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Highlights
Unlängst war ich in Kopenhagen. Ich sah das Hans Christian Andersen-Museum, die berühmte Fußgängerzone, die anders heißt, als sie am Plan steht.
Molly aus dem Monsterland
Oder: Wie ich Weihnachten fast wiederfand
Des Weiteren erinnere ich mich noch an teures Essen, einen Kinofilm mit einem ehemaligen Fußballer, der auf einem Balkon Trompete spielte, freundliche Dänen und viel Grau. Grauer Himmel, graue Straßen, ein grauer Fluss. Und eben dieses Herbstgrau wurde unterbrochen: von quietschfarbenen Barbapapas, die von T-Shirts, Häferln und Bilderbüchern winkten.

Seit der Reise ist mir das Barbapapa-Revival auch bei uns aufgefallen. Plötzlich entdecke ich Barbapapa-Bücher, Barbapapa-Spiele und Barbapapa-Figuren. (In Grado sogar einen aufblasbaren roten, das ist Barbawum).

(c) Schimmer, ORF
Geheimnisvolle Adventzeit

Warum das Revival? Weil die Kinder von damals inzwischen Eltern sind und weiterhin von den Freunden ihrer Kindheit umgeben sein wollen. Ich erinnerte mich wieder an die Maus vom Mars, Petzi, den blöden Streber mit ultrahässlichem Freund, den blauen Fips, und beide schaukelten am Bauch statt am Hintern.

Das war die Zeit, als ich es nicht erwarten konnte, dass die Tage kürzer wurden, weil es so schön war, im nachmittäglichen Nebeldämmerlicht auf der Dorfstraße nach Hause zu gehen. Den Adventkalender zu öffnen, die Tage bis zum Nikolo und dann bis Weihnachten zu zählen, heimlich die Geschenke mit dem Bruder zu suchen, sobald die Eltern aus dem Haus waren.

Viele Jahre noch hallte das Geheimnisvolle der Adventzeit nach. Die nebelig-trüben Tage ließen die Lampions und Straßenbeleuchtungen verschwimmen, für mich lag ein Zauber in der Luft, den es nur in den Tagen des Spätherbstes gab. Dann (unlängst vor zwei oder sechs oder zehn Jahren) wurde ich erwachsen. Und irgendwann war der Zauber weg. Die Straßen waren grau, der Himmel war grau, der Matsch war Matsch, Weihnachten ein Minus am Konto.

Aber wie wir aus Hollywood wissen, gibt es Vorweihnachtswunder. Ein Verdienst von Molly aus dem Monsterland, Mitglied der Sandmännchen-Truppe. Molly liebt Blumen. Sie bekommt ein Buch mit der Post, das Illustrationen von Blumen enthält. Die erwachsenen Monster sind begeistert: Schönes Buch, sagen sie. Viele Bilder, wenig Text.

Oder König Muffel, der so grantig ist, dass seinem Fahrrad die Luft aus den Reifen geht.

Meine Eineinhalbjährige darf seit einer Woche das "Sandmännchen" anschauen. Sie sagt: Molly. Buch. Blume. Augäään. Muttermal. Muffel. Ihre riesigen Augen funkeln. Wenn die Geschichte zu Ende ist, sagt sie: Aus - und muss weinen.

Ich denke über die Magie und das Funkeln in den Augen nach. Den Weihnachtszauber von damals bekomme ich nicht zurück. Allein der Versuch wäre nur ein Aufguss von Gefühlen. Ich finde den Matsch und das Grau ok, weniger das Minus am Konto, aber das ist eine andere Geschichte. Dafür finde ich Zauberhaftes in kurzen Momenten. In den vier Sekunden Stille, die nur mir gehören oder den großen Wunderaugen, durch die ich einen Augenblick sehen darf.

Und was die Barbapapas angeht: Lassen wir sie in Würde altern und sterben, gönnen wir den Kindern ihre eigenen Helden, werden wir erwachsen.
Text: Ute Maurnböck-Mosser
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