Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

1.Der Wasserkreislauf des Mars'
2.Der Evolution über die Schulter geschaut - Nick Barton erhält Gregor Mendel Medaille
3. Testbohrungen für CO2-Speicherung in den USA
4. Das antike Iaitas in Sizilien

Redaktion: Franz Tomandl

1. Nachrichten vom Nachbarn: Neue Erkenntnisse vom Roten Planeten (Folge 2)

Weißer Schnee auf dem Roten Planeten - Der Wasserkreislauf des Mars

Keine der europäischen oder amerikanischen Raumsonden, die derzeit unseren Nachbarplaneten umkreisen oder über ihn rollen haben bisher flüssiges Wasser nachgewiesen. Doch es gibt starke Hinweise dafür, dass Mars früher einmal von einem Fluss-System und von regelrechten Ozeanen bedeckt gewesen ist. Und Wasser gilt bei Astrobiologen als Grundlage für die Entstehung von Leben. Mit Liam Steele, Planetenwissenschaftler an der Open University, England, Martin Pätzold, Direktor der Abteilung Planetenforschung des Rheinischen Instituts für Umweltforschung der Universität zu Köln, Thomas Navarro, Laboratoire de Météorologie Dynamique, Paris. Autor: Guido Meyer.

2. Mutationen, Sex und Selektion - Der Evolution über die Schulter geschaut

Alles was lebt, verändert sich. Und das tut es schon seit unvorstellbaren vier Milliarden Jahren. Charles Darwin erkannte Mitte des 19. Jahrhunderts als erster in der Evolution die Folge von permanenter Veränderung und natürlicher Selektion. Als seine Theorie in den 1930er Jahren mit der Mendelschen Vererbungslehre in Einklang gebracht wurde, entstand daraus ein fundamentales Prinzip der modernen Biologie, mit dem erstmals die Vielfalt des Lebens auf der Erde erklärt werden konnte. Heute untersucht die Evolutionsbiologie das Zusammenspiel unzähliger Faktoren auf die Entwicklung ganzer Populationen von Lebewesen. Nick Barton vom Institute of Science and Technology Austria hat nun für seine Leistungen auf diesem Gebiet die Gregor-Mendel-Medaille verliehen bekommen. Mit Nick Barton, ISTA Austria. Autor: Wolfgang Däuble.


3. Testbohrungen für CO2-Speicherung in den USA

Weltweit werden pro Jahr an die 40 Milliarden Tonnen CO2 in die Luft geblasen.
Viele Forscher arbeiten an der Frage, wo man diese Mengen speichern könnte.
In den USA finanzierte das Energieministerium an zehn Orten geologische Erkundungen. Im Ballungsraum New York-New Jersey finden die Testbohrungen u.a. auf dem Gelände des Geoforschungszentrums der renommierten Columbia-University statt. Mit Dennis Kent, Paul Olsen, Martin Stute, Columbia UniversityNew York. Autorin: Madeleine Amberger

4. Das antike Iaitas in Sizilien - Über Grabungen Innsbrucker Archäologen

In Westsizilien, am Monte Iato, erforscht ein Team von österreichischen und Schweizer Archäologen die Kommunikationsgewohnheiten der europäischen Gesellschaften vor 2500 Jahren. Das Bergplateau in 850 Meter Höhe, etwa 40 Kilometer südwestlich von Palermo, umfasst 40 Hektar. Um 300 v. Christus wurde schließlich die einst vorhandene Höhensiedlung auf dem Monte Iato nach dem Muster einer griechischen Stadt in eine Gesamtanlage mit Plätzen, Straßen, einem Theater und Prachtbauten als Wohnsitze reicher Familien umgebaut. Eigene Banketträume am Berg dienten dazu, Politik zu betreiben. Iaitas war der griechische Name. Vom 9. bis zum 11. Jahrhundert gab es in Sizilien eine arabische Vorherrschaft. Und noch als nach den Normannen die Staufer regierten, war der Monte Iato ein Ort muslimischen Widerstanden. Deshalb ließ Friedrich II. die Stadt zerstören. Es gab dann keine Siedlung mehr auf dem Hochplateau. Seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wird die antike Stadt ausgegraben. Mit Erich Kistler, Birgit Öhlinger, Institut für Archäologie, Universität Innsbruck. Autorin: Christina Höfferer.




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