Ausland
07:00
Di, 10.11.2009
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Deutschland
Zehntausende bei Mauerfall-Feier in Berlin
Zehntausende bei Mauerfall-Feier in Berlin
Es war ein großangelegtes, buntes und friedliches Rendezvous mit der Revolution, das Berlin am Abend erlebt hat. Zehntausende waren gestern zum Brandenburger Tor gekommen, um den 20. Jahrestag des Mauerfalls zu feiern – trotz Regens und niedriger Temperaturen. Mit den Berlinern hat die Welt mitgefeiert, in vielen Städten rund um den Globus und in der deutschen Hauptstadt selbst. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs, viele Prominente und Würdenträger sowie ungezählte Touristen wollten das Jubiläum zu einem Fest der Freiheit machen.
Stimmungsvolle Inszenierung
Das Brandenburger Tor war in ein weiches gelbes Licht getaucht, auf den Plätzen sowie Straßen rund um das Wahrzeichens der Stadt standen die Menschen dicht an dicht. Auf der Westseite wartete eine bunte, überlebensgroße Reihe aus Kunststoffquadern darauf, umgekippt zu werden. Auf der Ostseite sorgte die Staatskapelle unter Dirigent Daniel Barenboim mit Startenor Placido Domingo für die passende Stimmung.
Veränderte Welt
In den Reden der Politiker war in der nasskalten Berliner Luft oft von Befreiung, von Freiheit die Rede. Die hochrangigen Vertreter aus den vier ehemaligen Schutzmächten haben den Mauerfall als entscheidenden Schritt zum vereinten Europa gewürdigt. Mit ihren Mut, so der britische Premier Gordon Brown, hätten die Berliner die ganze Welt verändert. Und die Präsidenten aus Frankreich sowie Russland haben sogar ein paar Worte auf Deutsch gefunden: "Wir sind Brüder, wir sind Berlin" (Sarkozy) - "Liebe Berliner, ich wünsche Ihnen viel Erfolg" (Medwedew).
Video von Obama
US–Außenministerin Hillary Clinton hatte einen besonderes Geschenk mitgebracht – eine Videobotschaft von Präsident Barack Obama mitgebracht. Er sagte, die Arbeit für die Freiheit dürfe nie enden, der 9.November 1989 und die Opfer, die ihn möglich gemacht haben, dürften nie vergessen werden.
"Kostbare Freiheit"
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht den Mauerfall als Verpflichtung für das 21. Jahrhundert an. Die friedliche Revolution habe eine epochale Zeitenwende eingeleitet. Freiheit entstehe nicht von selbst, sie müsse erkämpft und verteidigt werden, so Merkel. Freiheit sei das kostbarste Gut unserer politischen und gesellschaftlichen Ordnung. "Ohne Freiheit keine Demokratie, keine Vielfalt, keine Toleranz und damit auch kein einiges Europa. Wir haben es in der Hand, auch die Grenzen unserer Zeit zu überwinden." Danach schritt Merkel mit den geladenen Gästen durch das Brandenburger Tor.
"Mauer" fiel noch einmal
Am Ende einer sehr bewegenden Feier, in der auch an die NS Pogromnacht gedacht wurde, hat Berlin noch einmal die Mauer stürzen sehen. Politiker und Schüler haben 1.000 bunt bemalte, riesige Dominosteine auf einer Länge von annähernd zwei Kilometern zu Fall gebracht. Durch das Brandenburger Tor durften die Menschen nach der umjubelten Aktion trotzdem noch nicht gehen. "Das Brandenburger Tor kann aus Sicherheitsgründen noch nicht geöffnet werden", hieß es in einer Durchsage. Es war der Schönheitsfehler der Abschlussfeier zum 20. Jahrestag der friedlichen Revolution der Menschen in der damaligen DDR.
Stimmungsvolle Inszenierung
Das Brandenburger Tor war in ein weiches gelbes Licht getaucht, auf den Plätzen sowie Straßen rund um das Wahrzeichens der Stadt standen die Menschen dicht an dicht. Auf der Westseite wartete eine bunte, überlebensgroße Reihe aus Kunststoffquadern darauf, umgekippt zu werden. Auf der Ostseite sorgte die Staatskapelle unter Dirigent Daniel Barenboim mit Startenor Placido Domingo für die passende Stimmung.
Veränderte Welt
In den Reden der Politiker war in der nasskalten Berliner Luft oft von Befreiung, von Freiheit die Rede. Die hochrangigen Vertreter aus den vier ehemaligen Schutzmächten haben den Mauerfall als entscheidenden Schritt zum vereinten Europa gewürdigt. Mit ihren Mut, so der britische Premier Gordon Brown, hätten die Berliner die ganze Welt verändert. Und die Präsidenten aus Frankreich sowie Russland haben sogar ein paar Worte auf Deutsch gefunden: "Wir sind Brüder, wir sind Berlin" (Sarkozy) - "Liebe Berliner, ich wünsche Ihnen viel Erfolg" (Medwedew).
Video von Obama
US–Außenministerin Hillary Clinton hatte einen besonderes Geschenk mitgebracht – eine Videobotschaft von Präsident Barack Obama mitgebracht. Er sagte, die Arbeit für die Freiheit dürfe nie enden, der 9.November 1989 und die Opfer, die ihn möglich gemacht haben, dürften nie vergessen werden.
"Kostbare Freiheit"
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht den Mauerfall als Verpflichtung für das 21. Jahrhundert an. Die friedliche Revolution habe eine epochale Zeitenwende eingeleitet. Freiheit entstehe nicht von selbst, sie müsse erkämpft und verteidigt werden, so Merkel. Freiheit sei das kostbarste Gut unserer politischen und gesellschaftlichen Ordnung. "Ohne Freiheit keine Demokratie, keine Vielfalt, keine Toleranz und damit auch kein einiges Europa. Wir haben es in der Hand, auch die Grenzen unserer Zeit zu überwinden." Danach schritt Merkel mit den geladenen Gästen durch das Brandenburger Tor.
"Mauer" fiel noch einmal
Am Ende einer sehr bewegenden Feier, in der auch an die NS Pogromnacht gedacht wurde, hat Berlin noch einmal die Mauer stürzen sehen. Politiker und Schüler haben 1.000 bunt bemalte, riesige Dominosteine auf einer Länge von annähernd zwei Kilometern zu Fall gebracht. Durch das Brandenburger Tor durften die Menschen nach der umjubelten Aktion trotzdem noch nicht gehen. "Das Brandenburger Tor kann aus Sicherheitsgründen noch nicht geöffnet werden", hieß es in einer Durchsage. Es war der Schönheitsfehler der Abschlussfeier zum 20. Jahrestag der friedlichen Revolution der Menschen in der damaligen DDR.