Kultur
07:00
Do, 31.01.2008
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Do, 31.01.2008
kunst
Tourismus-Ausstellung in der Frankfurter Schirn
Tourismus-Ausstellung in der Frankfurter Schirn
Ein Gepäckband, auf dem ein einsamer Koffer seine Kreise zieht, eine Sicherheitskontrolle, die bei jedem Besucher laut aufjault, eine Anzeigentafel, auf der mit trockenem "Klack" die kleinen Buchstabentäfelchen nach unten fallen. Szenen wie am Flughafen, eingefangen für ein Museum: Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt widmet dem Phänomen Tourismus eine groß angelegte Ausstellung. Welche Veränderungen diese stetig wachsende Branche in vielen Bereichen der modernen Gesellschaft ausgelöst hat, will man bis zum 4. Mai 2008 mit der Werkschau "All-Inclusive. Die Welt des Tourismus" zeigen.
"Berührungspunkte deutlich machen"
Die Ausstellung ist eine plakative, in weiten Teilen nach Effekten schreiende Schau. Sie will keine Bestandsaufnahme machen, wie Kurator Matthias Ulrich sagte, keinen umfassenden Überblick geben, wie sich der Tourismus in der zeitgenössischen Kunst widerspiegelt. Stattdessen will sie nach Angaben der Schirn "Berührungspunkte deutlich machen". "Die Ausstellung zeigt die Veränderungen, die der Tourismus in weiten Teilen der Gesellschaft hinterlassen hat", meint Direktor Max Hollein. Ohne zu urteilen über Gut und Böse.
Zu sehen sind Werke von rund 30 überwiegend jungen zeitgenössischen Künstlern aus verschiedenen Genres: Installationen von Michael Elmgreen und Ingar Dragset, Plastiken von Mark Hosking, Fotografien von Andreas Lorenschat, Gemälde und Video-Filme. Viele der Werke sind Auftragsarbeiten der Schirn. Die meisten zeigen das, was wir im Regelfall mit Urlaub verbinden - Sonne, Strand und ferne Länder. Dabei spielen sie mit Klischees, machen sich nicht selten über Verhaltensweisen lustig.
Fragen aufwerfen
Schon einige Male hat Matthias Ulrich ähnliche Projekte in der Schirn zusammengetragen: eine Ausstellung über den Kommunismus, zum Thema "Shopping" oder 2006 über die "Jugend von heute". Denn das ist die Richtung, mit der Hollein das Haus in der Kunstwelt profilieren möchte: "Eine Kunsthalle wirft Fragen auf, auch gesellschaftliche, während ein Museum sammelt."
Welche enorme gesellschaftliche und politische Tragweite dabei eine solche Werkschau beinhaltet, zeigt die Äußerung Ulrichs über die vielfältigen Berührungspunkte des Tourismus' zur modernen Welt: "Die Wege, die man als Tourist verwendet, sind oftmals die gleichen, die auch Emigranten nehmen."
Text: DPA, Red., Audio: ORF
Link
Kunsthalle Schirn
"Berührungspunkte deutlich machen"
Die Ausstellung ist eine plakative, in weiten Teilen nach Effekten schreiende Schau. Sie will keine Bestandsaufnahme machen, wie Kurator Matthias Ulrich sagte, keinen umfassenden Überblick geben, wie sich der Tourismus in der zeitgenössischen Kunst widerspiegelt. Stattdessen will sie nach Angaben der Schirn "Berührungspunkte deutlich machen". "Die Ausstellung zeigt die Veränderungen, die der Tourismus in weiten Teilen der Gesellschaft hinterlassen hat", meint Direktor Max Hollein. Ohne zu urteilen über Gut und Böse.
Zu sehen sind Werke von rund 30 überwiegend jungen zeitgenössischen Künstlern aus verschiedenen Genres: Installationen von Michael Elmgreen und Ingar Dragset, Plastiken von Mark Hosking, Fotografien von Andreas Lorenschat, Gemälde und Video-Filme. Viele der Werke sind Auftragsarbeiten der Schirn. Die meisten zeigen das, was wir im Regelfall mit Urlaub verbinden - Sonne, Strand und ferne Länder. Dabei spielen sie mit Klischees, machen sich nicht selten über Verhaltensweisen lustig.
Fragen aufwerfen
Schon einige Male hat Matthias Ulrich ähnliche Projekte in der Schirn zusammengetragen: eine Ausstellung über den Kommunismus, zum Thema "Shopping" oder 2006 über die "Jugend von heute". Denn das ist die Richtung, mit der Hollein das Haus in der Kunstwelt profilieren möchte: "Eine Kunsthalle wirft Fragen auf, auch gesellschaftliche, während ein Museum sammelt."
Welche enorme gesellschaftliche und politische Tragweite dabei eine solche Werkschau beinhaltet, zeigt die Äußerung Ulrichs über die vielfältigen Berührungspunkte des Tourismus' zur modernen Welt: "Die Wege, die man als Tourist verwendet, sind oftmals die gleichen, die auch Emigranten nehmen."
Text: DPA, Red., Audio: ORF
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Kunsthalle Schirn