Periphere Kulturwahrnehmung

Der Schriftsteller Manfred Chobot ist 70

Diese Woche feierte der Schriftsteller Manfred Chobot seinen 70. Geburtstag, und er kann auf ein umfangreiches Werk mit zahlreichen Prosa- und Lyrikbänden blicken. Im Löcker Verlag ist soeben ein Erzählband erschienen: "Franz - Eine Karriere" heißt er; zudem hat der Schriftsteller Beppo Beyerl im selben Verlag den Gedichtband "nur fliegen ist schöner" herausgegeben, eine Art "best of" Chobot.

"Periphere Kulturwahrnehmung" steht als Beschreibung für Manfred Chobots literarische Herangehensweise auf Wikipedia zu lesen. Und auch er selbst sagt, dass ihn der Mainstream nie interessiert habe, denn die Geschichten, denen er seine Aufmerksamkeit schenkt, blühen, so Chobot, am schönsten im Verborgenen. Immer wieder beschreibt der Schriftsteller Randgruppen oder ungewöhnliche Lebenssituationen, bisweilen verfasst er auch Krimis, in denen Opfer- und Täterrollen unklar sind. Romane, Erzählungen, Hörspiele, lyrische Fotoreportagen, Reiseberichte, Radiofeatures - Manfred Chobot Werk ist vielfältig.

Doch bisweilen führt der Schriftsteller auch ein Leben fernab vom Schreiben: Mehrere Monate verbrachte er etwa mit seiner Frau, der Galeristin Dagmar Chobot, auf Hawaii. Als begeisterter Surfer, der den Sport am Neusiedler See erlernt hat, fand Chobot auf Hawaii freilich andere Verhältnisse vor als auf dem Steppensee. Beinahe, so der Freizeit-Surfer, hätte es ihn dabei "zerbreslt".

Zwei Bücher "Maui fängt die Sonne. Mythen aus Hawai" und "Aloha! Briefe aus Hawaii" sind das Ergebnis des langen Inselaufenthalts. "Zerbreslt" hat es Manfred Chobot auf Hawaii zum Glück nicht. Doch apropos: zum Siebziger malt sich der Schriftsteller nicht ohne Augenzwinkern sein Ende aus - das in noch weiter Ferne liegen möge.- Gestaltung: Christa Eder


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