Inland
12:00
Fr, 05.06.2009
12:00
Fr, 05.06.2009
Datenschutz
Facebook etc: Forderung nach neuen Regelungen
Facebook etc: Forderung nach neuen Regelungen
In sozialen Kommunikationsplattformen im Internet geben zahlreiche Nutzer viel Privates preis. Bisweilen zu viel, warnt die Datenschutzkommission. Denn zukünftige Arbeitgeber, Partner oder Kollegen können oft problemlos die Fotos, Beiträge und Profile einer Person einsehen.
"Neue Regelungen müssen her"
Adressenhändler werden ebenfalls mit Informationen beliefert, wer was im Internet einkauft. Für den Rechtsschutz im Internet bräuchte man zusätzliche neue Regelungen, sagt Waltraut Kotschy von der Datenschutzkommission: "Also das ist wirklich ein brennendes Thema, dass jetzt allgemein – nicht nur in Österreich, sondern auch in Europa – allen bewusst geworden ist und ich glaube, es müsste da etwas getan werden."
Löschen von Information schwierig
Das Kommunikationsportal Facebook etwa hat weltweit über zwei Millionen Nutzer. Im Vorjahr hat sich in Österreich die Zahl der Teilnehmer von 80.000 auf eine halbe Million erhöht. Probleme gibt es vor allem, wenn man im Nachhinein zu private Informationen über sich selbst wieder löschen möchte, sagt Kotschy: "Das Problem ist: Wie bekomme ich solche Daten wieder weg, wie kann ich sie löschen lassen? Wo doch im Internet es prinzipiell unmöglich ist, diese Daten endgültig zu löschen, weil sie ja in der Zwischenzeit schon bei hunderten anderen sein können."
Keine Pflicht für Suchmaschinenbetreiber
So könnte man etwa darum ansuchen, dass man via Suchmaschine nicht mehr gefunden wird. Bisher befolgen einige Suchmaschinenbetreiber solche Ersuchen freiwillig, doch verpflichtet sind sie dazu nicht, sagt Kotschy: "Das ist so ein Graubereich, da gibt es keine fixen Regeln. Die Frage ist eben, ob es genügt, dass hier nur eine freiwillige Entsprechung vorliegt und man nicht doch generellere Regeln haben müsste."
Gestohlene Identität
Die Arbeiterkammer berichtet bereits von Fällen von Cyber-Mobbing und von gestohlener Identität, wenn die Daten schlecht gesichert waren. Diese Plattformen sind laut Arbeiterkammer auch immer wieder Ziel von Phishing-Angriffen, also von Kriminalität im Internet. Hier wären neue Regeln oder ein Zusatz zu vorhandenen Regeln für den Datenschutz im Internet überlegenswert, sagt Waltraut Kotschy.
Härtere Sanktionen gefordert
Auch wenn man Falschinformationen und böse Gerüchte entfernen will, hat man es derzeit schwer. Deshalb sollte man die Widerspruchsrechte zu vorhandenen Daten im Internet ausbauen, sagt Kotschy. Außerdem sollte man überlegen, ob es neue und härtere Sanktionen gegen nachteilige Verwendung solcher Informationen geben sollte.
Information zu Datenschutz in Schulen
Das Problem betrifft vor allem jüngere Facebook-Nutzer. Deshalb wird die Datenschutzkommission ab Herbst in den Schulen über die Risiken der Internetplattformen aufklären.
Link
Facebook
"Neue Regelungen müssen her"
Adressenhändler werden ebenfalls mit Informationen beliefert, wer was im Internet einkauft. Für den Rechtsschutz im Internet bräuchte man zusätzliche neue Regelungen, sagt Waltraut Kotschy von der Datenschutzkommission: "Also das ist wirklich ein brennendes Thema, dass jetzt allgemein – nicht nur in Österreich, sondern auch in Europa – allen bewusst geworden ist und ich glaube, es müsste da etwas getan werden."
Löschen von Information schwierig
Das Kommunikationsportal Facebook etwa hat weltweit über zwei Millionen Nutzer. Im Vorjahr hat sich in Österreich die Zahl der Teilnehmer von 80.000 auf eine halbe Million erhöht. Probleme gibt es vor allem, wenn man im Nachhinein zu private Informationen über sich selbst wieder löschen möchte, sagt Kotschy: "Das Problem ist: Wie bekomme ich solche Daten wieder weg, wie kann ich sie löschen lassen? Wo doch im Internet es prinzipiell unmöglich ist, diese Daten endgültig zu löschen, weil sie ja in der Zwischenzeit schon bei hunderten anderen sein können."
Keine Pflicht für Suchmaschinenbetreiber
So könnte man etwa darum ansuchen, dass man via Suchmaschine nicht mehr gefunden wird. Bisher befolgen einige Suchmaschinenbetreiber solche Ersuchen freiwillig, doch verpflichtet sind sie dazu nicht, sagt Kotschy: "Das ist so ein Graubereich, da gibt es keine fixen Regeln. Die Frage ist eben, ob es genügt, dass hier nur eine freiwillige Entsprechung vorliegt und man nicht doch generellere Regeln haben müsste."
Gestohlene Identität
Die Arbeiterkammer berichtet bereits von Fällen von Cyber-Mobbing und von gestohlener Identität, wenn die Daten schlecht gesichert waren. Diese Plattformen sind laut Arbeiterkammer auch immer wieder Ziel von Phishing-Angriffen, also von Kriminalität im Internet. Hier wären neue Regeln oder ein Zusatz zu vorhandenen Regeln für den Datenschutz im Internet überlegenswert, sagt Waltraut Kotschy.
Härtere Sanktionen gefordert
Auch wenn man Falschinformationen und böse Gerüchte entfernen will, hat man es derzeit schwer. Deshalb sollte man die Widerspruchsrechte zu vorhandenen Daten im Internet ausbauen, sagt Kotschy. Außerdem sollte man überlegen, ob es neue und härtere Sanktionen gegen nachteilige Verwendung solcher Informationen geben sollte.
Information zu Datenschutz in Schulen
Das Problem betrifft vor allem jüngere Facebook-Nutzer. Deshalb wird die Datenschutzkommission ab Herbst in den Schulen über die Risiken der Internetplattformen aufklären.
Link