Inland
08:00
Mi, 23.11.2005
08:00
Mi, 23.11.2005
US-Gefangenentransporte
CIA-Flüge auch über Österreich?
CIA-Flüge auch über Österreich?
Die Aufregung um angebliche, menschenrechtswidrige Gefangenentransporte der USA im europäischen Luftraum hat nun auch Österreich erreicht: Konkret soll im Jänner 2003 eine Herkules-Maschine - von Frankfurt kommend - Österreich in Richtung Aserbaidschan überquert haben, mit Terrorverdächtigen an Bord. Österreich habe damals zu Recht und mit gutem Grund nicht protestiert, sagt Österreichs Luftstreitkräfte-Chef, Erich Wolf.
"Kein Anzeichen für einen Missbrauch des Luftraums"
Generalmajor Erich Wolf bestätigt, dass es an jenem 21. Jänner 2003 ein vorerst verdächtiges Luftfahrzeug gegeben habe. Österreichische Heeresmaschinen seien aufgestiegen, um festzustellen, dass es kein Anzeichen für einen Missbrauch des österreichischen Luftraumes gegeben habe, und daher auch keinen Grund für einen diplomatischen Protest, so Erich Wolf. Denn der besagte Flugzeugtyp werde auch für Zivilflüge benützt, und auch der Startort habe nicht zwingend auf militärische Nutzung oder einen meldepflichtigen so genannten Staatsflug schließen lassen. Und wer oder was in einem Flugzeug konkret transportiert wird, sei ohne Zwischenlandung nicht festzustellen, sagt Luftstreitkräfte-Chef Wolf.
"regelmäßig auf die Spur gekommen"
Dennoch ist er sich sicher, dass missbräuchliche Flüge kaum vorkämen. Wenn doch, dann sei man diesen "regelmäßig auf die Spur gekommen" und die Staaten hätten sich "regelmäßig dafür entschuldigt und in der Folge alle Regeln eingehalten".
Parlamentarische Anfrage der SPÖ
Weniger gelassen sieht die Opposition die Problematik: SPÖ-Wehrsprecher Anton Gaal verlangt in parlamentarischen Anfragen an Verteidigungs- und Verkehrsminister Aufklärung darüber, ob der US-Geheimdienst CIA Überflüge durchführt.
Platter verteidigt Luftabwehr
Verteidigungsminister Günter Platter (ÖVP) verteidigt die Vorgangsweise der österreichischen Luftabwehr beim möglichen CIA-Flug über Österreich. Dass man das verdächtige Flugzeug nicht zur Landung gezwungen habe, sei ein üblicher Vorgang, so Platter.
Mehr in Ö1 Inforadio
"Kein Anzeichen für einen Missbrauch des Luftraums"
Generalmajor Erich Wolf bestätigt, dass es an jenem 21. Jänner 2003 ein vorerst verdächtiges Luftfahrzeug gegeben habe. Österreichische Heeresmaschinen seien aufgestiegen, um festzustellen, dass es kein Anzeichen für einen Missbrauch des österreichischen Luftraumes gegeben habe, und daher auch keinen Grund für einen diplomatischen Protest, so Erich Wolf. Denn der besagte Flugzeugtyp werde auch für Zivilflüge benützt, und auch der Startort habe nicht zwingend auf militärische Nutzung oder einen meldepflichtigen so genannten Staatsflug schließen lassen. Und wer oder was in einem Flugzeug konkret transportiert wird, sei ohne Zwischenlandung nicht festzustellen, sagt Luftstreitkräfte-Chef Wolf.
"regelmäßig auf die Spur gekommen"
Dennoch ist er sich sicher, dass missbräuchliche Flüge kaum vorkämen. Wenn doch, dann sei man diesen "regelmäßig auf die Spur gekommen" und die Staaten hätten sich "regelmäßig dafür entschuldigt und in der Folge alle Regeln eingehalten".
Parlamentarische Anfrage der SPÖ
Weniger gelassen sieht die Opposition die Problematik: SPÖ-Wehrsprecher Anton Gaal verlangt in parlamentarischen Anfragen an Verteidigungs- und Verkehrsminister Aufklärung darüber, ob der US-Geheimdienst CIA Überflüge durchführt.
Platter verteidigt Luftabwehr
Verteidigungsminister Günter Platter (ÖVP) verteidigt die Vorgangsweise der österreichischen Luftabwehr beim möglichen CIA-Flug über Österreich. Dass man das verdächtige Flugzeug nicht zur Landung gezwungen habe, sei ein üblicher Vorgang, so Platter.
Mehr in Ö1 Inforadio