Inland
07:00
Mi, 13.05.2009
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Mi, 13.05.2009
gewerkschaftsprotest
Heute Großdemonstration für mehr Lohn
Heute Großdemonstration für mehr Lohn
Fünf Teilgewerkschaften veranstalten heute einen Großdemonstrationstag wegen der ihrer Ansicht nach schleppenden Lohnverhandlungen. Die Demonstranten wollen sich zunächst vor dem Sitz der Industriellenvereinigung am Wiener Schwarzenbergplatz versammeln und dann zur Wirtschaftskammer in den 4. Bezirk zu einer Abschlusskundgebung marschieren.
Profitieren von fetten Jahren
Unter dem Motto "Wir verzichten nicht" wollen sich die Gewerkschaften kämpferisch zeigen. Und vor allem auf ihren Standpunkt hinweisen der da lautet: zuletzt - also im Vorjahr vor Ausbruch der Krise - haben die Unternehmen noch gut verdient, und davon will man jetzt einen Anteil.
Lohnverhandlungen laufen schleppend
Den Arbeitgebern wirft man vor, die Krise als Vorwand zu nehmen um die Löhne zu drücken und die Spielregeln bei den Kollektivvertragsverhandlungen ändern zu wollen. Tatsächlich scheint es sich bei den laufenden Verhandlungen zu ziehen. Während in der Regel nach zwei bis drei Verhandlungsrunden Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu einem Kompromiss finden, verhandelt beispielsweise die Textilindustrie bereits vier erfolglose Runden, ebenso sieht es im Speditionsgewerbe oder bei der Papierindustrie aus, die IT-Branche hat es bereits auf fünf erfolglose Verhandlungsrunden gebracht, bei den Druckern, die sich am Wochenende geeinigt und damit einen angedrohten Streik noch in letzter Minute vermeiden konnten, waren es nicht weniger als acht Runden.
Metaller bekamen plus 3,8 Prozent
Faire und annehmbare Abschlüsse will man, heißt es, und dafür geht es heute auf die Straße. Die bisherigen Lohnabschlüsse waren übrigens weit von jenen Nullohnrunden entfernt, wie sie teilweise im europäischen Ausland abgeschlossen werden. Die Metaller haben plus 3,8 Prozent bekommen, im Handel waren es bis zu 3,7 Prozent Lohnerhöhung, Beamte und Pensionisten können sich über rund dreieinhalb Prozent mehr freuen. Und das bei einer von WIFO und IHS für heuer erwarteten Inflation von deutlich unter einem Prozent.
Arbeitgeber zeigen auf schrumpfende Wirtschaft
Nicht die Ergebnisse der Vergangenheit, sondern die Zukunft ist bei den Verhandlungen zu berücksichtigen, sagen die Arbeitgeber und verweisen damit auf die erwartete schrumpfende Wirtschaft. Und sie setzen weiter darauf, Ergebnisse nicht auf der Straße sondern auf dem Verhandlungstisch zu erzielen, wie es der Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl zuletzt formuliert hat.
Verkehrsbehinderungen
Im Bereich der Wiener Innenstadt ist heute aufgrund der Gewerkschaftsdemonstration ab 15 Uhr bis in die Abendstunden mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Mehr in Ö1 Inforadio:
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Mazal: "Streikrecht in Österreich nicht geregelt"
Vor Wiener Großdemo der Gewerkschaften
Vorerst keine Streiks in den Druckereien
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Unter dem Motto "Wir verzichten nicht" wollen sich die Gewerkschaften kämpferisch zeigen. Und vor allem auf ihren Standpunkt hinweisen der da lautet: zuletzt - also im Vorjahr vor Ausbruch der Krise - haben die Unternehmen noch gut verdient, und davon will man jetzt einen Anteil.
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Den Arbeitgebern wirft man vor, die Krise als Vorwand zu nehmen um die Löhne zu drücken und die Spielregeln bei den Kollektivvertragsverhandlungen ändern zu wollen. Tatsächlich scheint es sich bei den laufenden Verhandlungen zu ziehen. Während in der Regel nach zwei bis drei Verhandlungsrunden Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu einem Kompromiss finden, verhandelt beispielsweise die Textilindustrie bereits vier erfolglose Runden, ebenso sieht es im Speditionsgewerbe oder bei der Papierindustrie aus, die IT-Branche hat es bereits auf fünf erfolglose Verhandlungsrunden gebracht, bei den Druckern, die sich am Wochenende geeinigt und damit einen angedrohten Streik noch in letzter Minute vermeiden konnten, waren es nicht weniger als acht Runden.
Metaller bekamen plus 3,8 Prozent
Faire und annehmbare Abschlüsse will man, heißt es, und dafür geht es heute auf die Straße. Die bisherigen Lohnabschlüsse waren übrigens weit von jenen Nullohnrunden entfernt, wie sie teilweise im europäischen Ausland abgeschlossen werden. Die Metaller haben plus 3,8 Prozent bekommen, im Handel waren es bis zu 3,7 Prozent Lohnerhöhung, Beamte und Pensionisten können sich über rund dreieinhalb Prozent mehr freuen. Und das bei einer von WIFO und IHS für heuer erwarteten Inflation von deutlich unter einem Prozent.
Arbeitgeber zeigen auf schrumpfende Wirtschaft
Nicht die Ergebnisse der Vergangenheit, sondern die Zukunft ist bei den Verhandlungen zu berücksichtigen, sagen die Arbeitgeber und verweisen damit auf die erwartete schrumpfende Wirtschaft. Und sie setzen weiter darauf, Ergebnisse nicht auf der Straße sondern auf dem Verhandlungstisch zu erzielen, wie es der Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl zuletzt formuliert hat.
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Im Bereich der Wiener Innenstadt ist heute aufgrund der Gewerkschaftsdemonstration ab 15 Uhr bis in die Abendstunden mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
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