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3D-Drucker, Fablab, Rapid Prototyping: Was wird eigentlich aus der Fabrik der Zukunft? Gestaltung: Anna Masoner

In einschlägigen Hackerspaces, auf Unis oder in Technikmuseen stehen sie schon herum: digitale Fabrikatoren, auch 3D-Drucker genannt, die materielle, 3-dimensionale Gegenstände aus Computerdateien erzeugen können. Doch von den Prophezeiungen aus den 1990er Jahren, dass 3D-Drucker in jedem Haushalt stehen würden und wir bald nichts mehr im Laden kaufen, sondern alles zu Hause ausdrucken, ist noch nichts zu spüren.

Zwar sind 3D-Drucker in den letzten Jahren billiger geworden und kosten heute nur mehr ein paar Tausend Euro; die technischen Möglichkeiten sind allerdings noch sehr beschränkt, was unter anderem auch an den Werkstoffen liegt, mit denen Fabricators drucken. Das gängige Material ist Kunststoff. Andere Materialien wie Glas und Keramik sind außerhalb von Forschungslabors noch nicht alltagstauglich.

Auch von einer anderen Seite lauern Schwierigkeiten. So wurden kürzlich erste Piraterievorwürfe gegen gefabbte Ware laut. Und manche in der Branche fürchten, dass schärfere Copyrightgesetze die 3D-Fabrikatoren ganz ins Abseits befördern könnten. Anna Masoner über eine Technologie, die die zweite industrielle Revolution doch noch nicht ins Rollen gebracht hat.

Service

Cory Doctorow, "Makers", Tor Books 2009, ISBN: 9780765312792

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