Italienisches Modell, schwarze Schuhe und rotes Kleid, 1957

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Verliebt in die eigene Lehrerin

"Meine einzige Liebe". Von Luciano Bianciardi. Aus dem Italienischen von Inez de Florio-Hansen. Es liest Cornelius Obonya. Gestaltung: Edith Vukan. Präsentation: Julia Zarbach

Ein einziges Mal in seinem Leben war er verliebt - und das ausgerechnet in seine Englischprofessorin. Dabei war er noch Schüler, Gymnasiast, und sie seine Lehrerin. Keine Ablenkungsmanöver funktionierten, auch nicht der Versuch, sich in eine seiner Klassenkameradinnen zu verlieben. Der beherrschende Gedanke gehörte ihr: der acht Jahre älteren, "kurvenreichen" Lehrerin. Aber waren seine Träume wirklich aussichtslos?

Luciano Bianciardi, geboren am 14. Dezember 1922 in Grosseto, studierte Philosophie in Pisa. Er arbeitete als Lehrer und Bibliothekar in seiner Heimatstadt, war als Übersetzer aus dem Englischen (Faulkner, Steinbeck, Miller) tätig, später Verlagslektor, freier Schriftsteller und Journalist in Mailand, wo er 1971 starb. Nur wenige seiner Werke sind ins Deutsche übersetzt - "La vita agra" ("Das saure Leben", 1967).

Service

Luciano Bianciardi, "Meine einzige Liebe" aus "Italienische Erzählungen des 20. Jahrhunderts", herausgegeben von Klaus Stiller, Piper Verlag, 1988

Sendereihe

Gestaltung