Inland
12:00
Fr, 20.02.2009
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Fr, 20.02.2009
Studie
Antisemitismus noch immer weit verbreitet
Antisemitismus noch immer weit verbreitet
43 Prozent der Österreicher meinen, dass die Juden an der aktuellen Finanzkrise schuld oder zumindest mitverantwortlich sind. Jeder dritte Österreicher hält antisemitische Stereotypen für wahr oder wahrscheinlich, etwa dass der Einfluss der Juden in der Wirtschaft zu groß sei, oder dass Juden Israel gegenüber loyaler seien als gegenüber Österreich, das ergibt eine Studie der US-Organisation Anti-Defamation-League.
Zusammenhang mit Nahostkonflikt
Im europäischen Vergleich liegt Österreich dabei im oberen Mittelfeld - obwohl die Zustimmung zu manchen Fragen im Vergleich zu früheren Studien abgenommen hat, erklärt der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Ariel Muzicant: "Man sieht deutlich, dass im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten der Antisemitismus zunimmt. Es gibt bei manchen Bereichen, was wir nennen den alten rechtsextremen Antisemitismus, Rückgänge."
Vorwurf gegen FPÖ
Am stärksten verbreitet sind diese Ansichten in Polen und Spanien, am wenigsten in Großbritannien. Besonders besorgniserregend ist für Muzicant aber eine andere Entwicklung: Das immer stärkere Engagement von Funktionären der FPÖ für Leugner des Holocaust: "Es geht darum, dass die FPÖ massiv einen Holocaustleugner und Revisionisten seit Jahren unterstützt, der Abgeordnete Hübner ihn rechtlich vertritt, selbstverständlich kostenlos, dass hier der Herr Gudenus und andere massive Hilfestellung leisten und jetzt wird das Ganze noch unterfüttert mit parlamentarischen Anfragen."
US-"Rabbi" lebt in Österreich
Konkret geht es um zwei aktuelle parlamentarische Anfragen der FPÖ zu einem in Österreich lebenden US-Amerikaner, der sich selbst als Rabbi bezeichnet. Der Mann werde von der FPÖ dazu benützt, antijüdische und antisemitische Ansichten zu verbreiten, sagt Muzicant.
Zusammenhang mit Nahostkonflikt
Im europäischen Vergleich liegt Österreich dabei im oberen Mittelfeld - obwohl die Zustimmung zu manchen Fragen im Vergleich zu früheren Studien abgenommen hat, erklärt der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Ariel Muzicant: "Man sieht deutlich, dass im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten der Antisemitismus zunimmt. Es gibt bei manchen Bereichen, was wir nennen den alten rechtsextremen Antisemitismus, Rückgänge."
Vorwurf gegen FPÖ
Am stärksten verbreitet sind diese Ansichten in Polen und Spanien, am wenigsten in Großbritannien. Besonders besorgniserregend ist für Muzicant aber eine andere Entwicklung: Das immer stärkere Engagement von Funktionären der FPÖ für Leugner des Holocaust: "Es geht darum, dass die FPÖ massiv einen Holocaustleugner und Revisionisten seit Jahren unterstützt, der Abgeordnete Hübner ihn rechtlich vertritt, selbstverständlich kostenlos, dass hier der Herr Gudenus und andere massive Hilfestellung leisten und jetzt wird das Ganze noch unterfüttert mit parlamentarischen Anfragen."
US-"Rabbi" lebt in Österreich
Konkret geht es um zwei aktuelle parlamentarische Anfragen der FPÖ zu einem in Österreich lebenden US-Amerikaner, der sich selbst als Rabbi bezeichnet. Der Mann werde von der FPÖ dazu benützt, antijüdische und antisemitische Ansichten zu verbreiten, sagt Muzicant.