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GÄRTEN, SCHNÄBEL, EIN MIRAKEL, EIN MONOLOG, EIN HÖRSPIEL

Autorin:

Friederike Mayröcker (Österreich)

Regie:

Klaus Schöning

Musik:

Nadja Schöning

Produktion:

ORF / SWR, 2008 (Neuproduktion)

Assistenz:

Alice Elstner

Schnitt:

Anna Kuncio, Nadja Schöning

Ton:

Anna Kuncio

Mit:

Friederike Mayröcker (Stimme)

Inhalt:

"Schlafe auf Nervenzettel", sagt die Dichterin, "ganz dünner durchsichtiger durchlöcherter Schlaf." - "Mein Gang ist unsicher, ich werde schwächer ... es ist zu spät, der Sommer verhaucht." - "Ich habe keine Inspiration", sage ich zu meinem Arzt". Doch die Ärztin tröstet. "Schreiben", sagt sie "werden Sie länger können als lesen." In ihrem jüngsten Hörspiel flaniert Friederike Mayröcker, geboren 1924, durch einen Park poetischer Assoziationen. Vergangene Sommertage huschen vorbei, geradezu heiter reflektiert die Dichterin ihre physische Existenz.

"Habe Leibschmerzen", notiert sie. Und: "Während ich tippe krümmen sich meine Zehen, vermutlich Wärme zu erzeugen." Selbstverständlich taucht auch ER immer wieder auf, Ernst Jandl, der Begleiter durch Jahrzehnte. "Wie lieblos bin ich mit IHM umgegangen, als ER schwach und krank war."

Klaus Schöning, als Regisseur ebenfalls ein langjähriger Partner der Dichterin, hat Friederike Mayröckers Monolog arrangiert und mit Klangkompositionen von Nadja Schöning zu einem Stück berührender Radiokunst verwoben. "Ein Dichter", sagt Mayröcker, "musz Spuren hinterlassen ... am 24. August schreibe ich in mein Notizbuch, meine Tage sind gezählt, und dennoch: wie glücklich ich bin ..."

Sendedaten:

09.12.2008 (NP, 44:40 min)
24.02.2009 (WH, 44:40 min)