Inland
07:00
Mi, 08.04.2009
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Mi, 08.04.2009
Expertenmeinung
Talos: "Vermögen besteuern, Arbeit entlasten"
Talos: "Vermögen besteuern, Arbeit entlasten"
Der Politologe Emmerich hält eine Vermögenssteuer für unbedingt notwendig. Die Steuern aus Erwerbseinkommen machen über 90 Prozent aller Steuern in Österreich aus, die Steuern aus Vermögen nur rund 5 Prozent. Es bedürfe einer Umverteilung von den Gutverdienern zu den sozial schwachen, um sie als Verlierer der Wirtschaftskrise zu stützen, so Talos im Ö1-Morgenjournal-Interview.
Wer zahlt für Staatshaftung?
In der Finanzkrise drehe sich alles nur um die Frage, wie Banken, Unternehmen gerettet werden könnten. Die Folgen, wer dafür aufkommt, wenn die Staatshaftung schlagend wird, zu wessen Lasten das Defizit wieder abgebaut wird, blieben auf der Strecke, sagt Talos.
Wer zahlt Sozialversicherung?
Die aktuelle Krise verschärfe die soziale Schieflage und bestehende Probleme: Immer mehr Menschen werde es schwer fallen, ihre Existenz zu sichern, werden arbeitslos. Daher sei die Frage der Mindestsicherung ganz wichtig und die Frage, wie Mittel für die Sozialversicherung aufgebracht werden.
Auch Garantien standen nicht im Regierungsprogramm
Kein Verständnis hat Talos auch für das von SPÖ-Chef Bundeskanzler Werner Faymann verwendete Argument, die Vermögensbesteuerung stehe nicht im Regierungsprogramm: "Stand denn im Regierungsprogramm, dass der Staat so viel Haftung und Garantien übernimmt für die Banken? Die Regierung war da in der Lage, sehr schnell zu reagieren. Also soll sie auch nicht auf den sozialen Auge blind sein."
Steuer auf Gewinne, Mieten, Pachten
Talos spricht sich für eine Besteuerung von Finanzvermögen aus, oder für eine Finanzierung der Sozialversicherung über Abgaben auf andere Wertschöpfungen wie Unternehmensgewinne, Miet- und Pachteinnahmen aus. Die Lohnsumme allein reiche dazu nicht mehr aus.
Neuer Blickwinkel nötig
Talos gibt zu, dass schon jetzt eine Umverteilung stattfindet. Immerhin zahlen 450.000 Steuerzahler 45 Prozent des Steueraufkommens, während 2,7 Millionen keine Lohnsteuer zahlen, weil sie zu wenig verdienen. "Alles andere wäre ja absurd", so Talos. Es brauche aber noch weitere Verteilung und einen "neuen Blickwinkel: Arbeit entlasten, Vermögen besteuern."
Mehr dazu in Ö1 Inforadio:
Debatte um Vermögensbesteuerung geht weiter
Was versteht man unter Vermögenssteuer?
Wer zahlt für Staatshaftung?
In der Finanzkrise drehe sich alles nur um die Frage, wie Banken, Unternehmen gerettet werden könnten. Die Folgen, wer dafür aufkommt, wenn die Staatshaftung schlagend wird, zu wessen Lasten das Defizit wieder abgebaut wird, blieben auf der Strecke, sagt Talos.
Wer zahlt Sozialversicherung?
Die aktuelle Krise verschärfe die soziale Schieflage und bestehende Probleme: Immer mehr Menschen werde es schwer fallen, ihre Existenz zu sichern, werden arbeitslos. Daher sei die Frage der Mindestsicherung ganz wichtig und die Frage, wie Mittel für die Sozialversicherung aufgebracht werden.
Auch Garantien standen nicht im Regierungsprogramm
Kein Verständnis hat Talos auch für das von SPÖ-Chef Bundeskanzler Werner Faymann verwendete Argument, die Vermögensbesteuerung stehe nicht im Regierungsprogramm: "Stand denn im Regierungsprogramm, dass der Staat so viel Haftung und Garantien übernimmt für die Banken? Die Regierung war da in der Lage, sehr schnell zu reagieren. Also soll sie auch nicht auf den sozialen Auge blind sein."
Steuer auf Gewinne, Mieten, Pachten
Talos spricht sich für eine Besteuerung von Finanzvermögen aus, oder für eine Finanzierung der Sozialversicherung über Abgaben auf andere Wertschöpfungen wie Unternehmensgewinne, Miet- und Pachteinnahmen aus. Die Lohnsumme allein reiche dazu nicht mehr aus.
Neuer Blickwinkel nötig
Talos gibt zu, dass schon jetzt eine Umverteilung stattfindet. Immerhin zahlen 450.000 Steuerzahler 45 Prozent des Steueraufkommens, während 2,7 Millionen keine Lohnsteuer zahlen, weil sie zu wenig verdienen. "Alles andere wäre ja absurd", so Talos. Es brauche aber noch weitere Verteilung und einen "neuen Blickwinkel: Arbeit entlasten, Vermögen besteuern."
Mehr dazu in Ö1 Inforadio:
Debatte um Vermögensbesteuerung geht weiter
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