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Was tun?
Die Zeit des Übergangs vor der Menopause, also der letzten Monatsblutung, kann unterschiedlich lange sein. Durch die Verminderung der Hormonproduktion verändern sich nach und nach Körperfunkionen. Die typischen Beschwerden sind u.a. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafschwierigkeiten und nächtliche Schweißausbrüche.

Die deutsche Gesellschaft für Gynäkologie hat eine neue Leitlinie publiziert, die Ärzt/innen und Frauen bei der Risikoabwägung unterstützen soll.
Um das 50. Lebensjahr kommt es zum langsamen Rückgang der Hormonproduktion in den Eierstöcken. Dieser Prozess erstreckt sich über mehrere Jahre und wird in verschiedene Phasen eingeteilt. Am Beginn stehen Blutungsunregelmäßigkeiten und vegetative Symptome wie eben die typischen Hitzewallungen, Herzrasen, Stimmungsschwankungen und gesteigerte Nervosität.
Dann bleiben die Monatsblutungen völlig aus und kommt es durch den Östrogenmangel zu organischen Veränderungen, die in erster Linie die Genitalschleimhaut betreffen. Weitere Folgen der hormonellen Umstellung sind vor allem Osteoporose und Blutdruckanstieg.
Etwa 15 Prozent aller Frauen in Österreich haben in den Wechseljahren gravierende Beschwerden, mindestens weitere 20 Prozent empfinden die typischen Symptome wie Wallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen etc. als sehr unangenehm.
Seitdem die Risiken der Hormonersatztherapie für Frauen in den Wechseljahren bekannt wurden, besteht im Einzelfall ein echtes Therapie-Dilemma.
Ein kurzer Rückblick: Bis 2002/2003 wurde die Behandlung mit Hormonen beinahe als Rundum-Gesundheitsprogramm für die alternde Frau betrachtet. Schutz vor Herzkreislauferkrankungen, Linderung der Wechselbeschwerden, Schutz vor Demenz, Jungbrunnen für die Haut und viele weitere positiven Effekte wurden den Hormonen zugeschrieben.
Dann wurden die Ergebnisse zweier großer Studien ("women´s health initiative"-WHI und "million woman study") publiziert und erschütterten die Fachwelt.
Von den vermeintlich mannigfaltigen positiven Aspekten einer Behandlung mit Hormonen blieben kaum welche übrig: Denn die Hormon-Therapie erhöht unter bestimmten Bedingungen das Thrombose-, Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko. Außerdem steigt auch die Gefahr (abhängig von dem verwendeten Hormon, bzw. der Hormonkombination), Brust-, Gebärmutter- oder Eierstockkrebs zu entwickeln. Es kommt häufiger zu Gallenwegerkrankungen und die schützenden Effekte vor einer Demenz konnten nicht belegt werden.
Viele Frauen sind seitdem extrem verunsichert. Manche Expertinnen und Experten meinen sogar, dass zu viel Angst herrsche. Immerhin sei die Risikoerhöhung durch die Einnahme von Hormonen ziemlich gering, Zigarettenrauchen zum Beispiel erhöhe das Brustkrebsrisiko deutlich stärker.
Vor wenigen Wochen hat die deutsche Gesellschaft für Gynäkologie eine neue Leitlinie publiziert, die Ärztinnen, Ärzte und Frauen bei der Risikoabwägung unterstützen soll. Es gilt der Grundsatz: Falls Hormone eingesetzt werden, dann in der niedrigst wirksamen Dosis und so kurz wie möglich.
Die restriktiven Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie empfehlen Hormone nur in drei Fällen:
- Hitzewallungen und die Veränderungen der Vaginal-Schleimhaut können am effektivsten durch Östrogene behandelt werden. Auch das synthetische Hormon Tibolon wirkt gegen die Hitzewallungen.
- Für Frauen, die aufgrund einer starken Osteoporose ein hohes Risiko für Knochenbrüche haben, empfiehlt die Leitlinie Folgendes: Falls die anderen zur Verfügung stehenden Substanzen nicht vertragen werden, können auch Hormone zur Prophylaxe der Osteoporose verwendet werden. Allerdings sollte eine genaue Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
- Falls Frauen bereits sehr früh in die Menopause gelangen und Beschwerden haben, kann eine Hormontherapie bis zum Erreichen des durchschnittlichen Menopause-Alters durchgeführt werden.
Wenn Sie Fragen zum Thema haben, dann rufen Sie während der Sendung unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 22 6979 an, oder posten Sie hier.
- Würden Sie Hormone gegen Wechselbeschwerden einnehmen?
- Verwenden Sie Hormon-Salben für kosmetische Zwecke?
- Haben bei Ihnen Phytohormone gegen klimakterischen Beschwerden gewirkt?
- Welche Maßnahmen haben in Ihrem Fall eine günstige Wirkung entfaltet?
fit sein müssen und leistung erbringen
das thema brennt! ich hatte vor einem jahr schwerstes burnout, werde am freitag 48 und nehme traurig aber auch wütend wahr wie hoch die anforderungen an frauen in dem alter nach wie vor sind. dürfen wir uns nie zurückziehen wenn unser körper es einfordert? es ist so immens wichtig. die körperfeindlichkeit lernen wir von kindesbeinen an, über die regel redet man am besten gar nicht, weil das thema von männern abgewertet wird - mein gott! weiberkram! - kranksein ist ohnehin eine bedrohung (des arbeitsplatzes, des dabei-sein-müssens), ganz zu schweigen von den wechseljahren. wir MÜSSEN funktionieren (was passiert wenn wir es nicht tun?) um leistung zu erbringen, um sich etwas leisten
Vorklimakterium
Endlich wird einmal auch über dieses gerne totgeschwiegene Thema gesprochen, Ich leide seit Monaten unter starken Schlafproblemen, teilweise starken Blutdruckschwankungen und damit verbundenen Kopfschmerzen und Schweißausbrüchen, zudem sind meine Ängste vor der nächsten Nacht groß geworden... denn ich bin am nächsten Tag wie gerädert, muß in der Arbeit aber meine volle Leistung bringen ... kann mir jemand einen guten Rat eben wie ich mich mit Homaeopathie aus diesem Schlamassel heraus holen kann
Hashimoto & Wechsel
Sehr geehrte Damen und Herren, ich werde nächstes Jahr 50. Eine regelmäßige Regelblutung habe ich noch nie in meinem Leben gehabt, denn ich habe eine ererbte Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto), die ich seit ca. 25 Jahren mit einem Ersatzpräparat (dzt Combithyrex forte). Außerdem nehme ich seit einigen Jahren wieder die Pille (Cerazette). Seit einiger Zeit leide ich unter immer wieder kehrendem Ausfluss. Mich würde interessieren, an welchen Symptomen ich den Wechsel erkennen kann, wie lange ich die Pille nehmen soll, ob der Ausfluss schon ein Vorzeichen sein kann. Herzlichen Dank und viele Grüße, SH
Antwort Experten
Wenn Sie mit der Pille aufhören, kann man erkennen, ob sie bereits im Wechsel sind. Solange Sie die Pille nehmen, kann man nciht erkennen, ob Ihre eigene Hormonproduktion bereits nachgelassen hat. Den Ausfluss müssen Sie mit Ihrer Gynäkologin/ ihrem Gynäkologen besprechen.
hormonyoga
ich möchte auf eine alternativ hormontherapie hinweisen: hormonyoga nach dina rodrigues. würde mich freuen von den studiogästen dazu eine abschätzung zu bekommen. mfg
Antwort Expertin
Einige meiner Patiewntinnen betreiben Hormonyoga und sind sehr zufrieden damit. Versuchen Sie es - vielleicht hilft es Ihnen , obwohl der Wirkmechanismus nicht bekannt ist. .
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