Ambiente

Ambiente-Reisemagazin u.a. mit folgenden Beiträgen:
Im erstgeborenen Land. Ingeborg Bachmanns Rom. Von Christina und Martin Höfferer (zum 40. Todestag von Ingeborg Bachmann am 17. Oktober); Santo Sospir - Cocteaus Gesamtkunstwerk auf Cap Ferrat (zum 50. Todestag von Jean Cocteau). Von Silvia Lahner; Zu Besuch auf den Schafsinseln im Nord-Atlantik - die Färöer. Von Matthias Haydn.

Italien wählte die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann zu ihrem "erstgeborenen Land". Sie lebte und schrieb in Rom, in Neapel und auf Ischia. Zwanzig Jahre lang fühlte sich die brillante Intellektuelle, die wie Heinrich Böll festhielt: "Poesie voller Sinnlichkeit und Abstraktion zu schreiben vermochte" mit Italien verbunden. Anlässlich des Umzugs der Bachmann nach Rom titelte im Jahr 1954 "Der Spiegel": "Neue Römische Elegien" und stellte die Dichterin programmatisch an die Seite von Johann Wolfgang von Goethe, des Schöpfers der in Rom beheimateten deutschsprachigen Lustgedichte.
Acht Wohnungen sind Bachmann-Häuser in Rom. Räume wurden zur Heimat des Geistes in Rom, in der Via Giulia 66 und in der Via Bocca di Leone. Jene Wohnung, in der die Bachmann drei Jahre lang mit Max Frisch zusammen lebte, wurde auf vielsagende Weise gefunden; "Wir sitzen vor einem römischen Makler, der die Wohnung einer Baronesse vermietet und zu verstehen gibt, die Baronessa könnte als Mieter einen amerikanischen Diplomaten vielleicht vorziehen, Dottore, sagt sie entgeistert wie eine Königstochter, die nicht erkannt worden ist, und zögert, senta, sagt sie, siamo scrittori (hören Sie, wir sind Schriftsteller), und wir bekommen die Wohnung; Terrasse mit Blick über Rom."

Am 11. Oktober jährt sich Jean Cocteaus Todestag zum 50. Mal. Das nimmt man in Südfrankreich zum Anlass, den großen Universalkünstler in Form von Ausstellungen und Veranstaltungen entsprechend zu würdigen. Für den Dichter, Schriftsteller, Maler und Filmemacher lagen seine Orte des Wohlbefindens entlang der Côte d´Azur. Dort hat er auch einige seiner großen Werke hinterlassen, wie beispielsweise in der Villa Santo Sospir auf Cap Ferrat. Sie gehörte seiner großen Mäzenin Francine Weisweiller und Cocteau verbrachte immer wieder Zeit in dieser Villa.
1950 begann er die Räume mit Fresken und Mosaiken zu gestalten und nannte das Ergebnis seiner künstlerischen Bemühungen seine "tätowierte" Villa. Heute kann man in der Villa Santo Sospir einiges über Jean Cocteau und seine Geschichte auf Cap Ferrat erfahren.

Die Färöer Inseln bilden eine Inselgruppe von 18 Inseln und liegen mitten im Nordatlantik - zwischen den britischen Inseln, Norwegen und Island. Die Inseln wurden im Mittelalter entdeckt und besiedelt. Die Färinger sprechen eine eigene Sprache und sehen sich als Nachfahren der Wikinger. 1990 gewann die Fußballmannschaft der Färöer in einem Qualifikationsspiel gegen Österreich mit 1:0, der Tag wird auf den Inseln nach wie vor gefeiert, bei Österreichs Fans gilt er bis heute als "Trauma".

Service

Ingeborg Bachmann Werke. Hg: Christine Koschel, Inge von Weidenbaum und Clemens Münster. Piper Verlag.
Max Frisch: "Montauk" Suhrkamp Verlag

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Casa di Bachmann


Die Villa Santo Sospir auf Cap Ferrat ist nur nach Voranmeldung zu besuchen.
Eric Marteau +33 (0)4 93 76 00 16
santosospir@aliceadsl.fr
Villa Santo Sospir
Die Ausstellung "COCTEAU, MATISSE, PICASSO, MÉDITERRANÉES" - ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr zu besichtigen.
Musée Jean Cocteau collection Séverin Wunderman 2, quai de Monléon in Menton Tel.: +33 (0)4 89 81 52 50
Musée Jean Cocteau


Führungen auf den Spuren von Ingeborg Bachmann in Rom:
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