Hörbilder

Kinderüberraschung. Aus dem Leben eines Samenspenders. Feature von Renate Maurer

Am Anfang war eine Zeitungsannonce: "Zwei Frauen suchen einen Samenspender, aber keinen Vater". Maik, Mitte Zwanzig und Student in Berlin, beschließt, dem lesbischen Paar zu "helfen". Sein Motiv: Gerechtigkeit. Geld will er dafür keines. Alleinstehenden Frauen und lesbischen Paaren ist der Weg zur Samenbank Mitte der 2000er Jahre zwar nicht verboten, aber den Ärzt/innen wird empfohlen, die Insemination nur bei verheirateten Frauen oder Frauen mit einem festen männlichen Partner vorzunehmen. Jetzt ist Maik Mitte Dreißig, studiert immer noch und hat mittlerweile sieben Kinder mit sechs Frauen gezeugt. Vertrauen war alles, auf Verträge verzichteten Maik und die angehenden Mütter. Das Leben lässt sich sowieso nicht durch Vertragswerke absichern, sagt Maik und hofft darauf, dass weder die Frauen noch die Kinder Unterhalt von ihm fordern werden. Mit den Müttern läuft alles gut, er hat Fotos von allen Kindern und trifft sie ab und zu. Als Vater bleibt er, wie vereinbart, auf Außenposten. Nur zu einer der Frauen, zur Französin Cécile und ihren beiden von Maik gezeugten Mädchen hat sich eine enge Beziehung entwickelt - in aller Freundschaft und mit bemerkenswertem Engagement für die Kinder. Maiks Mutter arbeitet bei Cécile als Haushaltshilfe - und ist zugleich als Oma für die Mädchen da.
Renate Maurer hat mit Maik, seiner Mutter und mit einigen der Frauen gesprochen, denen er zum Wunschkind verholfen hat. Ein Feature, das voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen steckt - so wie Maiks Leben auch.
Ton: Otmar Bergsmann
Redaktion: Eva Roither

Sendereihe

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