Der Schatten eines Kindes

AFP

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Aus dem Lot.
Posttraumatische Belastungsstörungen - und wie man sie behandeln kann.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Eine Vergewaltigung, ein Kriegserlebnis, ein Verkehrsunfall - manchmal wirft ein einziges Schockerlebnis einen Menschen für immer aus der Bahn. Unerträgliche Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Schwindelattacke sind typische Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung. Etwa 20 Prozent der Menschen, die etwas Schreckliches durchleben, bekommen sie - und werden sie nur schwer wieder los.

In vielen Fällen tauchen die Symptome erst Wochen, Monate oder gar Jahre nach einem traumatischen Erlebnis auf. Bei der Behandlung spielen neben der Psychotherapie auch Psychopharmaka eine Rolle. Bisher allerdings nur zur Symptombekämpfung. Momentan sucht die Forschung nach einem Medikament, das den Ausbruch einer posttraumatischen Belastungsstörung überhaupt verhindern kann. Gerade in dem Zeitfenster zwischen dem Erlebnis und dem Ausbruch der Krankheit sehen Mediziner eine Chance. Wird es demnächst gar eine "Psycho-Impfung" geben, beispielsweise für Bundesheersoldaten?

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