Verlassenes Haus in Shishmaref

AP/DIANA HAECKER

Von Tag zu Tag

Die Anthropologie des Klimawandels in Alaska und Sibirien. Gast: Peter Schweitzer, Anthropologe. Moderation: Natasa Konopitzky. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

Shishmaref ist ein kleines Inuit-Dorf mit 500 Einwohnern in Alaska und gilt als einer der Orte auf der Welt, die am stärksten unter dem Klimawandel leiden. Die Küste erodiert, weil durch die Klimaerwärmung der Permafrostboden auftaut und das Packeis schmilzt. Shishmaref wird als "Dorf, das ins Wasser fällt" bezeichnet. 2016 haben die Einwohner per Bürgerentscheid für eine Umsiedlung gestimmt.

Der Anthropologe Peter Schweitzer hat viele Jahre lang in Shishmaref geforscht. Ursprünglich war Sibirien Schweitzers Spezialgebiet. In den 1990er Jahren ist er aber einem Ruf an die University of Alaska Fairbanks gefolgt, wo er mehr als 20 Jahre blieb und sich einen Namen als Mitbegründer der arktischen Sozialwissenschaft machte. Seit 2012 hat er eine Professur am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien inne. Er leitet Forschungsprojekte in Sibirien und erforscht die Parallelen zwischen der Arktis und dem alpinen Raum.

Natasa Konopitzky spricht mit Peter Schweitzer über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschen in Alaska und Sibirien.

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