Geboren am 2. Oktober 1980 in Zagreb/Kroatien
Studium: Akademie der Bildenden Künste Zagreb
Lebt und arbeitet in Zagreb und Samobor
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Ein wildes Formenspiel
"Meine Eltern sind beide Künstler. Mein Vater hat auch an der Akademie in Zagreb studiert; er ist Maler. Und meine Mutter unterrichtet Kunst."

Nikola Kovac
Immer wieder begegnete Kovac bei seiner Arbeit dem Ornament in seinen unterschiedlichsten Erscheinungsformen: "Man findet Ornamente zu allen Zeiten und in allen Weltgegenden. In Hochkulturen ebenso wie in primitiven Gesellschaften. In der Gegenwartskunst wird es jedoch - zu Recht - abgelehnt. Das sah ich als Herausforderung: Eine Möglichkeit zu finden, das Ornament anders auf die traditionelle Weise zu präsentieren und es so von seinem gewöhnlichen Zweck, nämlich gefälliger Schmuck zu sein, zu lösen."

In einem wilden Formenspiel setzt Kovac Zeichenfragmente zu Ornamenten zusammen, die in dieser freien und dynamischen Darstellung zu neuer Eigenständigkeit und Aussagekraft finden sollen.

Wie ein DJ seine Soundbites so sampelt Nikola Kovac seine visuellen Fragmente.
Wobei Kovac viel Wert auf das "musikalische" Zusammenspiel dieser Einzelteile legt: "Ich vergleiche meine Bilder eher mit Songs als mit anderen Bildern oder Skulpturen. Auch der Film und sein Aufbau stellen für mich einen weit größeren Einfluss dar, als die bildende Kunst. Aber eigentlich kommt bei mir alles zusammen: Hieronimus Bosch mit David Lynch und Juan Miró mit der Musik der Aphex Twins."
Seinen Erfolg beim Essl Award sieht Nikola Kovac aber nicht als Beweggrund, sich in Zukunft ausschließlich der bildenden Kunst zu widmen:
"Als Künstler kann ich eine neue Realität entwerfen, meine ganz eigene visuelle Identität. Ich empfinde es aber als ebenso große Herausforderung, mich zurückzunehmen und vollständig in die Werke anderer einzufühlen und durch meine Tätigkeit als Restaurator die ursprüngliche Identität eines Werkes wiederherzustellen. In Zukunft werde ich hoffentlich in beiden Bereichen eine Menge zu tun haben."
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