Wenn man seinen Gefühlen einen Weg geben kann, sie möglichst authentisch in einer selbst gewählten Form wiedererscheinen zu lassen.
Woher kommt Ihre Kreativität?
Die kommt aus Wünschen, Emotionen, Niederlagen, Siegen und Beobachtungen.
Ihr Motto lautet?
Hinten wird die Ente fett.
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Suche nach außergewöhnlichen Herausforderungen
In dieser neuen Findungsphase traf ich im Sommer 2004 einen Bekannten, der an der Ernst-Busch-Schule in Berlin Schauspiel studierte. Und der meinte: Alex, mach doch Schauspiel. Es ging dann alles ganz schnell. Zunächst bewarb ich mich in Graz, wo ich in die zweite Runde kam, und dann versuchte ich es in Linz, wo ich schließlich aufgenommen wurde", erzählt Alexander Frank Zieglarski, Jahrgang 1977, der in Frankfurt/Oder geboren wurde und in Stendal in Sachsen-Anhalt aufwuchs.

Alexander Frank Zieglarski
"Es ist die Möglichkeit - und das war letztlich auch der Antrieb für mich - sich in andere Menschen hineinversetzen zu können und dies authentisch ausleben zu dürfen. Vielleicht ist es ein Hang zur Schizophrenie. Ich finde es spannend, dass man sich unter dem Aspekt der Kunst wie ein Kind benehmen kann, böse sein, weinen oder die eigenen Grenzen überschreiten darf", beschreibt Zieglarski seine Faszination für das Theater.
"Das Schwierigste in diesem Beruf ist es, Authentizität zu erlangen. Ich habe zwar meist schnell eine Idee, wie eine Figur sein könnte - aber was dieses Grundkonzept dann für die Folgesituationen bedeutet, das ist schwierig", erklärt der junge Künstler, der mit dem Schauspiel nun sein Berufsziel gefunden hat.
Inzwischen konnte der Nachwuchsschauspieler, der von 1994 bis 1996 dem Jugendtheater-Ensemble des Landestheaters Stendal angehörte, bereits zahlreiche Bühnen-Erfahrungen sammeln: So war er in Uni-Produktionen als Jimmy in John Osbornes "Blick zurück im Zorn" (2005), als Jerry in Edward Albees "Zoostory", in der Titelrolle von Shakespeares "Hamlet", als St. Just in Büchners "Danton`s Tod", den Heinrich Krause in einer Eigenkonzeption von Urs Widmers "Top Dogs" (alle 2006) sowie die Hauptrolle in David Woods "Der Lebkuchenmann" am Landestheater Linz, in der er bis Ende Juni dieses Jahres zu sehen ist.

Alexander Zieglarski als "Lebkuchenmann" (Regie: Axel Heil, Landestheater Linz, 2006/07): "Es ist eine wichtige Erfahrung, für Kinder zu spielen. Es ist anders, aber wunderschön."
Am Freitag, 30. März 2007, hat Alexander Zieglarski in der Uni-Produktion von Heinrich von Kleists "Amphitryon" als Sosias in der Regie von Peter Wittenberg im Neuen Proberaum Premiere.

Alexander Frank Zieglarski mit Regisseur Peter Wittenberg bei einer Probe zu Kleists "Amphitryon", der am 30. März 2007 in der Bruckner Universität Linz Premiere hat.
Weiters wird Zieglarski heuer noch in Beaumarchais "Figaro", der Abschluss-Produktion dieses Studienjahres, mitwirken, die im Mai Premiere hat und beim Theatertreffen in Salzburg vertreten sein wird.
Auch auf dem Gebiet des Hörspiels konnte der Nachwuchsschauspieler erste Erfahrungen sammeln: so war er in der Produktion von Stefan C. Limbrunners "Mann ohne Gewissen", einer Kooperation zwischen Bruckner Universität und ORF OÖ, am 1. Jänner 2007 zu hören. Am Mittwoch, 25. April 2007, wird diese Produktion nun auch in der Galerie der Katholischen Hochschulgemeinde Linz um 20:00 Uhr zu hören sein.
"Es war eine sehr interessante Arbeit. Hier kommt es auf die Sprache an, und nicht auf die Aktion - und trotzdem braucht man sie. Denn bei einem Hörspiel will ich die Augen zumachen und dann jene Situation, die beschrieben wird, erleben können."
Auch im Bereich des Films konnte Zieglarski inzwischen Erfahrungen sammeln: so wirkte er in "The Exchange" (Kurzfilm, Regie: Konstantin Connell, 2004) in "The Blizzard" (Imagefilm, Regie: Kaser/ Steipe; 2005), in den Kurzfilmen "Lampenfieber" und "Shibai" von Luzi Katamay sowie in "Sonnenkraft" (Imagefilm, Regie: Kaser/Steipe, alle 2006) mit.

Alexander Zieglarski in Mirco Windes Diplom- Abschlussfilm "Von einer die auszog, das Fürchten zu verlernen" (2007), der heuer in Mainz und Wiesbaden entstand, wird im Frühjahr Premiere haben.
"Ich möchte gerne am Theater spielen, aber auch Filme machen. Allerdings nicht an einer sehr kleinen Bühne engagiert sein, denn da kann man schnell die Lust verlieren. Schön wäre es, wenn ich in die Lage käme, mir die Rollen aussuchen zu können. Ich will nicht etwas machen, nur um Geld zu verdienen, sondern etwas, das mich von der Idee, von den Menschen und vom Konzept her interessiert. Ebenso würde ich auch weiterhin gerne Musik machen. Es wird eines zum anderen kommen - darauf vertraue ich aus meiner bisherigen Erfahrung", hält der Nachwuchskünstler fest.
Welche Zukunftswünsche hat der vielseitige Jungkünstler, der auch als Graffiti-Maler tätig war, bis vor vier Jahren auch als Model gearbeitet hat und nun Ideen für sein erstes Buch sammelt?
"Ich hätte gerne mit Marlon Brando, was leider nicht mehr möglich ist, oder mit Jack Nicholson gearbeitet. Am Theater würde ich gerne bei Intendant Armin Petras am Berliner Gorki Theater etwas machen. Und einmal auch beim Berliner Ensemble oder am Hamburger Thalia Theater spielen", so Alexander Frank Zieglarski.
Alexander F. Zieglarski
Veranstaltungs-Tipps
Anton Bruckner Privatuniversität, "Amphitryon" von Heinrich von Kleist, Premiere: Freitag, 30. März 2007, Begin: 10:00 Uhr, Neuer Probenraum, 4020 Linz, Fabrikstraße 2
David Wood, "Der Lebkuchenmann, Landestheater Linz, Kammerspiele, Vorstellungen: 9., 13., 17., 19. und 24. April, 9. bis 11., 13., 21. bis 24 sowie 30. und 31. Mai, 6., 12. und 13., 17., 22., 26. Juni 2007, unterschiedliche Beginnzeiten.
Links
Anton Bruckner Privatuniversität
Landestheater Linz - Der Lebkuchenmann
Linz Termine - Hörspielabend: Mann ohne Gewissen
planetlinz.tv - Spielplatz Fabrikstraße
Emergenza
Max Koffler
oesterreich.ORF.at
Urban Ruths
Von einer die auszog, das Fürchten zu verlernen
Diana-Marina Fischer, Sopran
Sarantos Zervoulakos, Schauspielregie
Andrejus Kalinovas, Tenor
Raimund Orfeo Voigt, Szenografie
Angela Smigoc, Schauspielerin
Simona Eisinger, Koloratursopran
Martina Mikelic, Altistin
Markus Subramaniam, Schauspieler
Michael Großschädl, Schauspieler
Regina Riel, Sopran
Alexander Meile, Schauspieler
Stefan Leonhardsberger, Schauspieler
Martina Lechner, Musikalisches Unterhaltungstheater
Eva Maria Sommersberg, Schauspielerin
Marie Jung, Schauspielerin
Andrè Schuen, Bassbariton
Steffen Jäger, Regie
Emily Cox, Schauspielerin
Anna Unterberger, Schauspielerin
Theresa Langer, Schauspielerin
Verena Rotky, Bühnengestaltung
Ines Schiller, Schauspielerin
Louisa von Spies, Schauspielerin
Susanne Inkiow, Regie
Anita Götz, Sopran
Katja Lehmann, Regisseurin
Nikoletta Korkos, Tänzerin
Irene Mattausch, Sopran
Sophia Freynhofer, Schauspielerin
Johannes Pölzgutter, Musiktheaterregie
Nanina R. Kotlowski, Tänzerin
Florian Köhler, Schauspieler
Matthäus Schmidlechner, Tenor
Christiane Karg, Sopranistin
Matthias Lier, Schauspieler
Alexander F. Zieglarski, Schauspieler
Barbara Schulte, Theater-Regie
Petra Staduan, Schauspielerin
Anna Maria Nowak, Tänzerin
Nikolaus Barton, Schauspieler
Sirkka Mentlein, Musiktheater-Regie
Hannes Perkmann, Schauspieler
Thomas Frank, Schauspieler
Taylan Memioglu, Tenor
Magdalena Kronschläger, Schauspielerin
Florian Berger, Tanz
Jolene McCleland, Mezzosopran
Bettina Schwarz, Schauspielerin
Barbara Novotny, Schauspielerin
Bryan Rothfuss, Bariton
Peter Gregor Pertusini, Schauspieler
Tania Oppel, Koloratursopran
Anisha Bondy, Musiktheater-Regie
Daniela Keckeis, Schauspielerin
Katharina Knap, Schauspielerin
Rainer Sellmaier, Bühnenbild
Thiemo Strutzenberger, Schauspieler