Wissen aktuell

1. Neandertaler und moderner Mensch hatten noch früher gemeinsam Nachwuchs
2. Petition gegen Patente auf Pflanzen gestartet
3. Wo sind 150.000 Pinguine verblieben?

1. Neandertaler und moderner Mensch hatten noch früher gemeinsam Nachwuchs

Neandertaler und moderner Mensch hatten gemeinsam Kinder - das ist bekannt. Das Erbgut des Neandertalers lebt bis heute in Europäern fort - und macht zwischen ein und vier Prozent des Genoms aus; mit welchen Folgen, haben wir ja vor wenigen Tagen in "Wissen aktuell" berichtet.
Nun zeigt eine US-deutsche Studie: es lief auch umgekehrt. Auch Neandertaler verfügten zum Teil über Erbgut des modernen Menschen. Eine Grafik, wann sich Neandertaler und moderner Mensch vermutlich trafen, zeigt science.ORF.at.
Mit: Adam Siepel, Cold Spring Harbor Labor in New York


2. FIAN zu Recht auf Nahrung

Wussten Sie, dass eines Ihrer Grundrechte der Zugang zu angemessener Ernährung ist? In Europa und reicheren Staaten spüren wir Mangelernährung und Hunger selten am eigenen Leib; anders in ärmeren Ländern. Gerade fand dazu in Wien die Tagung "Menschenrechte im Ernährungssystem" statt. Veranstaltet von der Organisation FIAN, die sich dafür einsetzt, dass jedem Menschen sein Recht auf Nahrung bewusst ist.
Gestaltung: Katharina Karlhofer
Mit: Flavio Valente, ehem. Generalsekretär der Organisation FIAN International


3. Petition gegen Patente auf Pflanzen gestartet

Patente auf Pflanzen, auf Obst, Gemüse und Getreide, waren heute Thema einer Pressekonferenz in Wien vom Verein ARCHE NOAH (der sich für alte Kulturpflanzen einsetzt) und BIO AUSTRIA. Sie sprechen sich gegen Patente auf Pflanzen aus - konkret gegen Patente auf herkömmlich und ohne Gentechnik gezüchtete Pflanzen. Patente würden nämlich dazu führen, dass letztlich weniger Arten angepflanzt und die Äcker und unser Speiseplan weniger vielfältig werden. Die NGOs starten nun eine Petition.


4. Blüten duften im Flachland stärker als in den Bergen

…das meint nun eine Studie der Uni Zürich. Zumindest gelte das für die "Wohlriechende Händelwurz"; einer in den Alpen vorkommenden Orchideenart. Warum ein und dieselbe Pflanze mal mehr, mal weniger intensiv dufte, das hänge vermutlich von den verschiedenen Bestäubern ab - also von Schmetterlingen, Motten, Fliegen und Käfer - und die sind im Tal andere als in den Bergen.


5. Wo sind 150.000 Pinguine verblieben?

Vor ein paar Tagen sorgten Pinguine in manchen Medien für Schlagzeilen: 150.000 Pinguine seien verhungert, weil ein Eisberg in der Antarktis ihnen den Weg zum Meer versperrt habe; das habe eine Pinguinzählung ergeben. Nun relativiert eine beteiligte Forscherin: ob die Tiere gestorben seien, sei unklar - möglicherweise seien sie bloß abgewandert und hätten sich einer anderen Gruppe angeschlossen oder eine neue Kolonie gegründet.


Redaktion: Barbara Riedl-Daser


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