40 Prozent der Akademikerinnen bleiben überhaupt kinderlos, die, die sich für Kind und Karriere entscheiden, erleiden oft einen Karriereknick.
Kind trotz Karriere?
Oder: Karriere trotz Kind?
Oder: Karriere trotz Kind?
Was für Männer kaum Karriere behindernd ist - die Geburt eines Kindes - erleben die meisten Frauen als gewaltigen Einschnitt in die Berufskarriere. Während in den meisten Industrienationen höher qualifizierte Frauen mehr Kinder bekommen als weniger gut ausgebildete, bleiben in Österreich 40 Prozent der Uni-Absolventinnen kinderlos.
"Es ist immer ein gewisses Glück dabei, dass man zum richtigen Zeitpunkt wieder einsteigt in den Job. Ich hatte eine Kollegin, die konnte nicht so wieder einsteigen wie sie es plante", sagt Sophie Wille. Die Bankfachfrau ist ein Jahr nach der Geburt von Tochter Emilia an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. In Teilzeit - neun Stunden pro Woche.

Neben dem privaten Umfeld muss aber auch das berufliche Umfeld passen. Im besten Fall betreibt das Unternehmen ein bewusstes Karenzmanagement.
"Es ist immer ein gewisses Glück dabei, dass man zum richtigen Zeitpunkt wieder einsteigt in den Job. Ich hatte eine Kollegin, die konnte nicht so wieder einsteigen wie sie es plante", sagt Sophie Wille. Die Bankfachfrau ist ein Jahr nach der Geburt von Tochter Emilia an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. In Teilzeit - neun Stunden pro Woche.

Neben dem privaten Umfeld muss aber auch das berufliche Umfeld passen. Im besten Fall betreibt das Unternehmen ein bewusstes Karenzmanagement.
Seit Emilias zweitem Geburtstag arbeitet sie wieder zu 80 Prozent. In ihrer Abteilung in einer großen internationalen Bank fühlt sich Sophie Wille dennoch als "nicht vollwertig": "Es ist teilweise kränkend, dass man nicht so schnell weiterkommt. Wenn ich mir Kollegen anschaue, die zur gleichen Zeit in die Abteilung gekommen sind, die sind jetzt karrieremäßig viel weiter als ich."
Mutter und Karrierefrau
Die Zeit mit Tochter Emilia möchte Sophie Wille trotzdem nicht missen. Zwei Nachmittage, die Abende und das Wochenende genießt sie es, Mutter zu sein. Unter der Woche ist Tochter Emilia bei einer Tagesmutter untergebracht. Den Wunsch nach einem zweiten Kind hat die Bankfachfrau aufgegeben. Sie fürchtet sich vor einem neuen Karriereknick. Zu Recht, wie eine neue Studie der Arbeiterkammer Niederösterreich bestätigt: Nach der Phase der Kinderbetreuung kommt es bei den meisten Frauen zum Einknicken der Einkommenskurve.
Einkommensschere durch Kinderpause
Verdient ein Mann in Österreich durchschnittlich 2.009 Euro, so kommen Frauen auf im Schnitt nur 1.348 Euro. Laut Arbeiterkammer liegt der Hauptgrund für diese Einkommensunterschiede an der höheren Teilzeitquote von Frauen.
Vier von fünf arbeitenden Müttern entscheiden sich für ein Teilzeitmodell. Wer seine Laufbahn mehrmals unterbricht, bekommt kaum mehr die Chance, durchzustarten. Bis zur Pensionierung lässt sich der Einkommensverlust durch die Kinderpause nicht mehr aufholen.
Kinderlose Akademikerinnen
"Die Entscheidung für eine Karriere geht in Österreich häufig mit dem Verzicht auf eine Familie einher", sagt Brigitte Ratzer, Leiterin der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies an der Technischen Universität Wien: "Und wer Karriere trotz Kinder will, plagt hier zu Lande immer noch der Ruf, eine Rabenmutter zu sein". Ein Vorurteil, das in anderen Kulturen nicht besteht.
Wie die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vor kurzer Zeit festgestellt hat, bekommen höher qualifizierte Frauen in den Industrieländern mehr Kinder als weniger gut ausgebildete. Für Österreich gilt das nicht: 40 Prozent der Akademikerinnen bleiben überhaupt kinderlos.
Karenzmanagement als Lösung
Wer als Mutter dennoch Karriere macht, hat meist einen aktiven Partner, der sich auch für Familie und Haushalt verantwortlich fühlt. Auszeiten nehmen sich in Österreich aber noch hauptsächlich Frauen: nur 3,5 Prozent der Väter nehmen diese Möglichkeit in Anspruch.
Neben dem privaten Umfeld muss aber auch das berufliche Umfeld passen. Im besten Fall betreibt das Unternehmen ein bewusstes Karenzmanagement: Dazu bedarf es einer sorgfältigen Planung von Jobsharing, Teilzeitwiedereinstieg und innerbetrieblicher Flexibilität.
Mutter und Karrierefrau
Die Zeit mit Tochter Emilia möchte Sophie Wille trotzdem nicht missen. Zwei Nachmittage, die Abende und das Wochenende genießt sie es, Mutter zu sein. Unter der Woche ist Tochter Emilia bei einer Tagesmutter untergebracht. Den Wunsch nach einem zweiten Kind hat die Bankfachfrau aufgegeben. Sie fürchtet sich vor einem neuen Karriereknick. Zu Recht, wie eine neue Studie der Arbeiterkammer Niederösterreich bestätigt: Nach der Phase der Kinderbetreuung kommt es bei den meisten Frauen zum Einknicken der Einkommenskurve.
Einkommensschere durch Kinderpause
Verdient ein Mann in Österreich durchschnittlich 2.009 Euro, so kommen Frauen auf im Schnitt nur 1.348 Euro. Laut Arbeiterkammer liegt der Hauptgrund für diese Einkommensunterschiede an der höheren Teilzeitquote von Frauen.
Vier von fünf arbeitenden Müttern entscheiden sich für ein Teilzeitmodell. Wer seine Laufbahn mehrmals unterbricht, bekommt kaum mehr die Chance, durchzustarten. Bis zur Pensionierung lässt sich der Einkommensverlust durch die Kinderpause nicht mehr aufholen.
Kinderlose Akademikerinnen
"Die Entscheidung für eine Karriere geht in Österreich häufig mit dem Verzicht auf eine Familie einher", sagt Brigitte Ratzer, Leiterin der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies an der Technischen Universität Wien: "Und wer Karriere trotz Kinder will, plagt hier zu Lande immer noch der Ruf, eine Rabenmutter zu sein". Ein Vorurteil, das in anderen Kulturen nicht besteht.
Wie die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vor kurzer Zeit festgestellt hat, bekommen höher qualifizierte Frauen in den Industrieländern mehr Kinder als weniger gut ausgebildete. Für Österreich gilt das nicht: 40 Prozent der Akademikerinnen bleiben überhaupt kinderlos.
Karenzmanagement als Lösung
Wer als Mutter dennoch Karriere macht, hat meist einen aktiven Partner, der sich auch für Familie und Haushalt verantwortlich fühlt. Auszeiten nehmen sich in Österreich aber noch hauptsächlich Frauen: nur 3,5 Prozent der Väter nehmen diese Möglichkeit in Anspruch.
Neben dem privaten Umfeld muss aber auch das berufliche Umfeld passen. Im besten Fall betreibt das Unternehmen ein bewusstes Karenzmanagement: Dazu bedarf es einer sorgfältigen Planung von Jobsharing, Teilzeitwiedereinstieg und innerbetrieblicher Flexibilität.
Text: Bea Sommersguter
Hör-Tipp
Moment, Leben heute, Dienstag, 14. November 2006, 17:09 Uhr
Download-Tipp
Ö1 Club-DownloadabonenntInnen können die Sendung nach der Ausstrahlung 30 Tage lang im Download-Bereich herunterladen.
Links
Karenz und Karriere
Arbeiterkammer NÖ
Moment, Leben heute, Dienstag, 14. November 2006, 17:09 Uhr
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Karenz und Karriere
Arbeiterkammer NÖ
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slartibartfast am 14.11.2006, 17:46
telephonnummer zu schnell durchgegeben
0800 - wie war das? besonders wenn man waehrend dem autofahren radio hoert, ist es schwer, sich telephonnummern zu merken. wenn es schon eine web-page zu der sendung gibt, koennte man dort auch die telephonnummer bekanntgeben.
telephonnummer zu schnell durchgegeben
0800 - wie war das? besonders wenn man waehrend dem autofahren radio hoert, ist es schwer, sich telephonnummern zu merken. wenn es schon eine web-page zu der sendung gibt, koennte man dort auch die telephonnummer bekanntgeben.
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