Haushaltstechnik Baujahr '67

Zaubern statt Arbeiten. Neue Technik für den Haushalt (3)
Gestaltung: Brigitte Voykowitsch

"Staub-Vielfraß im Großhaushalt" lautete der Titel einer Studie über Staubsauger, die im Konsumentenmagazine "Test 5/1967" veröffentlicht wurde. Da hieß es "Staub ist Stammgast auch in guten Stuben", doch keines der getesteten Geräte konnte den hohen Ansprüchen moderner Hausfrauen gerecht werden. Die Ansprüche waren seit Beginn des 20. Jahrhunderts ständig gewachsen. Mittels neuer technischer Geräte sollten Zeit, Kraft, Raum und Weg gespart und die Hygiene verbessert werden.

Mit Slogans wie "Zaubern statt Arbeiten" sollte die neue Leichtigkeit vermittelt werden. Immer neue Adjektiva sollte die Effizienz belegen: abwaschbar, unzerbrechlich, selbstreinigend, unverwüstlich, bedienungsfreundlich, selbsterklärend, kinderfreundlich, rückstandsfrei, energiesparend - die Liste ist lange. Die Entwicklung und Produktion von Haushaltsgeräten entwickelten sich zu einer umfassenden und verzweigten Branche.

1967 wurde die BSH Hausgeräte GmbH als Gemeinschaftsunternehmen der Robert Bosch GmbH, Stuttgart, und der Siemens AG, Berlin/ München, gegründet, Im Herbst 1976 ging in Dillingen an der Donau ein neues Geschirrspülerwerk in Betrieb. Heute ist BSH der drittgrößte Hausgerätehersteller der Welt und in Europa die Nummer Eins.

Eine Sendung im Rahmen des Schwerpunkts "Baujahr 67 - Zeitreisen mit Ö1".

Service

Literatur:

Haushalts(t)räume, Ein Jahrhundert Technisierung und Rationalisierung im Haushalt. Hrsg von Arbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft. Langewiesche Verlag 1990

Feministische Avantgarde, Kunst der 1970er Jahre. Hrsg von Gabriele Schor. Prestel Verlag 2010


Ausstellung/ Museum:
Technisches Museum Wien, Sammlung Alltag

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