Radiokolleg - Orgel to go

Transportable historische Tasteninstrumente (1).
Gestaltung: Renate Pliem

Sie standen immer im Schatten ihrer großen und mächtigen "Schwestern", die unverrückbar in Kirchen thronten: transportable Orgeln in unterschiedlichen Größen.

Das Portativ trägt den Mitnahmecharakter schon im Namen (lat. portare = tragen), es ist seit dem 8. Jahrhundert bekannt und hatte seine Blütezeit im Mittelalter und in der Renaissance. Das relativ kleine Instrument mit offenen Metallpfeifen wurde nur mit der rechten Hand gespielt, mit der linken Hand bediente der Musiker selbst den Blasebalg auf der Rückseite. Beim Spiel im Stehen wurde das Portativ von einem Schulterband gehalten, beim Spiel im Sitzen ruhte es auf dem Oberschenkel. Positive waren größer als Portative und wurden zum Spielen entweder auf einen Tisch gestellt oder hatten einen eigenen Unterbau.

Das Regal ist eine Kleinorgel mit Zungenpfeifen, die schnarrende Töne hervorbringen. Dieses Klangbild kam nach der Renaissance aus der Mode, das Instrument ist heute nur noch in der historischen Aufführungspraxis zu finden.

In Museen und Musiksammlungen stehen Prunkstücke der Musikgeschichte: das "Lambacher Regal", das "Apfelregal", die "Prozessionsorgel" oder das "Orgelklavier". Sie sind klingende Zeugen der Geschichte ihrer Entstehung und ihres Gebrauchs.

Playlist

Komponist/Komponistin: Guillaume de Machaut
Album: GOTISCHE POLYPHONIE / FRESE NOUVELE
Titel: De Bon Espoir ... Puis que la douce
Ausführende: musica mensurata
Länge: 00:40 min
Label: FSM FCD 97736

Album: Titel: Sietze de Vries improvisiert
* Stift Engelszell Praeludium G-moll (Cut 1)
I: Sietze de Vries
Länge: 00:42 min
Label: Kögler Orgelbau GmbH

Sendereihe

Gestaltung