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Di, 20.01.2009
Wissenschaft
Mehr Geld für die Unis
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Länge: 2:50 min
Ö1 Morgenjournal
Vielleicht hätte Christoph Badelt, der Vorsitzende der Universitätenkonferenz, am vergangenen Freitag noch mehr Geld für die Universitäten fordern sollen. Denn nun werden die Universitäten laut Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) ziemlich genau jenen Betrag für die Jahre 2010 bis 2012 zusätzlich erhalten, den Badelt am Freitag genannt hat: 150 Millionen Euro pro Jahr als Ersatz für den Wegfall der Studiengebühren und rund 400 Millionen Euro zusätzlich jedes Jahr. Die Gesamtbudgets der Universitäten steigen damit auf rund 2,6 Millarden Euro jährlich.

"Hoffe auf Erstaunen und Zustimmung"
Wissenschaftsminister Hahn an die Adresse von Rektorenchef Badelt: "Ich hoffe, dass ich ihn damit nicht enttäusche, dass seine Forderungen nahezu erfüllt wurden oder werden." Für Hahn ist damit auch der Kritik, die zuletzt von Badelt gemeinsam mit der Hochschülerschaft geäußert wurde und sich in einer Informationskampagne an den Universitäten niederschlagen sollte, die Begründung genommen. Die Regierung habe klare Schwerpunkte angekündigt, und die lägen unter anderem bei Bildung, Wissenschaft und Forschung. "Offensichtlich hat der Regierung nicht hinreichend geglaubt und auch dem Wissenschaftsminister nicht." Jetzt hoffe er nun auf Erstaunen und Zustimmung.

Budgetverhandlung noch ausständig
Freilich, irgendwo werden die Zusatzmittel, die die Unis nun erhalten, einzusparen sein. Und das Gesamtbudget des Wissenschaftsministeriums ist ja für die Jahre 2009 und 2010 noch gar nicht ausgehandelt. Wie weit also andere Wissenschaftsbudgets zu Gunsten der Unis gekürzt werden, ist noch offen. Wissenschaftsminister Hahn sagt, man werde bei den Ermessensausgaben sparen, das sind zum Beispiel Förderungen und Subventionen für die es keine gesetzliche oder vertragliche Grundlage gibt.

Gehaltsteigerungen inklusive
In den jetzt beschlossenen Uni-Budgets müssen auch Gehaltssteigerungen für die Uniangehörigen untergebracht werden, erläutert Hahn. Mehr Geld gibt es dafür also nicht mehr, so Hahn: "Es gilt strenge Rechnung, gute Freunde."

Mehr Flexibilität
In den Leistungsvereinbarungen mit den Unis für 2010 bis 2012, in denen zum Beispiel festgelegt ist, welche Schwerpunkte an einer Universität gesetzt werden, da will Hahn mehr Flexibilität erreichen. Sodass etwa auch während der dreijährigen Laufzeit dieser Vereinbarungen ein neuer Lehrstuhl eingerichtet oder aktuelle Schwerpunkte gesetzt werden können.

Rechnungshofkritik
Kein Problem hat Minister Hahn mit dem gestern bekannt gewordenen Rechnungshofbericht, der die fehlende Gesamtstrategie für den Universitäts- und Hochschulsektor bemängelt: Schon im Regierungsprogramm sei ein österreichweiter Hochschulplan vorgesehen, der soll in den kommenden drei Jahren erarbeitet werden, sagt der Wissenschaftsminister.
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