Von Tag zu Tag

Das wilde Tier und wir - Konflikte in der Kulturlandschaft. Gast: Univ.Prof. Dr. Klaus Hackländer, Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, Universität für Bodenkultur, Wien. Moderation: Barbara Zeithammer. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

Wäre Österreich nie von Menschen besiedelt worden, wäre der Großteil der Landesfläche mit dichten Wäldern bedeckt. Heute leben wir in einer Kulturlandschaft, die vom Menschen geprägt ist, in einer "künstlichen Welt", wie der Wildbiologe Klaus Hackländer sie nennt. In dieser - "unnatürlichen Landschaft, so wenig Wildnis, wie die Niederlande für Hochgebirgstouren geeignet sind" - kommt es zunehmend zu Konflikten zwischen menschlichen Interessen und Wildtieren.

Manche Arten, wie Wildschweine, zählen zu den Gewinnern der intensiven Land- und Forstwirtschaft und richten große Schäden an - der Ruf nach Regulation, das heißt intensiver Jagd, ist laut. Andere wie Feldhase und Fasan sind die Verlierer, und die großen Räuber, die teilweise nach Österreich zurückkehren - Bär, Wolf, Luchs - sorgen für kontroversielle Diskussionen.

"Österreich braucht die Jagd", schreibt Klaus Hackländer, Universitätsprofessor für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, zu deren Aufgaben auch die Hege und Pflege aller Tierarten in einem Lebensraum zählt. Warum? Könnten Bär und Wolf die heimischen Wildtierbestände regulieren? Was würde es bedeuten, die Natur sich selbst zu überlassen?

Barbara Zeithammer spricht mit Klaus Hackländer über das Spannungsfeld, in dem die Wildtiere und wir leben, die Notwendigkeit einer nachhaltigen Jagd und seine Forschungsprojekte.

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