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Künftiger Philharmoniker mit Affinität zum Wiener Klang
Mein Vater war das Vorbild, das Instrument mein Traum. Mit dem Studium der Klarinette ist der erste Teil dieses Traumes für mich in Erfüllung gegangen", erzählt Daniel Ottensamer, Jahrgang 1986, der an der Musikuniversität Wien bei Johann Hindler studiert.
Im Juni dieses Jahres hat der Nachwuchs-Musiker bereits seinen Bachelor gemacht, 2009 wird er mit dem Magister abschließen.
Das Ö1 Magazin "Intrada" widmete dem erfolgreichen Nachwuchs-Musiker am Freitag, 10. Oktober 2008 (10:05 Uhr), ein Radio-Porträt.

Daniel Ottensamer
Bereits mit sechs Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht in der Musikschule seines Heimatortes Perchtoldsdorf, mit neun Violoncello-Unterricht in Perchtoldsdorf, danach an der Musikuniversität bei Wolfgang Herzer. Mit zwölf begann Ottensamer junior schließlich mit dem Klarinette-Unterricht an der Perchtoldsdorfer Musikschule und an der Musik-Universität Wien.
Gab es eine besondere Erwartungshaltung der Eltern? "Ich habe das große Glück, von meinen Eltern jede Unterstützung zu bekommen. Aber es gab absolut keinen Druck, Musiker zu werden. Eigentlich wollte meine Mutter sogar, dass ich einen anderen Beruf wähle. Heute sind sie natürlich glücklich, dass ich Musiker bin", erklärt der junge Musiker.
Und 2007 ließ ein erfolgreiches Probespiel seinen Traum nun Wirklichkeit werden: Ab September 2009 wird Daniel Ottensamer Mitglied der Wiener Philharmoniker.
"Es war für mich eines der größten Ziele, dass ich in diesem Orchester, das ich quasi von Geburt an kenne, aufgenommen werde und mit diesem Spitzenorchester musizieren darf. Für mich war das eine wunderbare Erfahrung, dass ich dieses Probespiel bestanden habe", freut sich der zielstrebige Musiker.

"Bis heute gibt es keinen Druck, dass ich irgend etwas erreichen muss", so der künftige Philharmoniker über seine musikalische Erziehung durch den Vater.
"Als ich das erste Mal mit den Wiener Philharmonikern spielen durfte, stand die 9. Mahler - ein absolutes Lieblingsstück von mir - unter Bernard Haitink auf dem Programm. Es war eines der größten Ereignisse für mich. Wenn man dann einsetzt und merkt, man trägt zu diesem wunderbaren Orchesterklang bei, ist es unbeschreiblich", erinnert sich der Klarinettist an seine erste Mitwirkung bei Philharmonischen Konzerten im Jahr 2004.
Seit damals wirkt Daniel Ottensamer als Substitut bei den Wiener Philharmonikern mit.
"Der Klang der Klarinette ist einzigartig. Schon in alten Zeiten haben berühmte Instrumentenbauer und Interpreten darauf hingewiesen, dass ihr Klang der menschlichen Stimme am Ähnlichsten ist. Er hat etwas enorm Weiches. Für mich ist es ein Erlebnis, wenn ich auf dem Podium stehe und in den Gesichtern des Publikums sehe, wie sich dieser wunderbare Klang widerspiegelt", schildert der begeisterte Klarinettist.
"Abgesehen von der Technik, die natürlich Voraussetzung ist, ist die musikalische Auffassung das Wichtigste. Schließlich ist es die Interpretation, die das Spezifische an einem Musiker ausmacht.
Da ich - nicht zuletzt durch meinen Vater - die meisten Werke sehr gut kenne, versuche ich, das jeweilige Stück immer wieder neu zu betrachten. Wo es keine Angaben des Komponisten gibt, darf man interpretieren. Und da sollte Eigenes entstehen. Daher höre ich mir Aufnahmen erst an, wenn ich ein Werk für mich erarbeitet habe", so Ottensamer junior.
Inzwischen konnte der Nachwuchs-Musiker, zu dessen Repertoire auch Werke der Moderne sowie Zeitgenössisches zählt, wichtige Erfahrungen als Solist und in Kammermusik-Ensembles wie unter anderem im "Franz-Schmidt-Kammerorchester" sowie im Wiener Kammerorchester sammeln.
Das gute familiäre Klima ist auch hörbar - und hat sich als Klarinettentrio Ottensamer erfolgreich etabliert:
"Wir spielen jetzt seit etwa vier Jahren intensiv zusammen und hatten bereits große Erfolge, wie jüngst bei einer zweiwöchigen Japan-Tournee. Dabei haben wir auch eine CD aufgenommen, die 2009 erscheinen wird. Und vor kurzem sind wir im Grazer Stephaniensaal aufgetreten. Im Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins, wo wir öfters auftreten, sind wir wieder am 17. April 2009 mit wunderbaren Partnern wie Michael Barenboim, Manuel Hofer, Matthias Bartolomey und Christoph Traxler zu hören. Im Juni folgt dann eine weitere Japan-Tournee."
Die große Begabung des Nachwuchs-Musikers zeigt sich auch an den zahlreichen Preisen, die Daniel Ottensamer seit seinem achten Lebensjahr bekommen hat:
So ist er 14-facher Preisträger des "Prima la Musica"-Bewerbs, bei dem er auch Erster wurde und war Sieger bei "Musica juventutis". Im Vorjahr errang er den 1. Preis beim internationalen "Animato"-Wettbewerb in der Schweiz, der mit einer Europa-Tournee verbunden war. Weiters wurde er beim "Großer Förderpreis der Konzertgesellschaft München" ausgezeichnet, in dessen Rahmen er mit dem Münchner Rundfunkorchester im Prinzregententheater ein Konzert gab.
"Mein größtes Hobby ist der Fußball. So habe ich vor zwei Jahren den Verein 'Wiener Virtuosen' gegründet, der in der untersten Wiener Klasse begonnen hat. Wir sind bereits aufgestiegen und auf dem Weg zur Meisterschaft. Es ist ein wunderbarer Ausgleich zur Musik, den ich benötige, um musikalisch das Beste geben zu können", freut sich Ottensamer junior über seine sportlichen Erfolge. Und engagiert sich auch beim Fußball-Club der Wiener Philharmoniker weiterhin als Stürmer.
Derzeit beschäftigt sich der junge Nachwuchs-Musiker mit dem Klarinetten-Repertoire, um größtmögliche Kenntnis zu haben. Und erarbeitet jetzt die Klarinetten-Konzerte von Jean Francaix und Eugène Bozza.
Sind für den künftigen Philharmoniker überhaupt noch Wünsche offen? "Mein größter Wunsch ist es, dass ich in 20, 30 Jahren noch immer soviel Freude am Musizieren habe. Ich will mich jetzt vor allem im Orchester stabilisieren und daran arbeiten, dass ich mich künftig auch kammermusikalisch und solistisch verwirklichen kann", so Daniel Ottensamer.
Kontakt
Daniel Ottensamer
Tipp
Die Porträts der Ö1 Talentebörse können seit 1. September im Rahmen der Ö1 Podcast nachgehört werden. Alle Sendungen des kostenfreien Radio-Abos finden Sie hier.
Hör-Tipp
"Intrada", Freitag, 10. Oktober 2008, 10:05 Uhr
Links
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Animato Stiftung
Blasmusik Perchtoldsdorf
Perchtoldsdorf
Franz-Schmidt-Kammerorchester
Musikverein
Philharmonischer Fußballklub Wien
PRIMA LA MUSICA
Wiener KammerOrchester
Wiener Philharmoniker
Wiener Staatsoper
Sophie Pacini, Klavier
Angela Tröndle, Jazzmusikerin
Florian Aichinger, Flötist
Martin Riener, Posaune
Alice Sara Ott, Pianistin
Martin Eckmann, Tuba
Gernot Jöbstl, Oboe
Matthias Kranebitter, Komponist
Matthias Bartolomey, Cellist
David Eggert, Cellist
Alina Pinchas, Geige
Hannes Kerschbaumer, Komponist
Kristina Suklar, Geige
Stephan Maria Karl, Komponist
Michael Lagger, Jazz-Klavier
Herbert Maderthaner, Oboe
Wolfgang Heiler, Fagott
Marios Joannou Elia, Komponist
Rony Moser, Klarinettist
Antanina Kalechyts, Orgel
Meng Li, Dirigentin
Karin Meissl, Schlagwerk
Christoph Ehrenfellner, Dirigent, Komponist, Geiger
Daniela Koch, Flötistin
Christian Wieder, Jazztrompete
Christine Kisielewsky, Popularmusik
Chin-Chao Lin, Dirigent
Nikola Djoric, Akkordeon
Manuel Hofstätter, Schlagzeug
Elke Uta Frenzel, Oboe
Lea Birringer, Geigerin
Sebastian Aigner, Schlagwerk
Piotr Skweres, Violoncello und Komposition
Christoph Pepe Auer, Jazzmusiker
Sarah Christian, Geigerin
Raphael Handschuh, Viola
Ioanna Apostolakos, Geige
Adrian Buzac, Oboe
Daniel Ottensamer, Klarinettist
Clemens Berg, Pianist
Daniel Auner, Geiger
Christian Haimel, Gitarre
Martin August Fuchsberger, Dirigent
Katrina Szederkenyi, Harfenistin
Keiko Hattori, Pianistin
Stefan Stroissnig, Pianist
Bence Kulcsár, Schlagwerker
Gerald Pöttinger, Posaune
Evelyn Pena Comas, Querflöte
Marina Bkhiyan, Violine
Manuel Huber, Hornist
Christoph W. Pirker, Orgel
Katharina Engelbrecht, Geigerin
Jürgen Hofstätter, Trompete
Alex Ladstätter, Klarinette
Christoph Wimmer, Kontrabassist
Yuki Manuela Janke, Geigerin
Johannes Wilhelm, Pianist
Maria Erlacher, Sopran
Caroline Löffler, Violine
Cordula Stepp, Sopranistin
Elisabeth Baumer, Barock-Oboe
Konstanze Ackermann, Klassisches Saxofon
Andreas Penninger, Organist und Dirigent
Adam Rekucki, Kontrabass
Wolfgang Mayer, Komponist
Trio Tritonous, Geige, Cello, Klavier
Thomas Fichtinger, Klarinette
Peter Ovtscharov, Pianist
Andreas Teufel, Pianist
Sergey Malov, Violine
Andreas Ziegler, Tonmeister
Fabian Kerber, Bassposaune
Eva Klampfer, Jazzgesang
Alja Velkaverh, Flöte
Franziska Kober, Kontrabass
Peter Fliecher, Trompete
Veronika Trisko, Pianistin
Lucja Madziar, Geigerin
Christian Hollensteiner, Trompete
Hannes Hölzl, Posaune
Michaela Girardi, Geigerin
Michal Matejcik, Harfe
Johannes Bär, Trompete
Rupert Struber, Schlagzeuger
Jana Kmitova, Komponistin
Sandra Kirschenhofer, Flötistin
Birgit Selhofer, Dirigentin