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Tania Oppel, Koloratursopran
Durch Mimi Coertse Verbindung zu Wien
Audio
Tania Oppel: "Je suis Titania" aus A. Thomas' "Mignon"
Länge: 0:29 min
"Seitdem ich denken kann, wollte ich singen. Wie meine Eltern erzählten, habe ich schon gesungen bevor ich noch sprechen konnte. Es hat sich von Anfang an gezeigt, dass ich eine Stimme habe. Und es wurde auch von meinen Eltern gefördert, wofür ich sehr dankbar bin. Für mich war es sehr wichtig, auf der Bühne zu stehen, mit den Menschen zu kommunizieren. Das hat auch mit dem Wunsch zu tun, etwas zum Schönen in dieser Welt beizutragen - damit wir nicht nur in einer Welt der Technik leben", erzählt Tania Oppel, Jahrgang 1978, gebürtige Südafrikanerin aus Johannesburg, die seit 2001 bei Rotraud Hansmann an der Wiener Musik-Universität Gesang studiert und in diesem Juni abschließen wird.

(c) Tania Oppel
Tania Oppel

Ihr Musikstudium schloss die aparte Koloratursopranistin bereits an der Universität in Johannesburg in Harmonielehre, Kontrapunkt und Gesang mit Auszeichnung ab. Gesang studierte sie dort bei Joyce Barker - und es gab bereits eine Verbindung zu Wien: "Da ich auch bei Mimi Coertse, die ja lange in Wien gesungen hat, vier Jahre studiert habe, hat sich mein Wunsch, nach Wien zu gehen, noch verstärkt. Sie hat vor allem mein Temperament geweckt und ausgelotet, was alles in mir steckt."
Die richtige Pädagogin
"Gott sei Dank bin ich zu Frau Professor Hansmann gekommen - sie ist ein Wunder und ich bin glücklich, dass ich bei ihr bin. Denn sie hat nicht eine Technik für alle ihre Schüler, sondern sie hört einen singen und weiß, was bei einer Stimme zu tun ist und wie sie alles herausholen kann. Sie hat ein Gespür dafür, wie die jeweilige Stimme funktioniert. Ich lerne in jeder Stunde etwas bei ihr und komme voran. Es ist wunderbare kreative Arbeit", ist die angehende Opernsängerin von ihrer Gesangspädagogin begeistert.
Die wahre Empfindung als Hürde
Was ihre größte Schwierigkeit beim Singen war? "Beim Gesang ist es das Wichtigste, ehrlich zu sein. Ich dachte anfänglich, wenn ich die Technik habe, dann werden schon die Gefühle kommen. Natürlich ist die Technik wichtig. Aber man erreicht die Menschen nur dann, wenn man genau das meint und empfindet was man singt. Das war für mich ein Sprung über meinen Schatten, das zu erleben und zu empfinden."
Von Rosina bis Zerbinetta
Seit 2002 ist Tania Oppel in der Opernschule bei Reto Nickler und Ivan Parik. Ihre Partien sind derzeit die Rosina in Rossinis "Barbier", die Zerlina in Mozarts "Don Giovanni" sowie das "Schlaue Füchslein" von Janacek. "Am Besten liegen mir jetzt z.B. die Despina, das Blondchen - und zur Zeit arbeite ich an der Zerbinetta", berichtet Oppel.

(c) Tania Oppel
Tania Oppel als Janaceks "Schlaues Füchslein" in einer Produktion der Musik-Universität Wien im Schlosstheater Schönbrunn (2004).

"Eine Stimme entwickelt sich ja und Frau Professor Hansmann meint, dass ich in etwa zehn Jahren eher in das lyrische Koloratursopran-Fach kommen werde."
Lied bei Marjana Lipovsek
Bei der bei der prominenten Mezzosopranistin Marjana Lipovsek hat das Nachwuchstalent Lied und Oratorium studiert und bereits vor zwei Jahren mit dem Diplom abgeschlossen.

"Für mich sind Liedgesang und Oper gleichwertig. Lied zu singen ist ja fast schwieriger als Oper. Gerade mit dem Lied kann man sich sehr intensiv ausdrücken. Ich brauche beides. Und ich hoffe, dass ich auch in diesem Genre Möglichkeiten bekomme", stellt Oppel fest.
Debüt mit Mendelssohns Zweiter
Ihr Debüt hatte die junge Sängerin in Südafrika in Mahlers Zweiter Symphonie, wo sie mit dem Orchester der Universität von Witwatersrand unter der Leitung von Walter Mony den Sopranpart in Felix Mendelssohn-Bartholdys 2. Symphonie sang.

Und Oppels Talent wurde zwei Mal mit dem Gesamtpreis beim "Roodepoort International Eisteddfod"-Wettbewerb ausgezeichnet, überdies erhielt sie das "Wendy Fine Opernstipendium".
Konzerte im RadioKulturhaus und in China
Seit ihrem Studium an der Wiener Musik-Universität ist Tania Oppel 2001 im Rahmen der "Staatsopern-Freunde"-Veranstaltung "Künstler von gestern, heute und morgen" im ORF-RadioKulturhaus aufgetreten und nahm als Solistin bei einer China-Tournee des "Wiener Johann Strauß Orchesters" teil.

Im Vorjahr war sie in der Produktion der Musik-Universität von Janaceks "Schlauem Füchslein" in der Titelparte im Schlosstheater Schönbrunn zu hören und gab einen Liederabend mit Charles Spencer.

(c) Tania Oppel
"Ich könnte mir gar nicht vorstellen, auf den Liedgesang zu verzichten": Tania Oppel mit Charles Spencer bei einem Liederabend (Oktober 2004).

Die Menschen mit Gesang berühren
Derzeit konzentriert sich Tania Oppel, die gerne in Österreich lebt, auf den Abschluss ihres Gesangsstudiums. Und hat bereits erste Vorsingen: "Mein Ziel ist es, dass ich für die nächste Saison bereits ein Engagement habe."

Und was ist ihr größter Wunsch? "Singen zu dürfen. Natürlich ist es mein Ziel, auf allen großen Bühnen der Welt zu singen. Und ebenso wichtig ist es mir, die Menschen zu berühren. Denn ich möchte den Menschen ein Stück von mir mitgeben - und aus der Welt einen besseren Ort machen. Denn diese unglaubliche Wärme, die kann nur Musik geben."
Text: Matthias Osiecki
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Ö1 Talentebörse: Bühne

Diana-Marina Fischer, Sopran
Sarantos Zervoulakos, Schauspielregie
Andrejus Kalinovas, Tenor
Raimund Orfeo Voigt, Szenografie
Angela Smigoc, Schauspielerin
Simona Eisinger, Koloratursopran
Martina Mikelic, Altistin
Markus Subramaniam, Schauspieler
Michael Großschädl, Schauspieler
Regina Riel, Sopran
Alexander Meile, Schauspieler
Stefan Leonhardsberger, Schauspieler
Martina Lechner, Musikalisches Unterhaltungstheater
Eva Maria Sommersberg, Schauspielerin
Marie Jung, Schauspielerin
Andrè Schuen, Bassbariton
Steffen Jäger, Regie
Emily Cox, Schauspielerin
Anna Unterberger, Schauspielerin
Theresa Langer, Schauspielerin
Verena Rotky, Bühnengestaltung
Ines Schiller, Schauspielerin
Louisa von Spies, Schauspielerin
Susanne Inkiow, Regie
Anita Götz, Sopran
Katja Lehmann, Regisseurin
Nikoletta Korkos, Tänzerin
Irene Mattausch, Sopran
Sophia Freynhofer, Schauspielerin
Johannes Pölzgutter, Musiktheaterregie
Nanina R. Kotlowski, Tänzerin
Florian Köhler, Schauspieler
Matthäus Schmidlechner, Tenor
Christiane Karg, Sopranistin
Matthias Lier, Schauspieler
Alexander F. Zieglarski, Schauspieler
Barbara Schulte, Theater-Regie
Petra Staduan, Schauspielerin
Anna Maria Nowak, Tänzerin
Nikolaus Barton, Schauspieler
Sirkka Mentlein, Musiktheater-Regie
Hannes Perkmann, Schauspieler
Thomas Frank, Schauspieler
Taylan Memioglu, Tenor
Magdalena Kronschläger, Schauspielerin
Florian Berger, Tanz
Jolene McCleland, Mezzosopran
Bettina Schwarz, Schauspielerin
Barbara Novotny, Schauspielerin
Bryan Rothfuss, Bariton
Peter Gregor Pertusini, Schauspieler
Tania Oppel, Koloratursopran
Anisha Bondy, Musiktheater-Regie
Daniela Keckeis, Schauspielerin
Katharina Knap, Schauspielerin
Rainer Sellmaier, Bühnenbild
Thiemo Strutzenberger, Schauspieler