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Was bedeutet Kunst für Sie?
"Der Künstler ist Schöpfer wunderbarer Dinge (...). Kein Künstler begehrt etwas zu beweisen (...). Der Künstler kann alles ausdrücken (...). Gedanke und Sprache sind seine Instrumente", so Oscar Wilde (aus "Bildnis des Dorian Gray").

Woher kommt Ihre Kreativität?
Ich glaube aus meiner Neugier. Ich stelle Fragen und setze nichts voraus. Diese Fragen lassen mich denken und beobachten – und daraus entstehen Ideen.

Ihr Motto lautet?
Es wechselt täglich. Allgemein gesagt: Ich versuche Distanz zu halten, zu dem was ich tue und wer ich bin. Und andere Menschen zu respektieren, umgeachtet dessen, was sie tun und wer sie sind.

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Anna Maria Nowak, Tänzerin
Von Polen an die Linzer Bruckner Privatuniversität
"Ich habe schon als kleines Mädchen getanzt, der Tanz hatte es mir angetan. Als ich dann etwa neun war, wollte ich eine Ballettschule besuchen, wurde aber aufgrund eines kleinen Wirbelsäulen-Problems damals nicht aufgenommen - es war eine Tragödie für mich. So machte ich meine reguläre Ausbildung und besuchte dann private Ballettschulen und Kurse. Bei einem Improvisations-Workshop im Jahr 2000 gab es eine Audition für Linz, an der ich teilnahm - und ich wurde ausgewählt. Ich hatte ja immer davon geträumt, Tänzerin zu werden, also ergriff ich diese Chance. Denn in Polen gab es damals so gut wie keine Ausbildung für zeitgenössischen Tanz. Und seither studiere ich in Linz", erzählt Anna Maria Nowak, gebürtige Polin, Jahrgang 1980, die nun seit 2001 am Institute for Dance Arts der Anton Bruckner Privat-Universität zeitgenössischen Tanz studiert. Sie hat bereits das Bakkalaureat gemacht und wird ihr Magister-Studium bis Juni 2007 abschließen.

(c) Nowak
Anna Maria Nowak

Mit ihrer Tanz-Ausbildung begann die Nachwuchskünstlerin bereits 1988 und war zu dieser Zeit auch Mitglied des polnischen Jugendensembles "Alga" für modernen Tanz und Volkstanz. Gleichzeitig absolvierte sie ihre Ausbildung an einem zweisprachigen Gymnasium in Gdynia, inskribierte nach der Matura Sprachen und skandinavische Wissenschaften an der dortigen Universität und besuchte ab 2000 das "M&M Physical Theatre", eine Privatschule für modernen Tanz.
Große Affinität zum zeitgenössischen Tanz
"Tanzen ist kein einfacher Beruf und es gibt dabei eine Menge an Herausforderungen. Man muss gegen die eigene Schwäche ankämpfen, muss täglich trainieren, um den Körper in der richtigen Form fit zu halten. Als Tänzer, überhaupt als Künstler, gibt man ja sehr viel von sich. Es lässt sich nicht immer genau abgrenzen, wo die künstlerische Arbeit endet und das Privatleben beginnt. Wichtig ist es, die richtige Balance zu finden", erläutert Nowak.

"Wenn man heute von Tanz spricht, so gibt es ganz verschiedene Richtungen. Manche gehen in Richtung Performance, andere nehmen viel aus dem klassischen Tanz und transformieren es. Meine Domäne ist der zeitgenössische Tanz, denn ich mag diesen starken Bezug zu meinem Körper", so die junge Tänzerin, die zwar keine klassische Ausbildung, sehr wohl aber die klassische Technik erlernt hat.

(c) Nowak
In "Het Plein" (x.IDA Post Graduate Company, Choreographie: Filip van Huffel, März 2005 im CCL): "Was ich am zeitgenössischen Tanz besonders mag, ist der starke Bezug zum eigenen Körper", so Anna Maria Nowak.

Mit dem "Instrument Körper" richtig umgehen
"Das Schwierigste für mich ist es, wenn ich fühle, dass mein Körper verletzt ist, dass ich meine Arbeit nicht so machen kann, wie ich möchte. Das ist dann sehr frustrierend. Der Körper ist das Instrument des Tänzers und man muss lernen, ihn richtig einzusetzen", erklärt Nowak eines der größten Probleme ihres Berufs.
Umfassende Tanz-Ausbildung ...
Ihre Tanz-Ausbildung erhielt Anna Nowak bei ganz unterschiedlichen Lehrern wie u. a. Harmen Tromp und Bettina Schaeffer ("Sie eröffneten mir die Welt des Balletts"), bei Bruno Genty, Nicole Caccivio, Eric Franklin, Judy Reyn, Editta Braun, Johannes Randolf, Randi Liebnau, Rey Chang, Rosalia Fernandez, Teresa Rainieri, Martin Sonderkamp, Akos Hartigtay, Michaela Pein, Esther Linley und Rose Breuss.

(c) Giuliana Gervasi
"One, Two + Three" (Tanz Company Gervasi, Odeon Wien, Oktober 2006): Anna Maria Nowak hat bereits in mehreren Produktionen von Elio Gervasi mitgewirkt.

Und ebenso hat sie ihre Tanz-Kenntnisse im Rahmen zahlreicher Workshops wie u. a. in Posen und Bytom in Polen (von 1995 bis 2000), bei Vicente Saez im "CCL choreographiccentrelinz" (2003), bei David Zambrano (Tanzquartier Wien) sowie Gavin Webber (ImpulsTanz, beide 2004), sowie im Vorjahr bei Zvi Gotheiner beim ImpulsTanz-Festival erweitert.
... und Bühnen-Praxis
Und mittlerweile konnte die junge Nachwuchstänzerin auch zahlreiche Bühnen-Erfahrungen sammeln: So wirkte Anna Maria Nowak in "x.IDA" bei der Postgraduate Dance Company bei Esther Linley und Johannes Randolf (2003-2005) mit, bei "Fuga-ce" bei der Gervasi Company in Kooperation mit Cathrine Guerin beim Wiener ImpulsTanz-Festival (2005), bei "Mozart-two-6", ebenfalls mit der Gervasi Company mit Fazil Say (2005/06) im Tanzquartier, bei "6-Trek-Rosas" bei der heurigen Sommereröffnung im Wiener Museumsquartier sowie mit der Gervasi Dance Company im Wiener Odeon mit.

"Eine der wichtigsten Arbeiten der letzten Zeit war meine Solo-Performance 'Versuche aus der Enge' in der Choreographie von Rose Breuss beim Festival 'Österreich tanzt' im Festspielhaus St. Pölten im Juni dieses Jahres. Sie wurde im Herbst auch im Greenberg Theatre in Washington D.C gezeigt. Es war eine wichtige Erfahrung, weil ich das ganze Stück tragen musste. Ich möchte es wieder machen, denn ein Solo-Stück gibt mir große Freiheit. Eine weitere bedeutende Produktion war 'Mozart-two-6' im Rahmen des Mozartjahres mit der Gervasi Tanz-Company mit Fazil Say am Klavier", berichtet die junge Tänzerin.

(c) baba grafik & design
"Nicht im Traum - Kleistsche Bewegungsbilder" (Choreographie und Idee: Rose Breuss, Tanzquartier Wien, November 2006): Zuletzt war Anna Maria Nowak in diesem neuen Werk zu sehen, das am 23. November 2006 uraufgeführt wurde.

Bei Breuss-Uraufführung "Nicht im Traum"
Zuletzt wirkte Nowak in der Uraufführung "Nicht im Traum - Kleistsche Bewegungsbilder" von Rose Breuss im Tanzquartier Wien mit, die Ende November 2006 stattfand.

"Das Stück basiert auf Heinrich von Kleists 'Käthchen von Heilbronn'. Bei unserer Arbeit stand die Sprache Kleists im Zentrum, die wir in Körpersprache umzusetzen versuchten."
Bessere Absicherung für Freischaffende
In nächster Zeit will sich die junge Tänzerin vor allem ihrem Studien-Abschluss widmen. Die Zusammenarbeit mit Elio Gervasi wird sie fortsetzen, außerdem ist eine Kooperation mit einem neuen Choreographen geplant. Und sie wird auch an diversen Auditions teilnehmen, um Kontakte ins Ausland zu knüpfen.

Wie sehen die Zukunftswünsche des Tanztalents aus? "Bei einer künstlerisch interessanten Truppe könnte ich mir ein längeres Engagement vorstellen. Aber ebenso ist freischaffende Arbeit für mich denkbar. Es ist noch offen für mich - aber prinzipiell interessiert mich beides. Ich wünsche mir vor allem, dass Freelancer sozial so gut abgesichert sind wie in Schweden - und dass diese Entwicklung künftig auch in anderen Ländern voranschreitet", so Anna Maria Nowak.
Text: Matthias Osiecki
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Ö1 Talentebörse: Bühne

Diana-Marina Fischer, Sopran
Sarantos Zervoulakos, Schauspielregie
Andrejus Kalinovas, Tenor
Raimund Orfeo Voigt, Szenografie
Angela Smigoc, Schauspielerin
Simona Eisinger, Koloratursopran
Martina Mikelic, Altistin
Markus Subramaniam, Schauspieler
Michael Großschädl, Schauspieler
Regina Riel, Sopran
Alexander Meile, Schauspieler
Stefan Leonhardsberger, Schauspieler
Martina Lechner, Musikalisches Unterhaltungstheater
Eva Maria Sommersberg, Schauspielerin
Marie Jung, Schauspielerin
Andrè Schuen, Bassbariton
Steffen Jäger, Regie
Emily Cox, Schauspielerin
Anna Unterberger, Schauspielerin
Theresa Langer, Schauspielerin
Verena Rotky, Bühnengestaltung
Ines Schiller, Schauspielerin
Louisa von Spies, Schauspielerin
Susanne Inkiow, Regie
Anita Götz, Sopran
Katja Lehmann, Regisseurin
Nikoletta Korkos, Tänzerin
Irene Mattausch, Sopran
Sophia Freynhofer, Schauspielerin
Johannes Pölzgutter, Musiktheaterregie
Nanina R. Kotlowski, Tänzerin
Florian Köhler, Schauspieler
Matthäus Schmidlechner, Tenor
Christiane Karg, Sopranistin
Matthias Lier, Schauspieler
Alexander F. Zieglarski, Schauspieler
Barbara Schulte, Theater-Regie
Petra Staduan, Schauspielerin
Anna Maria Nowak, Tänzerin
Nikolaus Barton, Schauspieler
Sirkka Mentlein, Musiktheater-Regie
Hannes Perkmann, Schauspieler
Thomas Frank, Schauspieler
Taylan Memioglu, Tenor
Magdalena Kronschläger, Schauspielerin
Florian Berger, Tanz
Jolene McCleland, Mezzosopran
Bettina Schwarz, Schauspielerin
Barbara Novotny, Schauspielerin
Bryan Rothfuss, Bariton
Peter Gregor Pertusini, Schauspieler
Tania Oppel, Koloratursopran
Anisha Bondy, Musiktheater-Regie
Daniela Keckeis, Schauspielerin
Katharina Knap, Schauspielerin
Rainer Sellmaier, Bühnenbild
Thiemo Strutzenberger, Schauspieler