Das ist für mich ein Raum, in dem ich mich ausdrücken und auf Missstände, die mich berühren, eingehen und sie in meiner Form spiegeln kann.
Woher kommt Ihre Kreativität?
Die schöpfe ich aus dem Leben, denn ich beobachte sehr gerne.
Ihr Motto lautet?
Man muss mit Dingen abschließen können, um weiter zu kommen.
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Bilder als Ausdruck der Gefühlswelt

Jason Neuwersch

(Bildausschnitt) "Sicher spiegeln sich die Eindrücke der vielen Reisen, die ich gemacht habe, in meinen Bildern wider", erklärt Jason Neuwersch.
"Ich beschäftige mich nicht nur mit Malerei, sondern auch mit der Zeichnung und ich fotografiere sehr gerne. Impulse gab es sicher vom mexikanischen Teil meiner Familie, der künstlerisch tätig ist: Meine Tante gestaltet Kinderbücher, mein Vater war Hobby-Kunstfotograf, und meine Großmutter tischlert. Ich hatte also immer Verständnis und Hilfestellung von meiner Familie", .
Die Ausbildung an der Ortweinschule absolvierte er aus praktischen Überlegungen, um für alle Fälle ein Standbein zu haben: "Natürlich war eine gewisse Sicherheit dabei eine Überlegung, falls es mit der Malerei nicht so klappen sollte. Denn ich möchte nicht von einer Galerie versklavt werden und meine Ansprüche verkaufen", betont der junge Maler.
"Ich konnte mit dem Begriff im Laufe des Studiums immer weniger mit dem Begriff Abstrakt anfangen - was ist heute noch abstrakt? Dorthin hat uns die Computer-Technologie geführt - ein Kreis ist ein Kreis. Meine Arbeiten sind eine Mischtechnik, wobei ich darin verschiedene Techniken gegeneinander ausspiele, um dann ein Ganzes zu schaffen - das nicht immer ohne Widersprüche ist. Ich würde es gestisch-abstrakten Symbol-Figuralismus nennen", beschreibt Jason Neuwersch seinen Stil.

(Bildausschnitt) "In meinen Bildern geht es um Vielfalt und die Austauschbarkeit der Form", erläutert Jaon Neuwersch.
"Ich versuche mich in Gefühle, die ich zu einem bestimmten Zeitpunkt hatte, wieder hineinzuversetzen. Meine Bilder haben eine collagenartige Formensprache, dadurch manifestieren sich viele Gefühlsmomente darin - Freude, Begeisterung, aber auch Trauer und Angst vor dem Verlassensein. Es ist für mich eine Orientierungssuche zwischen diesen Gefühlen. Manchmal sind es ganz banale Sachen."
"Bei einer meiner Arbeiten habe ich entdeckt, dass ich vielleicht beziehungsunfähig bin - und dass ich mich mit meinen Bildern am Wohlsten fühle, mir damit mein eigenes Universum schaffen kann", versucht Neuwersch seine künstlerische Umsetzung zu erklären.

"Ich verzichte auf Titel für meine Bilder, denn der Betrachter soll selbst den Zugang finden", so Jason Neuwersch (Bildausschnitt).
Mit seinen Arbeiten hat Jason Neuwersch u.a. bei der Alternativen Jahresausstellung der Akademie 2003 in der Wiener Galerie Area 53, sowie im Vorjahr bei der SCA - Art "Golden Wave" in der Storchengasse und bei der Schau "Walter Obholzer und Studierende seiner Klasse" in der Galerie 422 in Gmunden.
"Das war eine wichtige Ausstellung, weil man sehen konnte, welche Stellung der Lehrer in der Klasse hat - und wie er unsere Arbeit beeinflusst. Und man konnte sehen, wie Schüler gewisse Sichtweisen des Lehrers mittragen", so Neuwersch zur Gmundner Schau.
"Ich habe mich an der Akademie sehr wohl gefühlt und mir auch viele Freiräume geschaffen. Aber es war auch ein Raum, wo man sich immer rechtfertigen musste. Und zuletzt habe gemerkt, dass mich das einengt", resümiert der junge Maler seine Studienzeit. Derzeit bereitet er seine Übersiedelung nach Mexiko vor, wo er sich um eine Assistentenstelle an der Kunstakademie bewerben will. "Lateinamerika ist eher meine Heimat, als der europäische Raum. Ich fühle mich dorthin gezogen."
"Ich wünsche mir den nötigen Freiraum und die passende Umgebung, wo ich gezielt arbeiten und mich als Künstler gut entwickeln kann. Denn ich glaube, dass ich mit meiner Kunst viel bewegen kann", beschreibt Jason Neuwersch seine Ziele.
Helga Traxler, Fotografie
Karoline Riha, Grafik & Druckgrafik
Katharina Cibulka, bildende Kunst
Christoph Meier, bildende Kunst
Desislava Unger, Grafik
Lavinia Lanner, bildende Kunst
Paul DeFlorian, bildende Kunst
Katharina Karner, Malerin
Martina Stock, bildende Künstlerin
Andreas A. Zingerle, Interface Cultures
Maximilian Haidacher, Fotografie
Katharina Gruzei, bildende Kunst
Flaminia Rukavina, Restauratorin
Mathias Kloser, bildende Kunst
Linda Thalmann, bildende Kunst
Stephanie Mold, bildende Kunst
Bernhard Buhmann, Maler
Martin Rille, Transmediale Kunst
Ulla Rauter, Transmediale Kunst
Irene Haselböck, bildende Kunst
Simon Vith, Grafik
Christine Katscher, Grafik
Christina Dörfler, Kunst und kommunikative Praxis
Caroline Heider, bildende Künstlerin
Bernard Ammerer, Maler
Ö1 Talentestipendium
Nazim Ünal Yilmaz, Maler
Hanakam/Schuller, bildende Kunst
Elfriede Penzinger, Malerei
Benjamin Tomasi, Fotografie
Philippe Gerlach, Fotografie
Chrischa Oswald, bildende Kunst
Christine Pichler, bildende Künstlerin
Gordan Savicic, digitale Kunst
Chris Müller, Bildhauer
Mario Sinnhofer, interdisziplinäre Kunst
Regina Hurban, Malerin
Mathias Pöschl, bildender Künstler
Valentin Hirsch, Druckgrafik
Erste Ö1 Talentebörse-Schau endet am Sonntag
Adrienn Kiss, bildende Künstlerin
David Wiltschek, Kunst & Fotografie
Rainer Gamsjäger, Visuelle Gestaltung
Susanne Sue Sellinger, Digital-Kunst
Moira Hille, bildende Kunst
Björn Kämmerer, Kunst und digitale Medien
Stefanie Walch, Kunst und kommunikative Praxis
Katherina Olschbaur, Malerin
Christoph Schwarz, visuelle Mediengestaltung
Judith Fegerl, Installationen
Anne Sophie Christensen, Kunst & Kommunikation
Robert Freund, Malerei
Iris Aue, bildende Künstlerin
Elisa Treml, Textil/Kunst & Design
Nadeshda Dimitrova, Tapisserie
Ingrid Mauthner, Malerin
Florian Schramm, Maler
Roland Hochenauer, Maler
Coelestine Engels, Bildende Kunst
Taife Smetschka, Interface Cultures
Nikola Kovac, bildender Künstler
Jason Neuwersch, Maler
Ágnes Verebics, Bildende Künstlerin
Martin Sedlak, Bildender Künstler
Julijan Borstnik, Bildender Künstler
Katerina Seda, Bildende Künstlerin
Miroslav Mirt, Bildender Künstler
Ágnes Toth, Malerin
Mark Pozlep, Videokünstler
Ondrej Brody, Performance & Video
Dorota Kenderova, Videokünstlerin
Pirmin Blum, Medienkünstler
Marlene Haring, Videokunst
Barbara Musil, Experimental-Kunst
Anna Schreger, Bildende Kunst