Ausland
12:00
Mo, 27.02.2006
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Mo, 27.02.2006
Menschenrechte
Es geht noch schlimmer als Guantanamo
Es geht noch schlimmer als Guantanamo
Wie die "New York Times" recherchiert hat, ist das Lager Bagram mit rund 500 Häftlingen inzwischen genauso groß wie Guantanamo. Doch in Afghanistan sind die Haftbedingungen um vieles primitiver als auf Kuba, und die Häftlinge dort genießen nicht einmal jene minimalen Rechte, die inzwischen den Gefangenen von Guantanamo zugesprochen worden sind
Die US-Armee habe auf ihrem Stützpunkt Bagram bei Kabul unbemerkt von der Öffentlichkeit ein Gefängnis ausgebaut, berichtete die Zeitung am Sonntag.
Mehr als ein Provisorium
Bei zahlreichen Gelegenheiten hätten Vertreter des Verteidigungsministeriums in Washington das Gefängnis als Provisorium beschrieben. Dort seien hauptsächlich Afghanen eingesperrt, die schließlich amnestiert oder in eine afghanische Haftanstalt verlegt würden, die mit US-Hilfe gebaut werde. Tatsächlich aber seien die Häftlinge in Bagram bis zu drei Jahre festgehalten worden.
Kein Kommentar aus dem Pentagon
Den Häftlingen in Bagram würden bis heute Anwälte vorenthalten, sie wüssten nichts über die Vorwürfe gegen sie und würden von den USA als feindliche Kämpfer angesehen, berichtete die "New York Times" weiter. Ehemalige Gefangene, Militärvertreter und Soldaten hätten Anlagen beschrieben, in denen Männer in Drahtkäfigen gehalten würden und bis vor einem Jahr Eimer als Toiletten benutzen mussten. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz habe Zugang zu dem Gefängnis. Ranghohe Pentagon-Vertreter hätten zu dem Bericht nichts sagen wollen. Der US-Stützpunkt Bagram liegt rund 65 Kilometer von Kabul entfernt.
Die US-Armee habe auf ihrem Stützpunkt Bagram bei Kabul unbemerkt von der Öffentlichkeit ein Gefängnis ausgebaut, berichtete die Zeitung am Sonntag.
Mehr als ein Provisorium
Bei zahlreichen Gelegenheiten hätten Vertreter des Verteidigungsministeriums in Washington das Gefängnis als Provisorium beschrieben. Dort seien hauptsächlich Afghanen eingesperrt, die schließlich amnestiert oder in eine afghanische Haftanstalt verlegt würden, die mit US-Hilfe gebaut werde. Tatsächlich aber seien die Häftlinge in Bagram bis zu drei Jahre festgehalten worden.
Kein Kommentar aus dem Pentagon
Den Häftlingen in Bagram würden bis heute Anwälte vorenthalten, sie wüssten nichts über die Vorwürfe gegen sie und würden von den USA als feindliche Kämpfer angesehen, berichtete die "New York Times" weiter. Ehemalige Gefangene, Militärvertreter und Soldaten hätten Anlagen beschrieben, in denen Männer in Drahtkäfigen gehalten würden und bis vor einem Jahr Eimer als Toiletten benutzen mussten. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz habe Zugang zu dem Gefängnis. Ranghohe Pentagon-Vertreter hätten zu dem Bericht nichts sagen wollen. Der US-Stützpunkt Bagram liegt rund 65 Kilometer von Kabul entfernt.