Kultur
11:59
Mo, 14.07.2008
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Mo, 14.07.2008
kunst
Skulpturenpark Olbendorf
Skulpturenpark Olbendorf
Der Regen rauscht auf die Blätter der Bäume und tropft von den Farnen und Schachtelhalmen. Wie Karikaturen wirken die langgliedrigen Menschen- und Tierfiguren Paul Mühlbauers vor der Waldkulisse. Sagenumwoben ist die Gegend am Ortsrand der Streusiedlung Olbendorf, wo der Kunstpark Süd entstanden ist. Hier soll die Glocke eines in den Kuruzzenkriegen zerstörten Schlosses begraben sein. Holzstege führen jetzt über den sumpfigen Boden. Ansonsten aber soll das Gelände so naturbelassen wie möglich bleiben, sagt der Gründer des Skulpturengartens Paul Mühlbauer.
Skulpturen mit Bäumen
Rot leuchtet ein riesiges blutendes Herz durch die Baumstämme. Es stammt von Reinhard Mikel und steht hier schon seit letztem Jahr, genauso wie Heinz Bruckschwaigers überdimensionaler "Busen der Natur" mit der steinernen Brustwarze.
Das Geräusch einer Motorsäge fährt in die Stille. Neben Paul Mühlbauers Atelier rücken die Burgenländer Andreas Roseneder und Rudi Pinter, sowie der Berliner Wolfgang Stübner zentnerschweren Pappelstämmen zu Leibe. Das Arbeiten im Freien scheint bei den Künstlern fast reflexartig Assoziationen zu weiblichen Archetypen hervorzurufen: Pinter sägt ein Fabelwesen, halb Frau, halb Pelikan aus dem Holzpflock, und unter Stübners Händen entsteht eine Vulva-artige Form - Kunst als Ergänzung und Kontrapunkt zur Landschaft.
Ringsum neue Seh-Erlebnisse
Mitten im Wald hat die Wienerin Doris Piwonka die mannshohen Brennesseln niedergetreten und montiert für ihre Installation kreisrunde Spiegelscheiben an Metallstangen. Sie sollen das Spiel der Blätter im Wind und die wechselnden Lichtstimmungen reflektieren.
Ein Gang durch den Kunstpark Süd in Olbendorf birgt hinter jedem Baumstamm neue Seh-Erlebnisse. Die Symposions-Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind schon wieder abgezogen, Ihre Kunstwerke haben sie als reizvolle Ergänzung der Natur dagelassen.
Textfassung: Ruth Halle
Link
Paul Mühlbauer - Skulpturenpark
Skulpturen mit Bäumen
Rot leuchtet ein riesiges blutendes Herz durch die Baumstämme. Es stammt von Reinhard Mikel und steht hier schon seit letztem Jahr, genauso wie Heinz Bruckschwaigers überdimensionaler "Busen der Natur" mit der steinernen Brustwarze.
Das Geräusch einer Motorsäge fährt in die Stille. Neben Paul Mühlbauers Atelier rücken die Burgenländer Andreas Roseneder und Rudi Pinter, sowie der Berliner Wolfgang Stübner zentnerschweren Pappelstämmen zu Leibe. Das Arbeiten im Freien scheint bei den Künstlern fast reflexartig Assoziationen zu weiblichen Archetypen hervorzurufen: Pinter sägt ein Fabelwesen, halb Frau, halb Pelikan aus dem Holzpflock, und unter Stübners Händen entsteht eine Vulva-artige Form - Kunst als Ergänzung und Kontrapunkt zur Landschaft.
Ringsum neue Seh-Erlebnisse
Mitten im Wald hat die Wienerin Doris Piwonka die mannshohen Brennesseln niedergetreten und montiert für ihre Installation kreisrunde Spiegelscheiben an Metallstangen. Sie sollen das Spiel der Blätter im Wind und die wechselnden Lichtstimmungen reflektieren.
Ein Gang durch den Kunstpark Süd in Olbendorf birgt hinter jedem Baumstamm neue Seh-Erlebnisse. Die Symposions-Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind schon wieder abgezogen, Ihre Kunstwerke haben sie als reizvolle Ergänzung der Natur dagelassen.
Textfassung: Ruth Halle
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Paul Mühlbauer - Skulpturenpark