Europa-Journal

1. Die Zukunft Europas
2. Der Einfluss der Autoindustrie auf die Politik in Brüssel
3. In den Protestcamps der Republik Moldau

Moderation: Cornelia Krebs


Die Zukunft Europas

Ein Gespräch mit dem scheidenden Fraktions-Vorsitzenden der deutschen Partei DIE LINKE Gregor Gysi über neue Nationalismen und mangelnde Solidarität in Europa. Das Interview führt Brigitte Fuchs


Der Einfluss der Autoindustrie auf die Politik in Brüssel

Deutschland steht unter Druck. Nach dem VW-Skandal sind die Verbraucher verunsichert und alles fragt sich, wie sauber sind die Diesel-Motoren? Wie von der Europäischen Union geplant, sollen ab Januar 2016 sogenannte "real-driving emissions tests", also Tests unter echten Straßenbedingungen, schrittweise eingeführt werden. Diesel-Neuwagen erhalten dann nur eine Zulassung, wenn sie bei diesem Test die europäischen Grenzwerte einhalten. Allerdings gilt dies nur für die Stickoxide. Die CO2-Abgase werden weiter im Labor gemessen. Bis Ende Oktober will die Europäische Kommission die neuen Tests ausgearbeitet und verabschiedet haben. Dann müssen auch die deutschen Autohersteller zeigen, wie viele Stickoxide ihre Autos wirklich ausstoßen. Die Umweltlobby in Brüssel fühlt sich allerdings von der Autoindustrie immer öfter ausgebremst. Ein Bericht von David Micken


In den Protestcamps der Republik Moldau

Seit Monaten gehen in der Hauptstadt Chisinau immer wieder zehntausende Menschen auf die Straße, um gegen die Regierung zu protestieren. Die frühere Sowjetrepublik Moldawien, das "Armenhaus Europas", kämpft nicht nur mit Wirtschaftskrise, Inflation und Massenauswanderung, sondern auch mit Korruption. Vergangenes Jahr "verschwand" eine Milliarde US-Dollar aus dem Budget. Die Menschen fordern Aufklärung und Bestrafung der Übeltäter. Anfang September hat die europafreundliche Bürgerplattform "Würde und Wahrheit" vor dem Regierungsgebäude ein Protestcamp errichtet. Ein paar Wochen später sprangen zwei prorussische Oppositionsparteien auf den Zug auf und errichteten ein paar hundert Meter entfernt ebenfalls ihre Zeltstädte. Ulla Ebner hat die Protestlager in Chisinau besucht.


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