Edwin Aldrin auf dem Mond

AP/NASA

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Das Radio als Rakete.
Meine Missionen zum Mond und Mars.
Von Armin Stadler

Mit Baujahr 67 gehören Ö1 und ich der ersten Generation an, für die es ganz normal werden sollte, dass Menschen ins Weltall flogen. Auch wenn Armstrongs erste Schritte auf dem Mond noch heute unfassbar erscheinen. In ihrer heroischen Putzigkeit glichen sie 1969 meinen ersten Gehversuchen auf der Erde. Ein Weltraumfahrer wurde trotzdem nicht aus mir.

Als erster und bisher einziger Österreicher flog Franz Viehböck ins All. 1991 besuchte er für knapp eine Woche die MIR. Mir blieb immerhin die Radioberichterstattung über das Ende dieser russischen Raumstation. Das war 2001. Meine längste Radionacht und der Start für viele weitere Missionen in den Weltraum. Ich saß in der Radiokapsel von Ö1 und agierte fortan als eine Art Wissenschaftsdolmetscher:
aus dem All kamen komplizierte Funksprüche, und ich sollte daraus verständliche Botschaften für die Öffentlichkeit machen.

Und natürlich stellten sich laufend Fragen, die über die reine Wissenschaft hinausgingen. - Was hat ein Privatmann wie Dennis Tito auf der ISS verloren? Wann wird der erste Chinese auf dem Mond stehen? Weshalb soll der Mensch zum Mars fliegen? Und warum brechen wir überhaupt in den Kosmos auf? Nur weil wir es können? Aus purer Neugier?

Oder wollen wir da draußen auf unser lebenswertes Zuhause zurückblicken? Dann wäre Weltraumfahrt ja ein geozentrisches und ökologisches Menschheitsprojekt? Von wegen Aufbruch ins Unbekannte. Oder leiden wir doch an kosmischem Fernweh? Oder fühlen wir uns nur einsam? Oder ...

Eine Sendung im Rahmen des Schwerpunkts "Baujahr 67 - Zeitreisen mit Ö1".

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