Eschen in Gefahr

Der Baumpathologe Thomas Kirisits über eine bedrohte Laubbaumart.
Teil 2: Eine Verwandte des Ölbaums, der Forsythie und des Flieders
Gestaltung: Maria Harmer

Die Esche ist nach der Rotbuche die häufigste heimische Laubbaumart in Österreichs Wäldern, und sie gilt als widerstandsfähig sowie als hitze- und trockenheitstolerant. Sie zählt zu den Ölbaumgewächsen und ist deshalb entfernt auch mit dem Olivenbaum, Forsythien und dem Flieder verwandt. "Nur" drei der insgesamt 43 bis 48 weltweit vorkommenden Eschenarten sind in Europa und auch bei uns heimisch. Ihr helles Holz ist hart, zäh und biegsam und wurde insbesondere für den Kutschen- und Wagenbau geschätzt. Noch heute werden Möbel, aber auch Werkzeugstiele und Schlitten aus Eschenholz gefertigt.

Doch nun bedroht ein aus Ostasien eingeschleppter Pilz die heimischen Bestände; ja es könnte sogar sein, dass dieser Schlauchpilz einen Großteil der Eschen im Lauf der nächsten Jahre dahinrafft. Forstgenetiker und Forstpathologen vom Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) und der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) haben das Projekt "Esche in Not" ins Leben gerufen und versuchen, genetisch resistente Bäume zu züchten, damit die Baumart für die Zukunft in Europa erhalten bleibt.

Service

INTERVIEWPARTNER:

Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Thomas Kirisits
Universität für Bodenkultur Wien
Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz
Peter-Jordan-Straße 82
A-1190 Wien

Esche in Not


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