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Wirtschaft
07:00
Mi, 29.12.2004
Börse
Finanzmärkte vor neuen Jahresrekorden
Audio
Länge: 1:32 min
Ö1 Morgenjournal
Die UNO spricht bereits von der größten Naturkatastrophe aller Zeiten mit einem Schaden jenseits der Vorstellungskraft - gemeint sein dürfte damit wohl eher der immaterielle Schaden. Die Versicherer und Reisekonzerne zeigen sich nach wie vor gelassen. Die Münchner Rück beispielsweise spricht nach jüngsten Schätzungen von einem Schaden im zweistelligen Milliardenbereich, den Jahresgewinn von 1,8 bis 2 Milliarden Euro des Rückversicherers dürfte das nur wenig schmälern. Allerdings wird mit Sorge betrachtet, dass es offensichtlich einen Trend zu immer mehr und immer teureren Naturkatastrophen gibt.

Verschmerzbare Mehrkosten
Auch Europas größter Reisekonzern TUI erwartet nur geringe Belastungen. Die Rede ist von einigen Millionen Euro Mehrkosten verursacht durch zusätzliche Rückflüge oder Stornierungen und Erstattung für ausgefallene Reisetage. Nachhaltig werden diese Schäden aber nicht sein, heißt es.

Kein Dämpfer für Weltwirtschaft
Führende internationale Konjunkturexperten sehen jedenfalls keinen Anlass, ihre Prognosen zu revidieren. Die Weltwirtschaft wird ungeachtet zigtausender persönlicher Einzelschicksale in Asien ihr robustes Wachstum fortsetzen, die Schätzungen gehen von dreieinhalb bis über vier Prozent aus. Wachstumsmotoren bleiben die USA und Asien, da vor allem China. Die Aktienkurse an allen wichtigen Weltbörsen steigen, und auch die kleineren Börsen in den meist betroffenen Ländern wie Indonesien, Thailand oder Indien zeigen kaum Anzeichen größerer Schwäche.
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