Ambiente

Reisen mit Ö1. Reisemagazin, u.a. mit: Erinnerungen an Dealey Plaza. Eine zeitgeschichtliche Reise nach Dallas. Von Silvia Lahner (anlässl. JFK-Tag am 23.11.); Unterwegs auf den Stränden von Dafni und Gerakas. Vom Zusammenleben der Caretta Caretta Schildkröten und der Touristen auf der Insel Zakynthos. Von Christina und Martin Höfferer; Unterirdischer Orpheus, wilde Bären, flotte Skifahrer und Slow Food - unterwegs in Bulgarien. Von Edgar Schütz

Die Dealey Plaza ist ein Platz in Dallas, Texas. Am 22. November 1963 erlangte dieser Ort traurige Berühmtheit: US-Präsident John F. Kennedy fiel dort auf dem Weg vom Flughafen in die Innenstadt einem Attentat zum Opfer. Aus dem 6. Stockwerk des Texas School Book Depository, wie das ehemalige Lager- und Bürogebäudes im Stadtzentrum genannt wurde, sollen die tödlichen Schüsse abgegeben worden sein. Viele Theorien ranken sich seither um die Ermordung von John F. Kennedy. Die oberen zwei Etagen des Backsteingebäudes beherbergen seit 1989 das so genannte Sixth Floor Museum, eine Dokumentationsstelle, die die Geschehnisse der Kennedy-Ermordung anhand von Original-Exponaten und Texten aufarbeitet.

Caretta Caretta lautet die biologische Bezeichnung für jene Meeres-Schildkröten, deren Haupt-Nist-Gebiet die griechische Insel Zakynthos ist. Durch die Ankunft der Touristenströme auf Zakynthos geriet die Caretta Caretta seit den 1980er Jahren in Bedrängnis. Die Umweltschutz-Organisation Archelon nimmt sich der Schildkröten an und greift sanft regulierend in das Zusammenleben von Touristen und Schildkröten ein. Aus dem Sand von Laganas, dem bei weitem belebtesten Strand der Insel haben sich die Schildkröten weitgehend zurückgezogen. - Christina und Martin Höfferer haben an den Stränden von Dafni und Gerakas die Situation der Meeresschildkröten auf Zakynthos erkundet und ganz unterschiedliche Formen der Koexistenz zwischen den Badenden und den gepanzerten Meerestieren vorgefunden.

Im südlichen Bulgarien, fast an der Grenze zu Griechenland, wurde der Legende nach Orpheus geboren. In der majestätischen "Trgradsko Zhdrelo" (Tragrader Schlucht) kann auch eine beeindruckende Höhle namens "Djavolskoto garlo" (Teufelsschlund) besichtigt werden, in der ein Wasserfall über 42 Meter in die Tiefe braust. Hier soll sich Orpheus auf der Suche nach seiner geliebten Eurydike in die Unterwelt begeben haben. In manchen Höhlen treiben sich hier auch noch wilde Bären herum. Im drei Autostunden westlich gelegenen Pirin-Gebirge ist hingegen neuerdings eher die Skifahrer-Population am Wachsen. In Bansko wurde das größte Ski-Ressort Bulgariens geschaffen, hier finden sogar Weltcup-Rennen statt. Umweltschützer monieren aber, dass dies nicht mit rechten Dingen zugeht, schließlich ist die Region schon seit Jahrzehnten ein geschützter Nationalpark. Etwas ruhiger ist es im nahen Dobarsko, wo findige Einwohner dem flotten Zeitgeist im Nachbarort ein Schnippchen schlagen wollen und auf ruralen, umweltverträglichen Tourismus samt Slow-Food setzen.

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