Eine Hand greift durch einen Vorhang

APA/AFP/ANDREI PUNGOVSCHI

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Der Überraschungspräsident.
Oder: Die politische Meinungsforschung in der Krise.
Gestaltung: Juliane Nagiller

Morgen, am 20. Jänner, wird Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika angelobt. Für viele war seine Wahl eine Überraschung, für einige sogar ein Schock. Auch, weil die politische Meinungsforschung mit ihren Prognosen ziemlich falsch lag - zum wiederholten Male. Liegt das an technischen Veränderungen? Telefonumfragen per Festnetz funktionieren nicht mehr. Online-Umfragen adressieren wiederum nur spezifische Wählergruppen.

Nicht nur die Stichprobenerhebung, sondern auch die Gewichtung der Ergebnisse stellt Umfrageinstitute vor Probleme. Sind deren statistischen Werkzeuge noch zeitgemäß? Kann die Verlässlichkeit von Umfragen wieder erhöht werden? Oder hat die aktuelle Krise der politischen Meinungsforschung einen banaleren Grund: Irrt sie häufiger, weil sie mehr Politik als Prognose ist?

Sendereihe