Malta, Russland, Helsinki, Donauraum

Das EU-Vorsitzland Malta - ein Steuerparadies +++ Russland: Jugend gegen Putin +++ Schöne neue Welt - ein computergesteuerter Stadtteil Helsinkis +++ Der Donauraum - sechs Länder auf der Suche nach verborgenen Kultur-schätzen - Moderation: Brigitte Fuchs


Das EU-Vorsitzland Malta - ein Steuerparadies

Die Mittelmeerinsel Malta ist mit ihren 450.000 Einwohnern das kleinste Land der Europäischen Union. Dennoch haben erstaunlich viele internationalen Konzerne Niederlassungen auf der Insel. Der Grund dafür dürfte sein, dass Malta eine Steueroase ist. Wer seine Gewinne hierher verlagert, profitiert von Billigsteuersätzen von unter zehn Prozent. Und Malta hat es auch keineswegs eilig mit der Umsetzung eines OECD-Abkommens, das die Schließung von Steuerschlupflöchern zum Ziel hat. Es bekommt dabei auch die Unterstützung anderer Staaten wie Luxemburg, dessen Abgabenvermeidungs-modelle internationale Konzerne wie Google, Apple und Ikea jahrelang ausnützten. Doch der Druck der anderen EU-Staaten auf die Steueroasen innerhalb der Union wächst. Ein Bericht von Cornelia Primosch


Russland: Jugend gegen Putin

In den vergangenen Wochen hat Russland die größten Proteste seit fünf Jahren erlebt. In mehr als 80 Städten sind laut Schätzungen insgesamt mehr als 60.000 Menschen einem Aufruf des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny gefolgt und haben gegen Korruption in der Spitzenpolitik demonstriert. Was Soziologen wie Politiker überrascht hat: Viele der Demonstranten waren Teenager - Schüler oder Studenten im ersten Studienjahr, eine Gruppe, die in Russland stets als politisch uninteressiert und alles andere als protestbereit gegolten hat. Was hat diese jungen Menschen nun so plötzlich auf die Straße getrieben? Könnte sich ihr Protest wiederholen, zu einer richtigen Protestbewegung anwachsen? Zu einer Bewegung, die vielleicht sogar das so gefestigt wirkende Macht-Monopol des Kremls gefährdet? Und wie reagiert der Kreml auf diese Herausforderung? Diesen Fragen ist unser Russland-Korrespondent Christian Lininger nachgegangen.


Schöne neue Welt - ein computergesteuerter Stadtteil Helsinkis

Die Reservierung von Plätzen in Kindergärten oder Steuerangelegenheiten online zu erledigen, das ist für die Finnen schon lange eine Selbstverständlichkeit. E-Government erfasst mittlerweile alle Bereiche des kommunalen Lebens. Auch bei der Verfügbarkeit von so genannten open sources und data based services gehört Finnland zu den führenden Ländern Europas. Die Profilierung auf "smart" und "digital" sei ein guter Ausweg aus der Wirtschaftskrise, sind sich Politik und Wirtschaft einig und setzen viel daran, die Entwicklung auch voranzutreiben. So sind intelligente Objekte wie etwa elektronisch betriebene Mülltonnen und Solar-Saunas in Helsinki schon fast die Norm. Sie sollen das Leben effizienter, einfacher und ökologischer machen. Diljana Lambreva berichtet aus dem Hafenbezirk Kalasatama, dem urbanen Labor Finnlands.


Der Donauraum - sechs Länder auf der Suche nach verborgenen Kulturschätzen

Das versteckte Kulturerbe entlang der Donau will ein neues internationales Projekt ins Bewusstsein rücken. Unter der Leitung von Österreich startete vergangene Woche die Kulturplattform Donauraum, mittels der sich derzeit sechs Länder gemeinsam den verborgenen Schätzen entlang des Flusses widmen wollen. Das in Wien präsentierte Vorhaben wird zu einem Großteil von der EU finanziert. Neben Österreich beteiligen sich auch Deutschland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Serbien an dem Vorhaben, für das man in weiterer Folge "schließlich alle 14 Länder der EU-Donauraumstrategie" gewinnen möchte. Die "Hidden Heritage Hot Spots" sollen durch Kunst sichtbar und erfahrbar gemacht werden, wobei man diese zu "neuen, innovativen Kulturrouten" verbinden und dadurch auch touristisch nutzbar machen möchte. Ein Bericht von Irene Suchy








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