porträt der erfolgreichen Jungpianistin am 4. September 2009 zum Abschluss der vorjährigen Radioserie zu hören.

(c) Pacini
Die Erfolge des Ausnahmetalents brachten der Nachwuchs-Pianistin Einladungen zu Konzerten im In- und Ausland, sowie Auftritte im TV: Hier in der ZDF-Sendung "Klassik Kids", wo Sophie Pacini das 3. Beethoven-Klavierkonzert spielte (2007).

Siegerin des Uni-Stipendiums-Wettbewerbs 2009
Im April 2009 konnte Sophie Pacini, die bereits mehrfache Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe ist, einen ganz besonderen Erfolg erringen: als jüngste Teilnehmerin gewann sie den 1. Preis beim Großen Stipendiums-Wettbewerb der österreichischen Universitäten, der mit 12.000 Euro dotiert ist.

"Der Wettbewerb, zu dem jede Uni zwei Teilnehmer/innen entsandte, fand in zwei Runden statt. In der Endrunde mussten wir dann ohne Pause ein 80-minütiges Recital spielen. In der ersten Runde wurden Teilstücke ausgewählt. Ich habe dann die A-Moll-Sonate von Mozart, die Sonate op. 101 von Beethoven, die h-Moll-Sonate von Liszt, dann drei Etüden, zwei von Chopin, eine von Liszt, sowie ein zeitgenössisches Werk. Und danach wurde der Sieger ermittelt. Es war ein toller Moment, als mich Heinz Medjimorec, der Jury-Vorsitzende, ausgezeichnet hat", freut sich Pacini.
Konzerte 2010
Mittlerweile konnte Pacini, die seit ihrem zehnten Lebensjahr öffentlich auftritt und derzeit rund 25 Konzerte pro Jahr gibt, umfangreiche Konzert-Praxis sammeln. Und auf die Nachwuchs-Pianistin warten bereits die nächsten Konzert-Termine:

Jüngst wurde Pacini zu einem internationalen Wettbewerb nach Tokio eingeladen. Am 28. März 2010 wird sie bei einem Kammermusikabend in Langenselbold bei Frankfurt auftreten. Im Juni wird sie im Rahmen des Vereins "Junge Musiker e.V" in der Villa Sander in Frankfurt/Main ein Recital geben und an der Universität Pisa Chopins 1. Klavierkonzert spielen.

Im Juli konzertiert sie beim renommierten Kammermusik-Festival in Lockenhaus. Und am 18. Oktober wird sie mit einem Chopin-Abend im Solitär der Universität Mozarteum Salzburg zu hören sein. Und beim Münchner "Kulturkreis Gasteig e.V." wird Pacini in der Saison 2010/11 in der Reihe "Winners & Masters" auftreten.

Mehr dazu in Aktuelle Veranstaltungen.
Bedeutender Förderer Gustav Kuhn
Mittlerweile konnte die Nachwuchs-Pianistin, die seit ihrem elften Lebensjahr öffentlich auftritt und derzeit rund 25 Konzerte pro Jahr gibt, umfangreiche Konzert-Praxis sammeln.

So war sie 2009 unter anderem beim renommierten Kammermusikfest Lockenhaus im Burgenland zu hören, wo sie für einen erkrankten Kollegen einsprang, und trat bei den Tiroler Festspielen Erl auf, wo sei bei Gustav Kuhn, einem ihrer wichtigsten Förderer, konzertierte:

"Ich bin seit drei Jahren in der Akademie Montegral bei Maestro Kuhn, der junge Talente fördert. Im Vorjahr durfte ich das 1. Chopin-Klavierkonzert in Erl spielen und einen Solo-Abend geben. Das ist natürlich eine wunderbare Möglichkeit für eine junge Künstlerin", berichtet die Nachwuchs-Pianistin. Und im kommenden Juli wird sie in einem Solo-Konzert, das Chopin gewidmet ist, wieder in Erl zu hören sein.

(c) Pacini
Sophie Pacini bei der Generalprobe für das 1. Chopin-Klavierkonzert mit Maestro Gustav Kuhn und dem Orchester der Tiroler Festspiele, mit dem sie 2009 in Erl auftrat.

Von Dresden bis Warschau
Im Herbst 2009 absolvierte die gefragte Jung-Pianistin Konzerte in Dresden, in Pisa sowie Ende November beim Klavierfestival in Warschau in Polen.

(c) Pacini
Bei ihrer ersten großen Deutschland-Tournee, die sie u. a. in den Münchner Herkulessaal führte, spielte Sophie Pacini Mozarts Klavierkonzert KV 595 mit der Klassischen Philharmonie Bonn unter Leitung von Heribert Beissel (November 2008).

Eine Karriere wie Idol Martha Argerich
Derzeit erarbeitet die junge Nachwuchs-Pianistin neues Repertoire, darunter sehr viel Chopin sowie Beethovens Hammerklavier-Sonate.

Wie lauten ihre Zukunftswünsche? "Auf jeden Fall, Konzert-Pianistin zu sein. Mein großes Idol ist Martha Argerich, und eine solche Karriere wie sie zu erreichen, ist mein Ziel. In den größten Konzertsälen der Welt auftreten zu dürfen und die Menschen für Musik zu begeistern. Und ein Debüt-Recital in der New Yorker Carnegie Hall in New York zu bekommen - daran arbeite ich kräftig", so Sophie Pacini.
Text: Matthias Osiecki
Die Ö1 Talentebörse ist ein Kunstförderprojekt mit Unterstützung der Bank Austria.

Mehr zu Konzerten und Preisen von Sophie Pacini in oe1.ORF.at

Kontakt
Sophie Pacini

Tipp
Die Porträts der Ö1 Talentebörse können im Rahmen der Ö1 Podcast nachgehört werden. Alle Sendungen des kostenfreien Radio-Abos finden Sie hier.

Hör-Tipp
Intrada, Freitag, 12. März 2010, 10:05 Uhr

Links
Universität Mozarteum Salzburg
Klassik Heute Feuilleton - Ein altes, junges Label feiert
Klassik Kids – Sophie Pacini
Ludwig van Beethoven Association – Piano Festivals
Kulturkreis Deutschlandsberg – Musisch verzauberte Jahreszeit
Nuove Tendenze - Musica
Partituren - Umfrage
28. Kammermusikfest Lockenhaus
Ferd. Thürmer Pianofortefabrik
Filharmonia Poznanska
Klassische Philharmonie Bonn
Konzertdirektion Claudius Schütte
Kulturkreis Gasteig e.V.
radiokulturhaus.ORF.at
Tiroler Festspiele Erl
Um Ihre Meinung abgeben zu können, müssen Sie sich einloggen. Log-in
Die ORF.at-Foren sind jedermann zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Bitte bleiben Sie sachlich und bemühen Sie sich um eine faire und freundliche Diskussions-Atmosphäre. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge, behält sich aber das Recht vor, krass unsachliche, rechtswidrige oder moralisch bedenkliche Beiträge zu löschen.
Ö1 Talentebörse: Musik

Sophie Pacini, Klavier
Angela Tröndle, Jazzmusikerin
Florian Aichinger, Flötist
Martin Riener, Posaune
Alice Sara Ott, Pianistin
Martin Eckmann, Tuba
Gernot Jöbstl, Oboe
Matthias Kranebitter, Komponist
Matthias Bartolomey, Cellist
David Eggert, Cellist
Alina Pinchas, Geige
Hannes Kerschbaumer, Komponist
Kristina Suklar, Geige
Stephan Maria Karl, Komponist
Michael Lagger, Jazz-Klavier
Herbert Maderthaner, Oboe
Wolfgang Heiler, Fagott
Marios Joannou Elia, Komponist
Rony Moser, Klarinettist
Antanina Kalechyts, Orgel
Meng Li, Dirigentin
Karin Meissl, Schlagwerk
Christoph Ehrenfellner, Dirigent, Komponist, Geiger
Daniela Koch, Flötistin
Christian Wieder, Jazztrompete
Christine Kisielewsky, Popularmusik
Chin-Chao Lin, Dirigent
Nikola Djoric, Akkordeon
Manuel Hofstätter, Schlagzeug
Elke Uta Frenzel, Oboe
Lea Birringer, Geigerin
Sebastian Aigner, Schlagwerk
Piotr Skweres, Violoncello und Komposition
Christoph Pepe Auer, Jazzmusiker
Sarah Christian, Geigerin
Raphael Handschuh, Viola
Ioanna Apostolakos, Geige
Adrian Buzac, Oboe
Daniel Ottensamer, Klarinettist
Clemens Berg, Pianist
Daniel Auner, Geiger
Christian Haimel, Gitarre
Martin August Fuchsberger, Dirigent
Katrina Szederkenyi, Harfenistin
Keiko Hattori, Pianistin
Stefan Stroissnig, Pianist
Bence Kulcsár, Schlagwerker
Gerald Pöttinger, Posaune
Evelyn Pena Comas, Querflöte
Marina Bkhiyan, Violine
Manuel Huber, Hornist
Christoph W. Pirker, Orgel
Katharina Engelbrecht, Geigerin
Jürgen Hofstätter, Trompete
Alex Ladstätter, Klarinette
Christoph Wimmer, Kontrabassist
Yuki Manuela Janke, Geigerin
Johannes Wilhelm, Pianist
Maria Erlacher, Sopran
Caroline Löffler, Violine
Cordula Stepp, Sopranistin
Elisabeth Baumer, Barock-Oboe
Konstanze Ackermann, Klassisches Saxofon
Andreas Penninger, Organist und Dirigent
Adam Rekucki, Kontrabass
Wolfgang Mayer, Komponist
Trio Tritonous, Geige, Cello, Klavier
Thomas Fichtinger, Klarinette
Peter Ovtscharov, Pianist
Andreas Teufel, Pianist
Sergey Malov, Violine
Andreas Ziegler, Tonmeister
Fabian Kerber, Bassposaune
Eva Klampfer, Jazzgesang
Alja Velkaverh, Flöte
Franziska Kober, Kontrabass
Peter Fliecher, Trompete
Veronika Trisko, Pianistin
Lucja Madziar, Geigerin
Christian Hollensteiner, Trompete
Hannes Hölzl, Posaune
Michaela Girardi, Geigerin
Michal Matejcik, Harfe
Johannes Bär, Trompete
Rupert Struber, Schlagzeuger
Jana Kmitova, Komponistin
Sandra Kirschenhofer, Flötistin
Birgit Selhofer, Dirigentin