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"Allahu Akhbar in Klagenfurt." Der Klagenfurter Imam Amir al-Amin und sein schwieriger Weg vom Asylwerber zum österreichischen Staatsbürger. Feature von Ernst Weber

Amir al-Amin ist islamischer Religionslehrer und Imam - Vorbeter einer Moschee in Klagenfurt. Er stammt aus dem Sudan, hat dunkle Hautfarbe und er hält seine Freitagspredigten in deutscher Sprache, um Vorbild für die aus vielen Ländern stammenden Muslime zu sein.

Zuletzt machte er als Autor auf sich aufmerksam: Im Buch "Der Imam auf der Parkgarage" beschreibt er seinen schwierigen Weg vom Asylbewerber zum österreichischen Staatsbürger. Amir al-Amin hatte schon gewisse Vorahnungen, als man ihn als Lehrer ausgerechnet nach Kärnten schickte. Dass es so schlimm kommen würde, hatte er nicht geahnt: Jörg Haider - damals Landeshauptmann von Kärnten - weigerte sich, dem Imam die österreichische Staatsbürgerschaft auszustellen. Amir al-Amin ließ sich auf einen Rechtsstreit ein, der ein halbes Jahrzehnt lang andauerte, und er klagte weiter: Haiders Vorwurf, er sei Hassprediger, ließ der gläubige Muslim nicht auf sich sitzen. Auch als Fundamentalist mag der streitbare Imam nicht gelten. Immerhin reicht er Frauen inzwischen die Hand zum Gruß.

Doch wie aufgeschlossen ist der Vorbeter wirklich? Jedenfalls hat er das außerordentliche Talent, sich vielerlei Probleme einzuhandeln. Amir al-Amin prozessierte auch gegen seinen früheren Arbeitgeber - die islamische Glaubensgemeinschaft Österreichs.

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