Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Irregulär Arbeiten in Europa. Migrationspolitik aus soziologischer Perspektive. Gestalterin: Anna Masoner

In den 1960er Jahren erzeugte die wirtschaftliche Hochkonjunktur in Westeuropa einen Bedarf an Arbeitskräften. Um den Wirtschaftsboom anzuheizen, wurden sogenannte Gastarbeiter aus wirtschaftsschwachen Ländern wie Jugoslawien und der Türkei angeworben. Heute, rund 40 Jahre später, beherrscht ein anderer, häufig widersprüchlicher Diskurs das Thema (Arbeits-)Migration in Europa. Auf der einen Seite unterstützt die EU die Mobilität von Arbeitnehmer/innen, die Migration von hochqualifizierten Arbeitskräften wird von vielen Staaten gefördert. Auf der anderen Seite wird Migrant/innen durch physische und gesetzliche Barrieren das Einreisen erschwert oder unmöglich gemacht. Migrant/innen arbeiten deshalb häufig illegal unter ihrer Qualifikation in Niedriglohnbranchen.

Welcher Zusammenhang zwischen Migrations- und Arbeitsmarktpolitik herrscht, interessiert in den letzten Jahren immer mehr Kultur- und Sozial Wissenschafter/innen. Wie und warum wird "Illegalität produziert"? Welche Arbeit wird irregulär erbracht und welche wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung hat irreguläre Arbeit von Migrant/innen?

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