Hörspiel Suche

BIS DIE HUNDE UNS FINDEN. MOBILE FÜR SCHLAGZEUG, STIMMEN & SUCHSCHEINWERFER

Autor/innen

Herbert Lauermann (Österreich)
Petschinka (Österreich)

Regie

Petschinka

Musik

Herbert Lauermann

Produktion

Autorenproduktion , 2008 (Neuproduktion)

Mit

Sidyk Bisayef
Sam Tchabson
Gerti Drassl
Markus Meyer

Inhalt

Im Oktober 2005 stürmen hunderte Afrikaner den Zaun bei Melilla, der Europa von Afrika trennt. Einige erreichen das gelobte Land, andere werden gefasst, in die Wüste transportiert, erschossen. Ähnliche Geschichten erreignen sich an der österreichisch-tschechischen Grenze, an den französischen Küsten, an den italienischen Küsten und anderswo. Viele Leute riskieren ihr Leben, um in Europa nicht nur eine bessere Existenz, sondern überhaupt eine Existenz zu finden. Meist haben sie all ihr Hab und Gut - oder das ganzer Familienclans – verkauft, um die Schlepper zu bezahlen. Zurück können sie nicht. Sie müssen ihr Ziel erreichen. Dafür nehmen sie sehr viel in Kauf. Sie besteigen ein kleines Boot oder einen Container. Sie gehen nächtelang zu Fuß. Durchqueren die Sahara. Setzen sich extremer Hitze, extremer Kälte aus. Klettern über einen Zaun. Haben sie Erfolg heißt das noch lange nicht, dass damit eine neue Existenz möglich wird.
Ausgangspunkt des Stückes "Bis die Hunde uns finden" sind die Erzählungen zweier Migranten, die aus verschiedenen Regionen der Welt aufgebrochen sind. Jeder hat seine persönliche "Reisegeschichte", die mehr oder weniger einer Odyssee quer durch Kontinente, Bürokratien-Dschungel und Warteräume gleicht. Ausgehend von einer Live-Performance hat der Autor und Regisseur Eberhard Petschinka gemeinsam mit dem Komponisten Herbert Lauermann ein mitunter schmerzhaftes Hörstück entwickelt, das, einem Radar ähnlich, die Geschichten, Erfahrungen, Träume, Hoffnungen und Gefühle von Migranten abtastet und – wie durch Starkstrom verstärkt - direkt in den Äther projiziert.

Sendedaten

15. Juli 2008 (NP, 39:20 min )

Trailer

Bis die Hunde uns finden, 02:08