Sie schenkt mir die Ahnung von etwas Höherem. Und wenn man diese Ahnung hat, dann kann man etwas von Unsterblichkeit spüren.
Woher kommt Ihre Kreativität?
Die kommt aus meiner Kindheit - und zwar aus einem inneren Drang, mich selbst zu verwirklichen.
Ihr Motto lautet?
Man soll niemandem etwas zufügen, was man selbst nicht will. Daher versuche ich, auf der Bühne ehrlich zu sein und den Menschen nichts vorzugaukeln.
Mehr zur Ö1 Talentebörse
Schauspielerische Intelligenz als Basis

Katharina Knap
Studiert hat Katharina Knap u.a. bei Gitti Buchhammer, Doina Weber, Axel Richter, Frank Srobel und Oskar Kravanja, mit dem sie derzeit wieder arbeitet.
"Beim Shakespeare-Festival im Palais Meran spielten wir, d.h. mein Jahrgang, unter Leitung von Doina Weber nicht nur Shakespeare, sondern auch kleine Szenen aus zeitgenössischen Stücken. Dabei hatte ich die Rolle eines sehr derben, ordinären, aber attraktiven Weibes mit sehr harter Sprache darzustellen. Es war für mich der erste Auftritt vor Publikum - damals habe ich Theaterblut geleckt. Ich kannte davor diesen Eros nicht, der da zwischen Zuschauer und Schauspieler entsteht, diese Lust beim spielen", erinnert sich Knap.
Erstmals trat sie in der österreichischen Erstaufführung von Fausto Paravidinos "Peanuts" auf der Probebühne des Grazer Schauspielhauses im November 2003 auf:
"Diese Produktion ergab sich durch eine glückliche Fügung, da das Schauspielhaus und die Uni oft kooperieren. In diesem Fall hat meine ganze Schauspielklasse - wir waren sieben - mitgespielt. Und während der Proben bin ich Schauspiel-Direktor Matthias Fontheim aufgefallen. Ein halbes Jahr später spielte ich in Canettis 'Hochzeit'. Als mich damals Thomas Guglielmetti, der künstlerische Betriebsdirektor, anrief, habe ich geahnt, dass es etwas Längerfristiges werden könnte", schildert Knap ihren Beginn am Schauspielhaus.

Katharina Knap als Mariechen in Elias Canettis "Hochzeit", Schauspielhaus Graz, 2004
Derzeit ist Katharina Knap in Nestroys "Frühere Verhältnisse", in Michael Frayns "Der nackte Wahnsinn", in Vinterberg/Rukovs "Das Fest", in Michael Cooneys Farce "Cash - und ewig rauschen die Gelder" sowie in Irmgard Keuns "Das kunstseidene Mädchen" zu sehen.

"Das kunstseidene Mädchen" war Katharina Knaps bisher wichtigste Rolle am Schauspielhaus Graz.
"Ich musste eine gewisse Ehrlichkeit erlernen - denn man muss sagen, wenn etwas nicht stimmt. So war meine Arbeit bei Nestroy anfänglich schwierig, weil ich nicht sehr viel über diesen Dichter wusste und nicht verstanden habe, was eigentlich gewollt wird. Die ersten zwei Wochen waren sehr hart. Aber es ist oft so, dass man nicht gleich hineinfindet. Und dann gibt's einen Knackpunkt, wo es funktioniert", beschreibt Knap ihre Probleme als Anfängerin.

Katharina Knap als Peppi Amsel in Nestroys "Frühere Verhältnisse", Schauspielhaus Graz, 2004
Auch das Medium Film interessiert die Jungschauspielerin, die begeistert von den Seminaren mit Götz Spielmann erzählt und Projekte in Verbindung mit der Kunstuni bereits realisiert hat. Allerdings: "Ich weiß, dass man als gute Filmschauspielerin eine gute Theaterschauspielerin sein muss. Und da brauche ich noch viel Übung, viel Sicherheit. Denn beim Film hat man nicht so viele Proben, muss sich viel selbst erarbeiten."
Und Regie? "Ich denke, das ist eine Richtung, der man sich als Schauspieler gar nicht entziehen kann und das beginnt ja heute schon im Kleinen. Schauspieler sind ja nicht Marionetten, sondern denken ja auch mit. Ich glaube, dass mein Weg einmal dorthin führt."
Am Grazer Schauspielhaus fühlt sie sich die junge Schauspielerin sehr wohl und möchte in nächster Zukunft noch in Österreich bleiben und festigen, was sie gelernt hat. Ob sie später an ein größeres Haus möchte, ist für sie noch offen: "Ich muss auch bedenken, dass es viele gute Schauspieler gibt - und dass ich hier in Graz viel spielen kann."
Ihre Wünsche für die Zukunft formuliert Knap, zu deren Traumrollen die Lady Ann in Shakespeares "Richard III." zählt, so: "Ich strebe noch größere schauspielerische Intelligenz an. Das heißt, beim Einstudieren schnell die Grundzüge einer Rolle zu erkennen und über genügend körperliche Möglichkeiten zu verfügen, das auch ausdrücken zu können. Dass meine Darstellung eben glaubhaft und stimmig ist."
Diana-Marina Fischer, Sopran
Sarantos Zervoulakos, Schauspielregie
Andrejus Kalinovas, Tenor
Raimund Orfeo Voigt, Szenografie
Angela Smigoc, Schauspielerin
Simona Eisinger, Koloratursopran
Martina Mikelic, Altistin
Markus Subramaniam, Schauspieler
Michael Großschädl, Schauspieler
Regina Riel, Sopran
Alexander Meile, Schauspieler
Stefan Leonhardsberger, Schauspieler
Martina Lechner, Musikalisches Unterhaltungstheater
Eva Maria Sommersberg, Schauspielerin
Marie Jung, Schauspielerin
Andrè Schuen, Bassbariton
Steffen Jäger, Regie
Emily Cox, Schauspielerin
Anna Unterberger, Schauspielerin
Theresa Langer, Schauspielerin
Verena Rotky, Bühnengestaltung
Ines Schiller, Schauspielerin
Louisa von Spies, Schauspielerin
Susanne Inkiow, Regie
Anita Götz, Sopran
Katja Lehmann, Regisseurin
Nikoletta Korkos, Tänzerin
Irene Mattausch, Sopran
Sophia Freynhofer, Schauspielerin
Johannes Pölzgutter, Musiktheaterregie
Nanina R. Kotlowski, Tänzerin
Florian Köhler, Schauspieler
Matthäus Schmidlechner, Tenor
Christiane Karg, Sopranistin
Matthias Lier, Schauspieler
Alexander F. Zieglarski, Schauspieler
Barbara Schulte, Theater-Regie
Petra Staduan, Schauspielerin
Anna Maria Nowak, Tänzerin
Nikolaus Barton, Schauspieler
Sirkka Mentlein, Musiktheater-Regie
Hannes Perkmann, Schauspieler
Thomas Frank, Schauspieler
Taylan Memioglu, Tenor
Magdalena Kronschläger, Schauspielerin
Florian Berger, Tanz
Jolene McCleland, Mezzosopran
Bettina Schwarz, Schauspielerin
Barbara Novotny, Schauspielerin
Bryan Rothfuss, Bariton
Peter Gregor Pertusini, Schauspieler
Tania Oppel, Koloratursopran
Anisha Bondy, Musiktheater-Regie
Daniela Keckeis, Schauspielerin
Katharina Knap, Schauspielerin
Rainer Sellmaier, Bühnenbild
Thiemo Strutzenberger, Schauspieler